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In der Tat, ich interessier mich schon seit langem für dieses Thema. Jedoch gab es immer zwei Gründe, die gegen ein solches Studium sprachen.
Erstens wohne ich im Allgäu, also geographisch gesehen von Gelsenkirchen oder sogar Bremen sehr weit entfernt.
Und zweitens war ich mir nicht sicher, wie sinnvoll dieser Studiengang ist. Er zielt ja in erster Linie auf Forschung, welche man wohl am besten an der Uni betreiben kann. Denn in der Arbeitswelt bleibt wohl kaum Zeit und Muße sich mit diesen komplexen Fragestellungen auseinanderzusetzten und ja, richtig zu "forschen". Der Druck wird von dem Unternehmen sehr groß sein, doch etwas "marktfähiges" zu produzieren. Denn was bringt es mir, wenn zum Beispiel ich bei der Forschung auf eine sehr gute, stabile Leichtbauweise gestoßen bin, mein Arbeitgeber aber doch neue, stromlinienförmige Körper genötigt. Das denke ich, ist der springende Punkt: wenn man nicht auf Knopfdruck etwas rentables erforscht, produziert oder verbessert, landet man auf dem Abstellgleis und muss "normale" Ingenieuraufgaben übernehmen um über die Runden zu kommen.
Deshalb habe ich mir überlegt, dass eine Art "zurückgreifende Bionikforschung" (so drücke ich das jetzt einmal aus) wohl sinnvoller ist: ich stehe vor einem bestimmten Problem, dass ich etwa für einen Industrieunternehmen lösen soll und suche dann gezielt in der Natur. Also das Gegenteil davon, dass ich an der Uni mal so vor mich, nicht ganz zielstrebig "hinforsche". Sicherlich kann man dabei auch auf etwas Geniales oder Marktfähiges stoßen, jedoch ist die Erfolgsquote sehr geringer.
Nebenbei habe ich gehört, dass man an der HS Heidelberg Maschinenbau mit Vertiefung Bionik studieren kann. Jedoch haben meine Nachforschungen nichts sinnvolles ergeben und ich bin auch woanders nicht auf einen Studiengang gestoßen, der nicht viel mehr als eine freiwillige Vorlesung über Bionik enthält.
Schätze ich die Lage ungefähr richtig ein oder sind meine Arbeitsweltvorstellungen mit meinen 19 Lentzen (?) doch eher falsch?
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