|
|
|
© U.P.images/Fotolia.com
|
Kultur und Technik miteinander verbinden
Musiker, Schauspieler, Sportler & Co. ins rechte Licht rücken
Die Bretter, die die Welt bedeuten, können also auch eine spannende Angelegenheit für Ingenieurinnen sein. So abwegig das auch klingen mag, aber an der Technischen Fachhochschule Berlin steht das Studium der Theater- und Veranstaltungstechnik auf dem Plan. Als einzige Hochschule in Deutschland bietet sie diese Fachrichtung an. Die Einsatzmöglichkeiten für Absolventen sind vielfältig.
|
|
|
© Wikipedia
Der Zuschauerraum im Schauspielhaus Graz
|
Das Studium an der TFH Berlin
Als zukünftige Ingenieurin im Kulturbetrieb bekommt man grundlegendes Wissen in den Bereichen Maschinenbau, Wirtschaftswissenschaften und theaterspezifische Inhalte vermittelt. Auf dem Stundenplan des Bachelorstudienganges Theatertechnik stehen Fächer wie Hydraulik, Werkstofftechnik, Arbeitsschutz und Arbeitsverträge, Szenografie, Theatergeschichte, Lichtgestaltung und Dekorationsbau. Eine gewisse kreative Ader ist also unabdingbar, damit die ausgearbeiteten technischen Finessen auch gestalterisch umgesetzt werden können.
Der Bachelorstudiengang Veranstaltungstechnik und -management ist ähnlich strukturiert, unterscheidet sich aber in einem wichtigen Modul, nämlich der veranstaltungsspezifischen Technik. Hierzu zählen Licht- und Tongestaltung, Veranstaltungsmanagement, Veranstaltungsproduktion und Präsentationstechnik.
Für Absolventen beider Bachelorstudiengänge besteht die Möglichkeit, den Master in Veranstaltungstechnik und -management oben drauf zu setzen. Hauptsächlich geht es hier um die Vermittlung bzw. die Vertiefung wissenschaftlichen Arbeitens.
Die Zulassungsvoraussetzungen sind genauestens vorgeschrieben. So wird neben der allgemeinen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife ein Vorpraktikum von 26 Wochen vorausgesetzt. Dieses Praktikum sollte sich in 13 Wochen in einem Unternehmen mit dem Schwerpunkt Maschinenbau gliedern sowie in 13 Wochen in einem Theater- oder Veranstaltungsbetrieb. Allerdings kann auch eine entsprechende Berufsausbildung als Vorpraktikum anerkannt werden.
|
|
|
© LANXESS arena
Auch bei Sportveranstaltungen sorgen Ingenieurinnen für einen reibungslosen technischen Ablauf
|
Als Bachelor of Engineering für Theater- und Veranstaltungstechnik ergeben sich gute Berufsaussichten in Theaterbetrieben, in der Fachindustrie, in Planungsbüros oder in Kulturverwaltungen. Ingenieurinnen übernehmen die technische Leitung eines Theaters, die Produktionsleitung oder auch die Leitung von Veranstaltungsbauten. Zelte, Bühnen, Licht- und Tonanlagen – alle technischen Geräte und alle Mitarbeiter, die man für eine gelungene Veranstaltung braucht, werden organisiert, gewartet oder gebrieft, damit es am Ende kein Theater gibt. In diesen Bereichen befassen sie sich mit der Planung, der Organisation und der anschließenden Durchführung von technischen Abläufen. Die gesamte Technik eines kulturellen Events muss aufeinander abgestimmt werden. So hat das Licht sowohl zum Bühnenbild zu passen als auch zur Dramaturgie der Aufführung. Ob die Ingenieurinnen selbst Hand anlegen oder ob der reibungslose Ablauf zu organisieren ist, Führungsqualitäten und Organisationstalent sind die herausragenden Eigenschaften, die man für den Beruf als Ingenieurin für Theater- und Veranstaltungstechnik mitbringen muss.
Setzen Ingenieurinnen noch den Master oben drauf, ergreifen die frischgebackenen Master of Engineering häufig einen Job in der Veranstaltungsindustrie, im Management, in staatlichen oder städtischen Kulturverwaltungen oder in der Erforschung neuer Techniken für den Veranstaltungsbereich.
Berufsaussichten
Konzerte, Events, Messen oder Theateraufführungen trotzen dem digitalen Zeitalter oder nutzen es für ihre eigenen Zwecke. Der Branche geht es gut, denn der reibungslose Ablauf sämtlicher Veranstaltungen liegt vielen am Herzen. Dazu gehören auch Kongresshallen, Veranstaltungszentren und Sportstätten. Fachkräfte, die sich nicht nur um die technische Umsetzung kümmern, sondern die auch die wirtschaftliche Lage des Arbeit- bzw. Auftraggebers im Auge behalten, sind gefragt wie eh und je.


