© Junko Kimura/Getty Images News/Getty Images | Name: | Heidemarie Jiline Sander |
| Geboren am: | 27. November 1943 in Wesselburen bei Hamburg | |
| Wohnort: | Hamburg | |
| Studium: | Textilingenieurwesen an der Staatlichen Ingenieurschule für Textilwesen in Krefeld (heute Hochschule Niederrhein) sowie u.a. Formgebung am University College in Los Angeles | |
| Beruf: | Mode-Designerin | |
Beruflicher Werdegang:
- Modejournalistin für die Zeitschrift "Constanze" sowie Leiterin der Promotionsabteilung der „Petra“ in Hamburg
- 1967 Eröffnung der ersten eigenen Modeboutique
- 1974 Erste eigene Kollektion
- 1979 Markteinführung der Kosmetikserie – mit ihrem Konterfei als Markenlogo
- 1983 Gastprofessur an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien
- 1989 Börsengang der Jil Sander Aktiengesellschaft
- 2000 Ausstieg aus der Jil Sander AG
- 2009 Comeback als Modedesignerin für die japanische Marke "Unique Clothes"
“Kaschmir-Queen“ und „Queen of Less“ wurde sie genannt: Heidemarie Jiline Sander, besser bekannt unter ihrem „Marken“-Namen Jil Sander, gilt heute als bedeutendste deutsche Mode-Designerin. Ihr Stil: edel, klassisch, puristisch. Ihre Materialien: Wolle, Kaschmir und Seide. Ihr Konzept: Beste Verarbeitung, leichte Stoffe, reduziertes Design . Sander drückte es selbst so aus: "Ich mache Mode für die Frau, die sich avantgardistisch lässig kleidet, sich aber dennoch nicht verkleidet fühlen will".
1977 präsentiert sie erstmals ihre Modekollektion in Paris – ein Flop. Die Zeit war noch nicht reif für ihren minimalistischen Stil. Doch die Jil Sander GmbH macht weiter: In der Küche einer Hamburger Dachwohnung wurden die Schnitte zubereitet, das Wohnzimmer diente als Büro und im Schlafzimmer wurde die Kollektion versandfertig verpackt.
Als Designerin profitiert Sander von ihrem Textiltechnikstudium und dem Know-how im Umgang mit Stoffen und Materialien: Neben Trend-Stoffkollektionen für Textilunternehmen und Webereien entwirft sie für den Chemiekonzern Hoechst eine Kollektion aus der damals völlig neuartigen Faser Trevira. In einem Interview im Lifestyle-Magazin fivetonine beschreibt Jil Sander den technischen Aufwand für die Entwicklung ihrer ersten Herrenkollektion: „Ich habe zwei Jahre daran gearbeitet, die perfekte Anzugjacke zu entwickeln und habe einen völlig neuen Schneiderstil erfunden. Mein Ziel war es, eine natürliche Schulter zu schneidern, die nicht wie bei den Jacken der meisten anderen Hersteller auf hohen Schulterpolstern hängt.“
2009 beginnt Jil Sander wieder von vorne, als Mode-Designerin für ein japanisches Modeunternehmen. Das Kuriose dabei: Ihren Namen, Jil Sander, darf sie selbst nicht mehr für geschäftliche Zwecke nutzen – nach ihrem endgültigen Ausstieg aus der Jil Sander AG und dem Verkauf ihrer Firmenanteile.
1977 präsentiert sie erstmals ihre Modekollektion in Paris – ein Flop. Die Zeit war noch nicht reif für ihren minimalistischen Stil. Doch die Jil Sander GmbH macht weiter: In der Küche einer Hamburger Dachwohnung wurden die Schnitte zubereitet, das Wohnzimmer diente als Büro und im Schlafzimmer wurde die Kollektion versandfertig verpackt.
Als Designerin profitiert Sander von ihrem Textiltechnikstudium und dem Know-how im Umgang mit Stoffen und Materialien: Neben Trend-Stoffkollektionen für Textilunternehmen und Webereien entwirft sie für den Chemiekonzern Hoechst eine Kollektion aus der damals völlig neuartigen Faser Trevira. In einem Interview im Lifestyle-Magazin fivetonine beschreibt Jil Sander den technischen Aufwand für die Entwicklung ihrer ersten Herrenkollektion: „Ich habe zwei Jahre daran gearbeitet, die perfekte Anzugjacke zu entwickeln und habe einen völlig neuen Schneiderstil erfunden. Mein Ziel war es, eine natürliche Schulter zu schneidern, die nicht wie bei den Jacken der meisten anderen Hersteller auf hohen Schulterpolstern hängt.“
2009 beginnt Jil Sander wieder von vorne, als Mode-Designerin für ein japanisches Modeunternehmen. Das Kuriose dabei: Ihren Namen, Jil Sander, darf sie selbst nicht mehr für geschäftliche Zwecke nutzen – nach ihrem endgültigen Ausstieg aus der Jil Sander AG und dem Verkauf ihrer Firmenanteile.
Buchtipp:
Probst, Ernst: Das Leben berühmter Modeschöpferinnen, Models und Kosmetikerinnen, Superfrauen Bd.13: Mode und Kosmetik, Grin Verlag, 2009
Probst, Ernst: Das Leben berühmter Modeschöpferinnen, Models und Kosmetikerinnen, Superfrauen Bd.13: Mode und Kosmetik, Grin Verlag, 2009


