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 Betreff des Beitrags: BWL oder Wirtschaftsingenieurwesen?
BeitragVerfasst: 07.12.2005, 10:56 
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Registriert: 07.12.2005, 09:56
Beiträge: 1
Hallo zusammen,

Vielleicht könnt ihr mir ja ein wenig weiterhelfen. Ich stehe im Moment vor der Entscheidung, ob ich kommendes Jahr zum WS 2006 ein Studium in BWL oder Wirtschaftsingenieurwesen beginnen soll.
Zu meiner Person: Ich habe mein Abitur im Sommer 2005 mit 1,8 abgeschlossen und leiste seit September 2005 meinen Zivildienst ab (mache nebenher noch einen Sprachkurs in Englisch). Meine Leistungsfächer (gibt es in BaWü so nicht mehr) waren Mathe, Deutsch, Englisch, Gemeinschaftskunde (Politik) und Biologie. (alle 4 stündig)
Ich habe mich damals nach der 11 für Bio entschieden, als zweistündiges naturwissenschaftliches Fach habe ich mich für Chemie entschieden (ich habe Chemie anstatt Physik genommen da ich vermutet habe, dass sich diese beiden Fächer besser ergänzen. (Womit ich auch Recht hatte) Physik hatte ich mit einer 2 abgewählt.
Das Fach Physik hat mir eigentlich immer Spaß gemacht und ich interessiere mich eigentlich auch für technische Dinge (bin auch so ein WILL-WISSEN-WARUM-KIND).
Im Moment stehe ich nun vor der schwierigen Entscheidung welches Studium ich nun wählen soll. Hätte ich im Sommer 2005 angefangen zu studieren, hätte ich höchstwahrscheinlich BWL studiert. Inzwischen bin ich aber immer mehr am überlegen, ob ich nicht doch ein Wirtschaftingenieurstudium beginnen soll.
Die Wahl fällt mir so schwer, da ich mich eigentlich schon für technische Dinge interessiere (für wirtschaftliche Dinge aber viel viel mehr) , aber der Anteil an der Physik sollte nicht einen zu großen Teil einnehmen. Ich bin mir halt auch nicht sicher, ob ich ohne Physik in 12,13 viel für die Uni nachholen müsste. (WAS MEINT IHR???) Vor dem mathematischen Teil habe ich eigentlich eher weniger Sorgen, da ich zwar in der 12 ein paar Anlaufschwierigkeiten hatte, dann aber in der 13 und im Abi ?sehr gut? war und mir Mathe eigentlich immer schon viel Spaß gemacht hat. Ich bin zwar nicht so der Typ der alles auf Anhieb versteht, aber es mit ein bisschen Übung dann schon hinbekommt.
Was mich bei einem BWL-Studium schon ein bisschen irritiert ist die aktuelle Arbeitsmarktsituation. Dies ist auch mit einer der Gründe warum ich jetzt vielleicht doch Wirtschaftsingenieurwesen studieren will.
Neulich habe ich auch mit einem Jurastudent darüber gesprochen, dass ich womöglich BWL studieren will. Er hat gesagt, dass er dies auf keinen Fall machen würde weil des ja nun mal alle studieren die nicht sonderlich was auf dem Kasten haben. Ich hab ihm dann nur geantwortet, dass es eigentlich keinen Unterschied zw. BWLern und Juristen gibt, nur dass Juristen eben keine Mathe können. Darauf hat er dann nichts mehr gesagt  .
Aber jetzt mal wieder zurück zum Thema. Natürlich sagen im Moment viele das Wirtschaftingenieurwesen ne gute Sache ist. Aber meiner Meinung nach kann man nicht sagen wie dies in 5 Jahren aussieht, wenn ich mit dem Studium fertig wäre. Wenn ich sehe und höre wie viele Leute (auch aus meinem Freundeskreis + ungefähr nen gutes (männliches) 1/3 von meinem Abi-Jahrgang) im Moment Wirtschaftsingenieurwesen studieren wollen, kann ich mir vorstellen das es ähnliche Züge annimmt wie dies in BWL der Fall ist.

Über Tipps + Anregungen würde ich mich sehr freuen.

P.S. vielleicht kann mir ja einer von euch der Wirschtaftsingenieurwesen studiert mal so nen paar typische Fragen (den Unterrichtsstoff betreffend) geben, damit ich sehe was ihr da soll alles macht beziehungsweiße machen müsst.


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 Betreff des Beitrags: WI contra BWL
BeitragVerfasst: 08.12.2005, 12:58 
Wie ich schon öfter hier erwähnt habe, habe ich WI studiert und dann (nach 2. Sem.) auf BWL gewechselt. Mir war von Anfang an klar, dass mich eher die wirtschaftliche Seite interessiert, trotzdem habe ich mich für WI entschieden. Hpts., weil es eben auch hieß, dass jeder BWL macht und die Chancen bei WI größer sind. Nur leider bringt das alles nichts, wenn man nicht so richtig Spass dabei hat. Auf Oberstufen-Physik kann man meines Erachtens verzichten, habe ich in beiden Sem. eigentlich nicht gebraucht. Wenn Du in Mathe recht gut warst ist auch Mathe im Studium nicht wirklich das große Problem. Die Frage ist, ob Du dich für Dinge, wie Technische Mechanik (Statik, Dynamik), Thermodynamik, Elektrotechnik (besonders heftig), Maschinenelemente usw. interessiert. Denn meistens ist es so, dass im Grundstudium die BWL eher gering gehalten wird. Wenn Du eher Mathe- und BWL-lastig WI studieren willst ist die UNI Karlsruhe gut. Wenn Du viel BWL möchtest istz auch die Hochschule Pforzheim gut. Beide sind weniger techniklastig und für beide müsstest Du eine Zulassung mit Abi 1,8 bekommen. Was mich immer gestört hat bei WI war das ständige hin und her. Einen Mittag lernt man was Technisches, dann was Wirtschftliches. Das hat mich persönlich schon gestört. Andere möglich Studiengänge wären ja evtl. VWL. Das VWL-Studium ist mathelastiger als BWL und eher theoretisch, da viel mit mathematischen Modellen gearbeitet wird. Des Weiteren gibt es ja auch techn. BWL und techn. VWL. Vielleicht entspricht das eher deinem Interesse.

Jerry


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 Betreff des Beitrags: Sehe ich auch so
BeitragVerfasst: 10.12.2005, 11:33 
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Registriert: 29.11.2004, 21:07
Beiträge: 66
Hallo Jerry, Hallo Zivi05

ich sehe das auch als Problem an wenn Du Dich nicht voll für den techn. Bereich interessierst. Denn wie Jerry schon sagte ist oft das Grundstudium voll mit Technik (wobei "voll" relativ gesehen ist).
Daher solltest Du Dir vor Studienantritt wirklich schon sicher sein.

zum Jura-Student:
Meine Einstellung zu BWL'ern und dem gleichnamigen Fach hat sich in den letzten Jahren etwas verändert. Denn ich denke das die BWL wie keine zweite Studienrichtung mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Und so Sprüche wie "weil des ja nun mal alle studieren die nicht sonderlich was auf dem Kasten haben" kann sich ein Jura Student wirklich mal an den Hut stecken.
Ums vorsichtig auszudrücken.
Genauso ist das mit den WI, so könnte man da genauso gut sagen das sie weder von dem einen noch von dem anderen genug verstehen um später in dem einen oder anderem Gebiet arbeiten zu können. Und wer sich schon mal eine Vorlesung aus dem Bereich des Strafrechts angehört hat der weiß das sich Jura-Studenten mit solchen Aussagen zurückhalten sollten.

Nichts desto trotz denke ich Du soltest Dir vielleicht mal ein paar Vorlesungen (während deiner Zivi-Zeit) anhören. Z.B. Maschinenelemente oder Physik im WI-Bereich und Mikro- oder Makrooekonomie im Bereich der BWL. Und vielleicht kannst Du den einen oder anderen Studenten an der Uni/FH fragen, denn die können Dir wahrscheinlich am besten weiterhelfen.

Gruß


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BeitragVerfasst: 12.02.2012, 00:00 
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Registriert: 11.02.2012, 23:30
Beiträge: 1
Hallo,

tut mir leid dass ich jetzt einen ziemlich alten Thread aus dem Forum auskrame, aber er betrifft genau das Dilemma über das ich mir zur zeit ständig den Kopf zerbreche.
Hab ein gutes Abi hingelegt ohne größere Probleme und hatte nirgends Probleme, weder in Mathematik, Physik noch in den Fremdsprachen Spanisch Französisch. Auch nicht in Auswendiglernfächern:)
Bin relativ vielseitig interessiert und dachte mir, wenn ich schon ein gutes Abi hab' (1,5), dann studier ich doch auch was anspruchvolles, das nicht jeder machen kann und gute Berufschancen mit sich bringt. Somit ist das Bwl Studium recht flott aus meiner Liste rausgefallen, ohne lange zu überlegen, mit der Überzeugung, das würde ja eh' jeder machen. So bin ich zum Wing Studium gekommen und steh jetz am ende des ersten Semesters.
Das Dilemma, vor dem ich stehe, ist das Studium und die anschließende Berufstätigkeit....
Eigentlich gefällt mir nämlich genau das ganz gut, was einem sämtliche Quellen im Internet beispeilsweiße über das Berufsbild eines Wings erzählt wird - Generalisten-Arbeit, hauptsächlich in BWL-Bereichen, mit technischem Verständnis. So könnte ich mir zB gut vorstellen Standorte für Wasserkraftanlagen zu suchen mit all den Faktoren die da mit reinspielen, ob es sich lohnt usw. Oder wenn eine Firma eine neue Fabrik bauen möchte - alles was dabei beachtet werden muss. Richtung Logistik.. etc. etc.. Oder ob eine neue Generation an Generatoren eingesetzt werden soll...
Natürlich habe auch ich die technischen Fächer die jerry schon angesprochen hat, Statik, Thermodynamik usw. , und ich bin mir sicher, ich bin in der Lage diese Prüfungen zu bestehen, wenn ich mich reinhänge. Aber das ist nicht das, was ich später im Beruf machen möchte - Berechnungen aufstellen wie sich Bauteile bei dieser und jener Temperatur verhalten. Damit will ich nicht mein späteres Berufsleben verbringen.

Ich muss jetzt wissen, ob ein Wing tatsächlich auch im späteren Beruf noch ständig thermodynamische/statik -Berechnungen machen muss, oder ob es sich lohnt, sich (einmalig) durch diese Prüfungen durchzubeißen, mit dem Wissen, später nicht selbige Aufgaben im Job machen zu müssen.
Ansonsten stellt sich die Frage, ob ich mich gleich an ein Bwl-Studium ranhalte und keine Zeit mehr in Wing investiere! (Klar, mit dem Risiko, dass die Konkurrenz Größer ist, Vorurteile etc., aber was solls.?)

Ich tu mir schwer das Problem darzustellen & hoffe ich konnte vermitteln, was meine Zweifel sind!

oh man ich stehe gerade ziemlich neben der spur, wäre nett wenn mir jemand einen hinweis geben könnte, wie ich wieder auf die richtige Spur finde!:)


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BeitragVerfasst: 21.02.2012, 14:05 
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Moderator

Registriert: 07.05.2009, 10:44
Beiträge: 39
Hallo mrmaaten,

mit einem Hochschulabschluss in Wirtschaftsingenieurwesen lassen sich unterschiedliche berufliche Richtungen einschlagen. Die Ausbildung ist eher breitgefächert, im Grundstudium erhält man meist eine allgemeine Einführung in die technischen und betriebwirtschaftlichen Disziplinen. In den höheren Semestern wird es dann spezieller. Was sagt denn die Studienordnung Ihrer Hochschule?

Die Jobprofile bei THINK ING. (http://www.think-ing.de/think-ing/der-i ... nieurwesen) bieten einen ganz guten Einblick darüber, wie unterschiedlich die Einsatzgebiete von Wirtschaftsingenieuren sein können. Daran kann man sich schon ganz gut orientieren. Weitere Informationen über das Studium und die späteren Einsatzgebiete gibt es hier:
http://www.think-ing.de/think-ing/die-f ... nieurwesen
http://www.think-ing.de/think-ing/der-i ... nieurwesen

Um aber ganz genau herauszufinden, ob Ihnen der spätere Job von der Gewichtung Technik/Wirtschaft gefällt, lässt sich am besten während eines Praktikums herausfinden. Suchen Sie sich ein Unternehmen in der Branche, die Sie interessiert und versuchen Sie so, einen Eindruck aus erster Hand zu bekommen. Sprechen Sie dort mit Kollegen und tauschen Erfahrungen aus.

Viele Grüße aus der THINK ING.-Redaktion


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