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BeitragVerfasst: 11.01.2009, 12:38 
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Registriert: 11.01.2009, 12:33
Beiträge: 1
Hallo liebe Community,

die letzten Tage verbrachte ich damit mich über den Studiengang Wirtschaftsingenieur zu informieren.
Ich möchte mich an dieser Stelle kurz vorstellen.
Mein Name ist Manuel, ich bin 18 Jahre alt, und absolviere momentan eine Ausbildung zum Mechatroniker, welche ich aufgrund sehr guter Leistungen verkürzen werde.

Die Ausbildung habe ich direkt nach dem erhalt der Fachoberschulreife begonnen.

Genau dort liegt wohl der größte Fehler meines bisherigen Lebens. Die Realschule habe ich ohne Anstrengungen mit 1,6 abgeschlossen.
Ich weiß nicht was in meinem Kopf vorgegangen ist, dass ich eine Ausbildung machen wollte und nicht das Abitur auf einem Gymnasium.

Soviel zu meiner bisherigen Laufbahn.

Meine Ausbildung werde ich voraussichtlich am 01.06.09 abschließen.
Nach der Ausbildung habe ich nun folgende Möglichkeiten:

- Erlangung der Allgemeinen Fachhochschulreife innerhalb von 9 Monaten
- Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife innerhalb von 3 Jahren
mithilfe des zweiten Bildungsweges.


Ich persönlich halte vom Abitur über den zweiten Bildungsweg nichts, da das Ansehen nicht dasselbe ist wie wenn man auf dem Gymnasium sein Abitur erhalten hat.
Außerdem ist man viel älter wenn man das Studium beendet, als jemand der nur Fachabitur nach der Ausbildung gemacht hat.
Bei Führungspositionen ist ja ein Augenmerk auch das Alter der Absolventen.
Wenn diese Ansicht falsch ist, dann bitte korrigiert mich!!


Für mich lautet nun die Frage: Wie gehe ich am besten vor um ein erfolgreiche Wirtschaftsingenieur zu werden?

Meine Ziele habe ich schon klar formuliert. Ich würde gerne als Unternehmensberater arbeiten. Über diese Arbeit habe ich schon einiges erfahren und gelesen, dass dies einer der Arbeitsplätze mit den besten Aufstiegsmöglichkeiten sein soll.

Wie komme ich aber dahin?

Ist es wichtig für einen derarten Arbeitsplatz an einer Universität studiert zu haben? Und sollte ich demnach wirklich das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg machen?

Oder sollte ich das Fachabitur machen und mich z.B. an der FH Südwestfalen am Standort Hagen oder Meschede für einen der Wirtschaftsingenieur Studiengänge entscheiden und dort meinen Bachelor machen?

Mit Universitäten werden in einem Atemzug immer die Wörter Forschung und Entwicklung genannt. Seit wann ist es aber für einen Wirtschaftsingenieur wichtig in die Forschung und Entwicklung zu gehen? Ist das nicht eher für Maschinenbauer und Elektrotechniker usw. wichtig?
Hier wäre ich sehr erfreut wenn man mir einige Beispiele von Wirtschaftsingenieuren in Forschung und Entwicklung aufzeigen würde.

Mir ist es sehr wichtig, dass ich meinen Master direkt im Anschluss an den Bachelor machen möchte. Dazu will ich definitiv auf eine Universität mit hohem Ansehen im Ausland gehen.

Kann ich mit dieser Planung erfolg haben und auf gute Karriereaussichten hoffen?

Oder schlagt ihr mir einen anderen Weg vor um meine Ziele zu erreichen?


Über zahlreiche Antworten und rege Beteiligung an diesem, wie ich finde, brisanten Thema würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Manuel

PS.: Bitte wundert euch nicht, wenn ihr genau denselben Beitrag in einem anderen großen Forum im Internet findet. Habe mein Anliegen auch im Uniprotokolle Forum gepostet, einfach um mehr Leute zu erreichen, da mir der Fall sehr wichtig ist.


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BeitragVerfasst: 19.01.2009, 17:45 
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Registriert: 07.05.2005, 16:16
Beiträge: 120
Hallo Manuel,

obwohl du viele Fragen hast und dein Posting dementsprechend lang ist, möchte ich trotzdem versuchen, ein Teil deiner Fragen zu beantworten. Ich studiere selbst Wirtschaftsingenieurwesen (im dritten Semester) und kann nur sagen, dass es wirklich ein interessantes und abwechslungsreiches Fach ist.
Erstmal zum Abi/Fachabi. Wenn du schon eine Ausbildung gemacht hast würde ich dir auf jeden Fall zum Fachabi raten (ist allerdings meine persönliche Meinung). Zum einen hast du einen erheblichen Zeitvorteil gegenüber dem Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife. Andererseits ist es für eine Bewerbung bei einer Fachhochschule vollkommen ausreichend.
Zum Thema Fachhochschule/Uni: An beiden Hochschulen macht man pro Forma heute offiziell denselben Abschluss, nämlich den Bachelor (es gibt auch noch einige wenige Unis, an denen noch der Diplomstudiengang angeboten wird). Machst du deinen Bachelor an einer FH, hast du damit auch die Qualifikation erlangt, an einer Uni den Master zu machen. Ob man an seiner Wunschuni aber auch einen Platz bekommt, ist erstmal nicht garantiert. Zumindest in Deutschland versuchen zur Zeit viele Unis, Wege zu finden, um ihre eigenen Bachelorstudenten (vorzugsweise) auch einen Platz für ein Masterstudium zu ermöglichen. Was den Inhalt des Studiums angeht, so ist er von Uni zu Uni und auch von FH zu FH unterschiedlich. Hier ist es hilfreich, sich über das Vorlesungsverzeichnis direkt bei der Uni zu informieren und dann die Hochschulen untereinander zu vergleichen.
Zum Thema Entwicklung und Forschung: Proforma lernt man als Wirtschaftsingenieur "von allem etwas, aber nichts richtig". Das hat sicher Vor- und Nachteile. Dass man mit einem Uniabschluss automatisch in den Bereich Entwicklung/Forschung geht, ist sicherlich nicht richtig.
Zum Thema Unternehmensberatung: Die Möglichkeit steht dir als Wirtschaftsingenieur sicher offen, vorausgesetzt man hat einen sehr guten Abschluss. Auch die Berufs-/ und Aufstiegsmöglichkeiten sind zumindest zur Zeit überdurchschnittlich, so allerdings auch die Arbeitszeiten, viel mehr kann ich zu dem Thema eigentlich nicht sagen.

Ich hoffe, dass ich zumindest ein paar deiner Fragen beantworten konnte. Allerdings möchte ich noch anfügen, dass du sicherlich noch etwas Zeit hast, dich entgültig für deinen beruflichen Werdegang zu entscheiden. Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur den guten Tipp geben, es erstmal ein bisschen auf dich zukommen zu lassen. Viele Ansichten ändern sich mit der Zeit/Erkenntnis. Auch im Studium wirst du über vieles anders denken und teilweise auch neue Interessen kennenlernen. Letztendlich musst du dich für den Studiengang entscheiden, der dich wirklich Spaß machen "könnte". Alles andere ist erstmal zweitrangig.

mfg

Björn


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