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Lise Meitner 1912 in Berlin im Kaiser-Wilhelm-Institut
Lise Meitner 1912 in Berlin im Kaiser-Wilhelm-Institut

Name:

Geboren am:

Gestorben am:

Auszeichnungen:



Studium:


Beruf:

Lise Meitner

17.11.1878 in Wien

27.10.1968 in Cambridge

Otto-Hahn-Preis (1955), Bundesverdienstkreuz (1959),
Enrico Fermi Preis (1966)

Mathematik, Physik und Philosophie an der Wiener Universität

Lehrerin, später Kernphysikerin

Einweihung des Hahn-Meitner-Instituts am 14.03.1959 mit Lise Meitner, Willy Brandt und Otto Hahn (v.l.)
Einweihung des Hahn-Meitner-Instituts am 14.03.1959 mit Lise Meitner, Willy Brandt und Otto Hahn (v.l.)

Willensstark
Lise Meitner hätte damals gerne das Gymnasium besucht, doch Mädchen war das damals verboten. So ließ sie sich nach ihrem Abschluss auf der Bürgerschule 1892 auf einer höheren Tochterschule zunächst zur Lehrerin ausbilden, bevor sie sich im Selbststudium auf das Abitur vorbereitete und 1901 die Prüfung ablegen durfte. Damit erhielt die damals 23-Jährige die Berechtigung, an der Universität Wien das Studium der Mathematik, Physik und Philosophie aufzunehmen. Als zweite Frau überhaupt promovierte sie, und zwar über die Wärmeleitung inhomogener Körper. Das Interesse an der Radioaktivität veranlasste die Physikerin dazu, sich bei Marie Curie in Paris zu bewerben. Die Absage führte Meitner 1907 jedoch nach Berlin, um als Gasthörerin an den Vorlesungen Max Plancks teilzuhaben. Dort lernte sie den gleichaltrigen Chemiker Otto Hahn kennen, der ihre Leidenschaft für Physik teilte und mit dem sie bald zu experimentieren begann. Da es Frauen offiziell nicht erlaubt war, an der Universität tätig zu sein, fand die Zusammenarbeit heimlich statt. 1909 entdeckten sie gemeinsam den radioaktiven Rückstoß bei der Aussendung von Alpha-Strahlen und zogen damit die Aufmerksamkeit ihrer Vorbilder Marie Curie und Albert Einstein auf sich. Davon ermutigt setzten Hahn und Meitner 1912 ihre Arbeit in der radioaktiven Abteilung des neu gegründeten Instituts für Chemie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Berlin (heutiger Otto-Hahn-Bau am Institut der Freien Universität Berlin) fort. Zeitgleich machte Max Planck Meitner zu seiner inoffiziellen Assistentin, bevor sie 1913 als wissenschaftliches Mitglied im Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie aufgenommen wurde. Das verschaffte ihr das erste Gehalt – mit 35 Jahren.

Zeiten des Krieges
Der Erste Weltkrieg führte Lise Meitner als Röntgenschwester in ein Lazarett, aus dem sie aber 1916 an das Kaiser-Wilhelm-Institut zurückkehrte und ein Jahr später die Leitung der eigens für sie geschaffenen Physikalisch-Radioaktiven Abteilung übernahm. Wieder in Zusammenarbeit mit Otto Hahn entdeckte die Wissenschaftlerin im Jahr 1918 das chemische Element 91 (Protactinium). Auch deswegen verlieh man ihr im Juli 1919 einen Professorentitel, doch erst ein Jahr später verfügte das Preußische Kultusministerium, dass Frauen habilitieren dürfen. 1922 erhielt die Österreicherin die Lehrberechtigung für Physik und trat bald darauf ihre erste Vorlesung als Privatdozentin an. Vier Jahre später berief die Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin sie zur außerordentlichen Professorin für experimentelle Kernphysik.
Bis dahin hatte Meitner ihr Leben erfolgreich bestritten, doch musste sie darum bangen, als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen: 1933 entzog man der Jüdin ihre Lehrerlaubnis wieder, doch sie forschte weiter und machte sich zusammen mit Hahn an Experimente zur Erzeugung von Elementen mit höheren Atomgewichten als Uran. 1934 stieß Fritz Straßmann dazu. Das gut funktionierende Team trennte sich im Juli 1938 aufgrund der eingeführten Rassengesetze, woraufhin Lise Meitner Deutschland verlassen musste und nach Schweden floh. Dort fand sie eine Anstellung am Nobel-Institut für Physik. Trotz der räumlichen Trennung hielten die drei den schriftlichen Kontakt aufrecht und entdeckten gemeinsam die Kernspaltung von Uran und Thorium. Auf Meitners Anregung beschossen die Männer Uranproben mit Neutronen, die daraufhin im Experiment unerwartet zerplatzten. Lise sollte dieses Vorgehen physikalisch deuten. Ihr Neffe und Kernphysiker Otto Robert Frisch half ihr dabei. 1938 veröffentlichte sie einen Aufsatz zum Thema und lieferte die erste theoretische Erklärung zur Kernspaltung. 1946 erhielt jedoch allein Otto Hahn den Nobelpreis für Chemie. Zu der Zeit befand sich Meitner für eine Gastprofessur an der Catholic University in Washington, D. C., an der sie Vorlesungen über Kernphysik hielt. Ein Jahr darauf ging sie als Leiterin der kernphysikalischen Abteilung der Technischen Hochschule zurück nach Stockholm und erhielt als Dame fortgeschrittenen Alters noch folgende Auszeichnungen: 1955 den Otto-Hahn-Preis für Chemie und Physik, 1959 das Bundesverdienstkreuz, 1966 zusammen mit Hahn und Straßmann den Enrico Fermi Preis der Atomenergiekommission der USA.

Die letzten acht Jahre ihres Lebens verbrachte Lise Meitner in Cambridge nahe ihres Bruders Walter und ihres Neffen. Drei Wochen vor ihrem 90sten Geburtstag starb sie am 27. Oktober 1968 nach einem ereignisreichen und langen Leben.

22.05.2013 | 16:06:07

Studienschwerpunkte • Ingenieurstudium/-beruf allgemein

Thema: Luft - und Raumfahrttechnik II

Text: Hallo YouDon'tKnowAlex, vielen Dank für deine Frage und Geduld. Eine allgemein gültige Antwort zu formulieren, welche Universität die „beste“ ist und...

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