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Alles nach Plan

Eine selbstbewusste Theatertechnikingenieurin entdeckt die Welt und das Theater

Astrid Kirchholtes: Veranstaltungstechnikingenieurin und leitende Konstrukteurin am Essener Aalto Theater. Ihr bisheriger Lebenslauf liest sich wie ein Drehbuch: 2002: Abitur. 2003: Studienbeginn in Berlin. Seit 2006: Aalto Theater Essen. Die Diplomarbeit schrieb sie, Vitamin B sei Dank, in London. Und auch verschiedene Praktika sowie eine Interrailreise quer durch Europa halfen ihr, die Welt über den Tellerrand hinaus zu entdecken. Ja, Astrid Kirchholtes ist viel herum gekommen und hatte ihr Ziel doch immer fest vor Augen: Ingenieurin für Theater- und Veranstaltungstechnik.
Bühnenmodell von Dieter Richter für die Produktion „Hercules“ von Georg Friedrich Händel, Regie: Dietrich Hilsdorf, am Aalto-Theater Essen - die Grundlage für Astrid Kirchholtes Arbeit

Als Theater- und Veranstaltungstechnikingenieurin verbringt Astrid Kirchholtes die meiste Zeit am PC und konstruiert mittels Grafikprogrammen aufwändige Bühnenbilder.

In acht Semestern erlernte sie an der Technischen Fachhochschule Berlin (heute Beuth Hochschule für Technik) die Grundlagen ihres Traumberufes. Sowohl ingenieurwissenschaftlich, als auch in Bezug auf die Welt und Geschichte des Theaters. Dieser erklärt wohl den vergleichsweise hohen Frauenanteil im Studiengang: Unter 40 Studierenden waren acht Frauen zu finden. So hat sich die 27-Jährige stets gut aufgehoben gefühlt: In der Uni sowie auch während der Praktika in einer Gießerei und einer Veranstaltungsagentur. Selbstbewusst und zielstrebig geht Astrid Kirchholtes ihren Weg. Von der Heimat Meerbusch aus, ging es zunächst ins ferne Berlin, dann ins Ausland. „Es war mir wichtig, einmal etwas anderes zu sehen und ganz auf mich allein gestellt zu sein“, erklärt sie. Und Abwechslung sowie Herausforderung suche sie sich noch immer gerne. Wie gut, dass ihr Job genau das bereit hält.

Für ein Leben hinter der Bühne

Astrid Kirchholtes auf der Bühne des Aalto Theaters: Nach ihren Plänen machen sich die Bühnenbauer ans Werk.

Das Essener Aalto Theater ist Astrid Kirchholtes' berufliches Zuhause. Die Ingenieurin für Theater- und Veranstaltungstechnik fertigt 3-D Pläne und Fertigungszeichnungen an: Die konstruktive Grundlage für eindrucksvolle Bühnenbilder.

Ihr Beruf klingt spannend, ist er das auch?
Ja, schon allein, weil ihn kaum jemand kennt. Was sicherlich auch daran liegt, dass man ihn in der Form nur an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin studieren kann. Ich zeichne hier am Aalto Theater die Pläne für die Konstruktionen, nach dessen Angaben das Bühnenbild gebaut wird.

Wann war Ihnen bewusst, dass Sie genau diesen Ingenieurberuf erlernen möchten?
Es gab nicht den einen Punkt, an dem ich mir dachte: Genau das ist es. Vielmehr habe ich festgestellt, dass mir Mathe und Physik in der Schule mehr lagen als Geschichte oder Erdkunde. So entstand der Wunsch, irgendetwas Technisches machen zu wollen. Über die verschiedenen Ingenieurberufe habe ich mich erst nach dem Abitur erkundigt und bin mehr oder weniger zufällig auf den Studiengang Theater- und Veranstaltungstechnik gestoßen.

Wie sah das Studium dann aus?
Vieles war relativ strikt vorgegeben, wie das an den meisten Fachhochschulen ist. Trotzdem war es sehr breit gefächert: In acht Semestern standen sowohl technische Fächer wie Elektrotechnik und technische Mechanik auf dem Stundenplan, als auch theaterspezifische wie Beleuchtungstechnik und Szenographie. Eben alles, was ich jetzt im Beruf gut brauchen kann.

22.05.2013 | 16:06:07

Studienschwerpunkte • Ingenieurstudium/-beruf allgemein

Thema: Luft - und Raumfahrttechnik II

Text: Hallo YouDon'tKnowAlex, vielen Dank für deine Frage und Geduld. Eine allgemein gültige Antwort zu formulieren, welche Universität die „beste“ ist und...

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