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Mit der passenden Software zur Höchstleistung
Im Porträt: Dipl.-Sportingenieurin und Vertriebsprofi Stefanie Scholz
Doch wie wird man Sportingenieurin? „Ich wollte gerne alles miteinander verbinden, was mir Spaß macht. Nach dem Abitur hab ich mich daher für den Studiengang Sport und Technik an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg entschieden. Den Ausschlag dafür gaben letztendlich Kontakte und Gespräche mit Studierenden“, erläutert Stefanie Scholz ihre Entscheidung.
Das Studium: 50 Prozent Sport und 50 Prozent Ingenieurwesen
Voraussetzung war allerdings nicht nur der bestandene Sporteignungstest, sondern auch eine ordentliche Portion Fitness in Sachen Mathematik. Und trotzdem erforderte das Studium die ganze Frau: „Die Latte lag im technischen Bereich teilweise recht hoch, da mir in Fächern wie Informatik und Automatisierungstechnik die Vorkenntnisse fehlten“. Für Stefanie Scholz war der Studiengang die optimale Vorbereitung auf ihren jetzigen Job: „Schwerpunkte waren neben integrierter Produktentwicklung und Sportgerätetechnik besonders Leistungsdiagnostik und Biomechanik – Know-how, von dem ich heute profitieren kann“.
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Der Job: Nah am Kunden und nah am Produkt
Die Diplom-Sportingenieurin gehört seit 2008 zum Vertriebsteam im Bereich Sportsoftware. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Kundenakquise, technische Beratung und Kundenbetreuung sowie Produktentwicklung. Das Unternehmen CCC entwickelt Software zur Trainingssteuerung und -durchführung, Wettkampfvorbereitung, -analyse und -planung. Kunden sind neben internationalen Sportverbänden auch Hochschulen und Olympiatrainingsstützpunkte.
Ein typischer Arbeitstag startet mit der Beantwortung von Kundenmails und einem Vertriebsmeeting. Im Team wird über neue Produktversionen diskutiert. Dabei findet neben dem Kundenfeedback auch die aktuelle Marktentwicklung Berücksichtigung: „Bei der Weiterentwicklung der Sportsoftware bin ich Vermittler zwischen den Anforderungen des Sports und den technischen Aspekten – so beispielsweise bei der Entwicklung unseres Videoanalysesystems“, beschreibt Stefanie Scholz ihre Rolle. Weitere Tagespunkte sind telefonische Beratungsgespräche, auch mit internationalen Kunden, sowie Vor-Ort-Betreuungstermine beim Kunden. Und auch zum regelmäßigen Volleyballtraining findet die Mutter eines vierjährigen Sohnes noch Zeit.
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Familie und Karriere: ein Balanceakt
An der Uni musste sich Stefanie Scholz mit ihrem Kind manches Mal durchboxen: „Während des Studiums hätte ich mir eine Kinderbetreuungseinrichtung an der Uni gewünscht, aber die Professoren haben mich sehr unterstützt.“ Im Job profitiert Stefanie Scholz von einem flexiblen Teilzeitmodell: „Viele Kollegen und auch der Chef haben kleine Kinder. Wenn mein Sohn krank ist, kann ich auch mal von zu Hause aus arbeiten“. Ein gutes Beispiel dafür, dass auch in mittelständischen Unternehmen familienfreundliche Arbeitszeitmodelle möglich sind. Neben der Unterstützung durch den Arbeitgeber kann Stefanie Scholz ebenso auf ihren Mann zählen – natürlich ein Sportingenieur.
Mädchen, die in ihre Fußstapfen treten wollen, empfiehlt sie ein selbstbewusstes Auftreten: „Ingenieurstudium und Berufswelt sind immer noch eine Männerdomäne. Wichtig ist es, immer deutlich seine Meinung zu sagen, damit Missverständnisse erst gar nicht auftreten. Ich habe eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht und arbeite lieber mit Männern zusammen“.
Eines stellt sie allerdings klar: „Eine steile Ingenieurkarriere mit einer 30-Stunden-Woche ist wohl grundsätzlich eher schwierig“.


