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Technik auf Touren
Ein Wochenende in Wolfsburg, Berlin und Potsdam
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Sowohl im Phaeno als auch am Hasso-Plattner-Institut konnten die Teilnehmerinnen Technik selbst ausprobieren
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Zwei Hauptstädte an einem Tag
Am nächsten Tag machte sich die Reisegruppe auf den Weg ins Hasso-Plattner-Institut (HPI) an der Universität Potsdam. Hier finden zukünftige Software-Ingenieurinnen hervorragende Studienbedingungen vor, die die Schülerinnen auf Workshop-Tour einen ganzen Samstag lang kennenlernen durften.
Als einige HPI-Studierende Entwicklung und Grundlagen der Programmierung vorstellten, blinkten noch viele Fragezeichen in den Gesichtern. Dann kamen die Phidgets ins Spiel, steuerbare Hardware-Bausteine, die an den Computer angeschlossen werden können. „Es passiert etwas und wir wissen nicht, warum“, beschrieb HPI-Student Johannes Henning deren Funktionsweise und fasste so ungewollt auch treffend die Gedanken vieler seiner Zuhörerinnen zusammen. Doch das Rätsel um die geheimnisvollen Bauteile sollte schon bald gelüftet werden, nachdem sich die Gruppe in den Computerräumen verteilt hatte.
Tierischer Spaß beim Programmieren
Vor dem Programmieren war künstlerisches Talent gefragt. „Malt mit der Maus einen Rahmen“, forderte Maria, die ihr zweites Semester am HPI absolviert, die Schülerinnen auf, „und entwerft dann ein kleines Tier, das darin sitzt“. Auf den Bildschirmen entstanden Spinnen, Käfer und Mäuse oder auch Fantasiewesen wie das von Sophie-Luise (14). „Jetzt könnt ihr euren Figuren sagen, wohin sie laufen sollen und wohin nicht“, erklärte Maria weiter. Und schon waren die 13- bis 18-Jährigen unmerklich mitten drin im Programmieren und gaben Bedingungen und Werte ein, um die Laufrichtung zu bestimmen und Punkte festzulegen, an denen die Tiere umkehrten.
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© Josefine Harzmann, HPI
Beim Programmieren entstanden viele verschiedene Kreaturen
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An anderen Tischen wurde an Labyrinthen, Spinnennetzen oder Aquarien gearbeitet. Dank der Phidgets, die mit USB-Verbindungen an den Computer angeschlossen werden, können die digitalen Welten auch mit Sensoren oder Joysticks gesteuert werden. In der letzten Reihe drohte ein Zusammenstoß – zum Glück nur auf der Datenautobahn: Zwei Autos rasten aufeinander zu und prallten aufeinander, anstatt wie gewünscht auszuweichen. Doch auch dieser Unfall wurde mit ein paar Klicks verhindert und die Straßenverkehrsordnung wieder hergestellt.
Nach einigen Stunden konzentrierter Arbeit hatten die Workshop-Teilnehmerinnen Gelegenheit selbst am Image der zukunftsträchtigen Berufe im IT- und Technikbereich mitzuarbeiten. Ausgangspunkt in der Gruppe der 16- bis 18-Jährigen bildete eine ausführliche Manöverkritik am neuen THINK ING. Magazin ALL ING. 2010. Neben Lob für das innovative Design und das untypische Titelbild gab es auch etwas Kritik: „Hier auf dem Bild im Hörsaal könnten mehr Frauen sitzen“, merkten einige an. Oder bilden die Reihen mit männlichen Studenten einfach die Realität ab? „Das kann ja auch ein Ansporn sein, das zu ändern“, kam das Argument von der anderen Tischhälfte. Nach der Analyse der ALL ING. 2010 war Zeit für eigene Ideen zu einem neuen Image für die IT- und Technikberufe.
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Am Set: Experteninterview mit den beiden Moderatorinnen
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Klappe, die erste
Wie finde ich den passenden Studiengang an der richtigen Hochschule? Welche Voraussetzungen muss ich dafür erfüllen? Wo erhalte ich Infos und Unterstützung? Spätestens zum Ende der Schulzeit stellen sich unzählige Fragen – einige davon soll ein von den Teilnehmerinnen gestalteter Videopodcast beantworten. Nach dem Brainstorming am Samstag ging es am Sonntag darum, einen ersten Entwurf zu präsentieren. Und so wurden Helena und Laura zu Moderatorinnen, die Experten interviewten und O-Töne einfingen, um den anderen die ersten Eindrücke vom geplanten Projekt zu vermitteln. Zusammen mit dem Storyboard wurden die Probeaufnahmen dann bei der großen Abschlusspräsentation der ganzen Gruppe vorgestellt, wo auch die anderen beiden Gruppen ihre kreativen Ideen zeigten.


