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© Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
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Die familienfreundliche Hochschule
Unterstützung bei der Berufswahl und beim Studium
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Im Interview klären Frau Prof. Dr. Marlis von der Hude, Professorin im Fachbereich Informatik und Organisatorin der Aktionstage Frauen@Technik, und Annegret Schnell, Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, was es genau mit der familien- und frauengerechten Hochschule auf sich hat und wie es gelingen kann, künftig mehr Frauen für technische Studiengänge zu begeistern.
Prof. Dr. Marlis von der Hude:
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist eine junge Hochschule. Die Professorinnen und Professoren sind hoch motiviert und bemüht, aktuelle Themen in die Lehre einfließen zu lassen.
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Annegret Schnell engagiert sich für eine verbesserte Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie
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Annegret Schnell:
Unsere Infrastruktur entspricht dem neuesten Stand der Technik und es wird hier nach neuesten Standards gelehrt und geforscht. Unser Qualitätsmanagement bietet den Studierenden die Chance, aktiv an der Verbesserung der Lehre teilzunehmen.
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wurde als familienfreundliche Hochschule zertifiziert. Was muss man sich darunter vorstellen?
Annegret Schnell:
Als familien- und frauenfreundliche Hochschule möchten wir ein familienfreundliches Umfeld schaffen: das reicht von der Beratungsstelle HELP (Hilfe für Eltern mit Pänz* und Parents) über Eltern-Kind-Arbeitszimmer und Wickelräume bis hin zu speziellen Mensapreisen für Hochschulkinder. Studierende mit Kind profitieren von unserem Teilzeitstudiengang Informatik sowie der Befreiung vom Studienbeitrag. Im Angebot sind auch Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Try it – das Ferienprogramm für Hochschulkinder. Und für Hochschulmitarbeiter gibt es passende Arbeitszeitmodelle wie beispielsweise flexible Teilzeitangebote oder alternierende Telearbeit.
* Anm. für Nicht-Rheinländer: Pänz, (Singl. Panz); Kinder
Gibt es Seminare oder Veranstaltungen nur für Studentinnen – oder reine Frauenstudiengänge?
Annegret Schnell:
An der Hochschule gibt es einen Teilzeitstudiengang Informatik, der sich vorrangig an Erziehende wendet – sowohl für Frauen als auch für Männer. Veranstaltungen nur für Studentinnen bieten wir nicht an.
An der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg werden regelmäßig „Schnuppertage“ für Schülerinnen durchgeführt. Worum geht es bei den Projekttagen? Welche Eindrücke nehmen die Teilnehmerinnen mit nach Hause?
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Prof. Dr. Marlis von der Hude organisiert die jährlichen Aktionstage Frauen@Technik
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Prof. Dr. Marlis von der Hude:
Wir möchten mit dem Projekt "Frauen @ Technik" Schülerinnen der 11. und 12. Klasse einen Eindruck von der Praxis und den Perspektiven moderner informationstechnologischer und technischer Berufsfelder vermitteln, ihr Interesse an Berufen im IT- und Ingenieurbereich wecken und über die Studienanforderungen informieren.
Das Projekt beinhaltet ein zweitägiges Praktikum in einem Unternehmen der Region, einem Besuch im Deutschen Museum Bonn und einer halbtägigen Veranstaltung in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, wobei insbesondere die Fachbereiche Maschinenbau, Elektrotechnik und Technikjournalismus sowie der Fachbereich Informatik vorgestellt werden. Das Feedback der Teilnehmerinnen ist stets positiv. Die Möglichkeiten, sich detailliert zu informieren, werden gut genutzt.
Wie viele der Teilnehmerinnen der Aktionstage bewerben sich um einen Studienplatz im Bereich Ingenieurwesen/Technik? Oder haben das zumindest vor?
Prof. Dr. Marlis von der Hude:
Die meisten Teilnehmerinnen sind sehr daran interessiert, ein entsprechendes Studium aufzunehmen – wir versuchen, sie in ihrer Wahl zu bestärken.
Welchen Ratschlag geben Sie Frauen, die sich für ein technisches Studium interessieren?
Annegret Schnell:
Frauen haben hervorragende Berufsaussichten in einem technischen Beruf und sollten sich nicht durch eventuell bereits vorhandene praktische Fähigkeiten ihrer männlichen Kollegen abschrecken lassen.
Prof. Dr. Marlis von der Hude:
Auf keinen Fall sollten sich Schülerinnen ihr Interesse an Technik ausreden lassen. Im technischen Bereich ist Teamwork gefragt, und hier haben wir Frauen "die Nase vorne".


