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Valentina Wladimirowna Tereschkowa

06.03.1937 in Maslennikowo, Russland

Heldin der Sowjetunion, Lenin-Orden, Titel zur Frau des Jahrhunderts, Women´s World Award, Ehrenring der Eduard-Rhein-Stiftung für ihre Leistungen im Bereich der Raumfahrt

Studium im Bereich der Spinnereitechnik, Studium an der Ingenieurakademie der sowjetischen Luftwaffe

Spinnereitechnikerin, später Kosmonautin und Ingenieurin

Valentina Tereschkowa kurz vor ihrem Weltraumflug am 16. Juni 1963
Valentina Tereschkowa kurz vor ihrem Weltraumflug am 16. Juni 1963
Die Welt ist nicht genug
Frauen im Weltraum sind nach wie vor die Ausnahme, daher nimmt jede für sich ihre besondere Rolle in der Geschichte der Raumfahrt ein. Doch nur eine hat es als erste Frau im All zu weltweitem Ruhm gebracht: die Russin Valentina Wladimirowna Tereschkowa. Dabei begann ihr Leben alles andere als vielversprechend: Vater Wladimir fiel dem russisch-finnischen Krieg zum Opfer, und Mutter Elena hielt sich mit ihren drei Kindern dank des Lohns aus einer Textilfabrik über Wasser. Trotz schwierigster Lebensumstände wuchs Valentina zu einer jungen Frau heran, die selbstbewusst nach den Sternen griff. Doch vor dem Traum kam die Realität in der einstigen UdSSR: Sie besuchte bis 1953 in ihrem Heimatort Maslennikowo die Mittelschule und wurde später Arbeiterin in einer Autoreifenfabrik. Mit 17 Jahren folgte sie ihrer Mutter ins Spinnereikombinat und schnitt dort sieben Jahre Stoffe zu. Das reichte der Jungkommunistin jedoch nicht wirklich, und so ließ sie sich über Fern- und Abendkurse zur diplomierten Spinnereitechnikerin ausbilden. In ihrer spärlichen Freizeit stürzte sie sich aus Flugzeugen und glitt am Fallschirm gen Sowjet-Boden. Das Medium gefiel ihr – nur wollte sie noch höher hinaus. Die Vorstellung, ins All zu fliegen, fesselte sie immer mehr bis schließlich der Kosmonaut Juri Gagarin zum Vorbild der technisch talentierten Frau wurde. Ob Glück oder Zufall oder beides: Anfang der 60er Jahre wollte die sowjetische Raumfahrtbehörde tatsächlich eine Kosmonautin ausbilden. Valentina Tereschkowa lernte im Schnellverfahren alles Greifbare über die Raumfahrt, bewarb sich, wurde abgelehnt, bewarb sich erneut und wurde schließlich 1962 an der Kosmonautenschule aufgenommen.
Der Astronaut Leroy Chiao, Kommandeur und Wissenschaftsoffizier der NASA International Space Station (ISS) begrüßt Valentina Tereschkowa
Der Astronaut Leroy Chiao, Kommandeur und Wissenschaftsoffizier der NASA International Space Station (ISS) begrüßt Valentina Tereschkowa

Schwindel im All
Mit der Wostok 6-Rakete wurde die damals 26-Jährige am 16. Juni 1963 vom Kosmodrom in Baikonur in den Weltraum geschossen. Eine Reise, die ihr Leben veränderte. In drei Tagen umrundete sie die Erde in ihrer Kapsel 49 Mal und landete schließlich als gefeierte Heldin am 19. Juni 1963 in der Nähe von Nowosibirsk. Tatsächlich machte ihr die Schwerelosigkeit im Orbit derart zu schaffen, dass sie immer wieder einschlief und so ihre wissenschaftlichen Aufgaben nicht komplett erfüllen konnte. Ihr Mut bewies jedoch, dass auch in einer bislang von Männern dominierten Disziplin Frauen gleichermaßen geeignet sind. Und doch vergingen fast 20 Jahre bis 1982 mit Swetlana Sawitzkaja die nächste Russin ins All flog.

Weg in die Politik
Valentina Tereschkowa heiratete 1963 ihren Kollegen Andrijan Grigorjewitsch, bringt ein Jahr später ein Kind zur Welt und macht sich anschließend abermals auf dem Weg in die Luft. 1969 schloss sie das Studium an der Tschukowski-Ingenieurakademie der sowjetischen Luftwaffe in Moskau ab und durfte sich bereits ein Jahr später Oberst-Ingenieurin nennen. Zugleich wuchs mit dem Beitritt in die kommunistische Partei der Sowjetunion KPdSU ihr politisches Engagement: Sie wurde zunächst Deputierte des Obersten Sowjets und Vorsitzende des Frauenkomitees der UdSSR und 1994 dann Leiterin des „Russischen Zentrums für internationale kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit“. Für ihr Lebenswerk erhielt sie im Jahr 2000 den Titel „Frau des Jahrhunderts“, 2004 folgte der Women´s World Award, und 2007 erhielt sie den Ehrenring der Eduard-Rhein-Stiftung. Dazu kam schon in früheren Jahren die Ehrung als „Heldin der Sowjetunion“ und damit einhergehend der Lenin-Orden sowie der „Goldene Stern“.

Die mittlerweile 72-Jährige ist noch immer politisch aktiv und engagiert sich derzeit für die Partei „Einiges Russland“.

18.05.2013 | 15:10:57

Maschinenbauingenieur/in • Maschinenbau

Thema: Tragvorrichtung für große Lasten/kleine Aufnahmepunkte

Text: Hallo zusammen, Zuerst ein paar Fakten: Wir (4 Maschinenbaustudenten) müssen im Rahmen einer konstruktiven Projektarbeit eine Vorrichtung bauen, bei...

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