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erschienen beim rororo Verlag
Die Physik ist nicht nur ein Gebiet der Naturwissenschaften, es ist ein Bereich, in dem Menschen verschiedenster Art aufeinandertreffen. Mit dieser Einstellung entwickelte der Autor Wolfgang Rößler eine Geschichte dieser Wissenschaft – Von den ersten Anfängen der Physik in der Antike bis hin zu komplexen Fragen über Raum und Zeit.
Nicht nur die nackten Fakten rücken dabei in den Vordergrund, sondern auch die Charaktere, welche dahinter stehen, „die Familie der Physik“, wie sie Rößler nennt.
Der Autor lässt dabei kaum eine Größe aus: Albert Einstein und Galileo Galilei finden sich in dem Werk ebenso wieder wie Wolfgang Pauli oder Niels Bohr. Mit viel Geschick zeigt Rößler, wie und warum diese Physiker auf ihre bedeutenden Ideen gekommen sind.
Insgesamt bietet Rößler also nicht nur eine Geschichte der Physik, sondern auch eine Geschichte der Menschen. Lustige Anekdoten und spannende Geschichten reihen sich an wissenschaftliche Fakten und anschauliche Erklärungen komplizierter Phänomene. Der Mix macht es bei Rößler. Den Titel seines Buches entlehnte der Autor übrigens einem Zitat des Physikers Fritz Houtermans, der die nächtlichen Diskussionen der verschiedenen Physik-Größen zur Lösung wissenschaftlicher Probleme als „kleine Nachtphysik“ bezeichnete.
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erschienen beim dtv Verlag
Der französische Mathematiker Pierre de Fermat hinterließ vor seinem Tod (1665) einen Satz, den zu beweisen sich die Menschen mehrere hundert Jahre bemühten. Laut des Fermatschen Satzes kann die n-te Potenz einer natürlichen oder ganzen Zahl, wenn n > 2 ist, nicht in die Summe zweier Potenzen des gleichen Grades zerlegt werden. Fermat behauptete zwar, den Beweis seiner Formel zu kennen, blieb ihn aber schuldig. Im Jahre 1993 endlich fand Andre Wiles, der sich seit seinem zehnten Lebensjahr mit dem Rätsel beschäftigte, den endgültigen Beweis von Fermats letztem Satz.
Die Suche nach der Lösung der höheren Abwandlung des Satz des Pythagoras griff der Wissenschaftsjournalist Simon Singh für sein Buch „Fermats letzter Satz“ auf. Weil sich der Beweis des Fermatschen Satzes über 300 Jahre hinzog und sich stets die intelligentesten Köpfe damit beschäftigten, nutzt Singh sein Buch nicht nur zur Erklärung der Geschichte um Fermats Satz, sondern auch zur Darstellung der Mathematik-Historie. Dabei kommen nicht nur plausible, sondern auch skurrile Lösungsansätze zum Vorschein. Der Brite schafft es mit Leichtigkeit mathematische Inhalte vereinfacht darzustellen und die Zahlen lebendig werden zu lassen. Sein Werk landete, als erstes Buch über Mathematik, auf Anhieb in der Bestseller-Liste Großbritanniens.
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erschienen beim Kiepenheuer & Witsch Verlag
Ist Fußball systematisierbar? Christoph Biermann, Sportkorrespondent und Fußballjournalist, sagt ja. In „Die Fußball-Matrix“ wirft er einen speziellen Blick auf die Welt des runden Leders. Biermann beschäftigt sich mit Statistiken und Wahrscheinlichkeiten, Digitalisierung und Berechenbarkeit, ständig auf der Suche nach dem perfekten Spiel.
In zehn Abschnitten zerlegt der Autor die Fußball-Matrix in ihre Einzelteile. Anregungen hat sich Biermann dafür aus aller Welt geholt: Deutschlands Top-Taktiker Felix Magath findet ebenso seinen Platz wie das High-Tech Labor des AC Mailand. Kapitel für Kapitel taucht Biermann tiefer ein. Was waren die Folgen der Einführung der Drei-Punkte-Regel? Wie lassen sich Trainingsmethoden durch technischen Fortschritt optimieren? Wohin sollte ein Elfmeter geschossen werden?
Bei der Beantwortung dieser und anderer Fragen wird besonders die Bedeutung der statistischen Datenerfassung deutlich, in ihr steckt der Schlüssel zum perfekten Spiel. Die fortschreitende Technik ermöglicht eine immer genauere Sicht auf die Dinge und damit letztlich eine stetige Verbesserung des Spiels. Biermann führt den Leser in die neue digitale Welt des Fußballs ein und macht gleichzeitig klar, dass auch diese Erkenntnisse nicht als die endgültige Lösung des perfekten Spiels betrachtet werden können: denn Mensch und Technik entwickeln sich stetig weiter – so auch der Fußball.
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1818 erstmals anonym veröffentlicht, erschienen u.a. beim Reclam Verlag
Menschliche Roboter, intelligente Maschinen oder sonstige Hybridwesen gehören zur Standard-Filmausstattung vieler Hollywood-Blockbuster. Der bekannteste künstlich erschaffene Mensch ist Frankensteins Monster, dessen Erfindung auf einen Roman von Mary Shelley aus dem frühen 19. Jahrhundert zurückgeht.
In dem Literatur-Klassiker wird die Geschichte des jungen Wissenschaftlers Viktor Frankenstein geschildert. Dieser ist besessen von der Idee, menschliches Leben zu erschaffen. Tatsächlich gelingt es ihm eines Tages, aus Leichenteilen einen Menschen zu schöpfen und ihm mittels einer Erfindung Leben einzuhauchen. Aufgrund seiner Abnormalität wird Frankensteins Monster jedoch von allen verstoßen. Weil sein Schrei nach Liebe nicht erhöhrt wird, jagt das Wesen seinen angsterfüllten Erschaffer schließlich bis in die Antarktis.
Shelleys Werk ist eine passende Allegorie über das grenzüberschreitende Verhalten des Menschen, der sich anmaßt, gottgleich in die Natur eingreifen zu können. In puncto künstliches Leben wurde Frankenstein zum Archetypus aller Monster und von Menschen erschaffenen Wesen. Seine Beliebtheit zeigt sich nicht nur in seinen zahlreichen Adaptionen, sondern auch darin, dass noch heute, beinahe 200 Jahre später, nahezu jeder mit dem Begriff ‚Frankenstein’ etwas anfangen kann.
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erschienen beim CSW-Verlag
Die beiden Enddreißiger Nick und Kee sind alteingesessene C64-Fans. Als sie die alte Kiste für einen Abend reaktivieren, entdecken sie bei einem Spiel einen versteckten Code: Welcome to Datacorp. Für die Computerfreaks ist die Jagd damit eröffnet, der Alltag kann warten. Bei der Suche nach der geheimnisvollen Firma Datacorp müssen sie quer durch Amerika reisen, denn ihr Ziel liegt im Mittleren Westen, genauer gesagt in Iowa. Die Ermittlungen führen die beiden Freunde in die Anfänge der Videospielindustrie zurück und auch an so mancher Verschwörungstheorie der achtziger Jahre vorbei.
Auch wenn der Autor ein Amerika-Liebhaber zu sein scheint und deswegen einige Landschaften recht langatmig beschreibt, lässt Constantin Gillies mit Extraleben die Achtziger wieder aufleben. Schon bei einem Blick auf das Cover schlägt so manches Männerherz höher. Der Freie Journalist und Buchautor belässt es aber nicht nur bei einem Generations-Porträt, sondern überzeugt auch mit einer spannenden Geschichte. Wem Maniac Manson und Bubble Bobble keine Fremdwörter sind, wem Zak Mc Cracken und die Gianna-Schwestern bekannt vorkommen – der ist mit Constantin Gillies Roman gut bedient und könnte danach alsbald ebenfalls seine alte Konsole vom Dachboden runter holen.
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© Rowohlt-Taschenbuch
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erschienen beim Rowohlt-Taschenbuchverlag
Stephen Hawking ist einer der höchst dekorierten Astrophysiker unserer Zeit. In „Die kürzeste Geschichte der Zeit“ versucht Hawking die wichtigsten kosmologischen und physikalischen Theorien vereinfacht darzustellen.
Da drängt sich schnell die Frage auf: Kann ein solcher Wissenschaftler derart komplexe Themen wirklich so darstellen, dass sie auch ein Laie versteht? Nach „Eine kurze Geschichte der Zeit“ und „Die illustrierte kurze Geschichte der Zeit“ ist es immerhin schon der dritte Versuch Hawkings, den Menschen die Geheimnisse des Universums näher zu bringen.
In zwölf Kapiteln wird der Leser an Relativitätstheorie, Zeitreisen, Quantengravitation und mehr herangeführt. Der Autor geht dabei gemächlich vor, selbst Begriffe wie Ellipse werden erklärt („eine Ellipse ist ein länglicher Kreis“). Er schildert die Entwicklung verschiedenster physikalischer Theorien, von Isaac Newton über Albert Einstein bis hin zu Edwin Hubble. Die Vorgänge und Gesetze veranschaulicht Hawking dabei leicht verständlich an bebilderten alltäglichen Beispielen, sodass „Die kürzeste Geschichte der Zeit“ von jedermann als Nachschlagwerk für die wichtigsten physikalischen Entdeckungen genutzt werden kann.
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© Suhrkamp-Verlag
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erschienen im Suhrkamp-Verlag
Juri Gagarin war der erste Mensch im Weltraum. 1961 verließ der Kosmonaut mit dem Raumschiff Wostok 1 die Erde und umrundete im ersten Raumflug überhaupt die Erde. Lotta Lotass greift diesen Beginn der bemannten Raumfahrt in ihrem Roman auf. Dritte Fluggeschwindigkeit steht für jenes Tempo, das man braucht, um das Sonnensystem zu verlassen und zu anderen Welten weiterzufliegen: 16,6 km/Sekunde.
Die schwedische Autorin schildert nicht nur, wie Juri Gagarin dazu kam, der erste Mensch im All zu sein, sondern auch, wie der Pionier der Raumfahrt zum „Helden der Sowjetunion“ wurde. Sie beschreibt außerdem einige technische Aspekte aus der Sicht eines Kosmonauten: wie ein Raketenstart abläuft, wie eine Landung fehlschlägt oder wie das Training eines Raumfahrers aussieht. Zudem kommen auch die Sehnsüchte, Träume, Schrecken und Ängste des auserwählten und besessenen jungen Kosmonauten nicht zu kurz.
Die schwedische Autorin Lotta Lotass ist übrigens Mitglied in der 18-köpfigen Jury, die jährlich den Literatur-Nobelpreis vergibt. Dritte Fluggeschwindigkeit wurde 2005 nominiert für den August-Preis, den renommiertesten schwedischen Literaturpreis.
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© DUMONT Literatur und Kunst Verlag
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erschienen beim DuMont Verlag
Das 19. Jahrhundert ist jenes der großen Erfindungen. Michael Faraday ist einer der bekannten Wissenschaftler dieser Zeit. Das Leben des englischen Physiker und Chemiker, auf den unter anderem der Faradaysche Käfig und die Entdeckung der elektromagnetischen Induktion zurückgeht, stellt Ralf Bönt in seinem neuen Roman vor.
Darin beschreibt er, wie Faraday, Sohn eines einfachen Schmieds, schon in jungen Jahren Vorlesungen besucht, von der Wissenschaft träumt und den damit verbundenen Möglichkeiten, das menschliche Leben zu verbessern. Als Laborhelfer des Londoner Royal Institute erhält er alsbald die Chance seines Lebens: Er erforscht, wie aus Bewegung Strom und wie aus Strom Bewegung wird sowie in welcher Form Elektrizität und Magnetismus zusammenhängen. So bringt ihn ein Ausflug ans Meer auf die Idee, im Licht nach einer Wellenstruktur zu suchen.
Bönt, der selbst Physik studierte, sich dann aber der Literatur verschrieben hat, geht – ähnlich wie Daniel Kehlmann in der Vermessung der Welt – der Wissenschaft auf die Spur. Er beschreibt am Beispiel Faradays ausführlich, wieviel Tüftelarbeit den großen Erfindungen des 19. Jahrhunderts wie auch der Glühbirne und des elektrischen Stroms vorausgegangen war. Dabei findet der Autor Verbindungen von Faraday zu Wissenschaftsgrößen wie Humboldt, Gauß, die Protagonisten bei Kehlmann, Edison, Hertz und sogar Einstein.
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© Books on Demand GmbH
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erschienen bei Books on Demand GmbH, Norderstedt
Das Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire, kurz CERN, in Genf ist erstmals Ort des Geschehens eines Wissenschaftsthrillers, der den Teilchenbeschleuniger LHC in den Mittelpunkt seiner spannenden Geschichte stellt. Hier, in dem real existierenden europäischen Forschungszentrum, wird die Zusammensetzung der Materie erforscht, indem Teilchen in dem 27 Kilometer langen Tunnel auf beinahe Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und auf Kollisionskurs gebracht werden. Damit soll eine Situation kurz nach dem Urknall simuliert werden.
Dabei handelt es sich um ein ehrgeiziges und Nobelpreis würdiges Ziel, das in dem Roman, der in naher Zukunft (2015/2016) spielt, einen Wettstreit der Wissenschaftler auslöst. So hat das Team um den karrieresüchtigen Projektleiter Eric Stein unter Missachtung von Sicherheitsbestimmungen Unfassbares erreicht: Mit dem Teilchenbeschleuniger wurde ein Schwarzes Loch erzeugt. Eine Gefahr, vor der tatsächlich die reale Wissenschaft (u.a. Stephen Hawking) schon seit längerem warnt, ist im Buch "Sekunde null" also eingetreten.
Auch an anderen Stellen in dem durchgehend spannenden 155-Seiten-Thriller findet der Autor, der übrigens selbst Wissenschaftler ist, immer wieder einen Bezug zur Realität, so dass man beim Lesen durchaus ins Grübeln kommt...
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© Rowohlt, Reinbek
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erschienen beim rororo Verlag
Der junge Autor Daniel Kehlmann schaffte mit diesem Wissenschaftsroman im Alter von 30 Jahren seinen Durchbruch und den Sprung in die Bestsellerlisten. Auf humorvolle, unterhaltsame und durchaus geniale Weise beschreibt er die Wege zweier Genies, die als Protagonisten der Aufklärung gelten und die Vermessung der Welt auf ganz unterschiedliche Art angehen: Alexander von Humboldt, der Abenteurer, und Carl Friedrich Gauß, der Mathematiker.
Als Entdeckungsreisender ist von Humboldt kein Berg zu hoch und kein Erdloch zu eng oder dunkel. Seine Expeditionsfahrt – mit seinem Begleiter Bonpland und zahlreichen Messinstrumenten im Gepäck – führt ihn durch Urwald, Steppe, Ozeane, auf die Bergspitzen der Anden und durch die Strudel des Orinoko. Der Mathematiker Gauß hingegen steigt nicht nur in einen Heißluftballon und entdeckt dabei, dass parallele Linien sich einander berühren, sondern brütet im heimischen Göttingen auch etliche Formeln aus und beweist u.a., dass sich der Raum krümmt. Kehlmann erzählt im ständigen, kurzweiligen Wechsel weitere wichtige Episoden aus den Leben der beiden, die zunächst unabhängig voneinander verlaufen.
Schließlich treffen sich von Humboldt und Gauß zum Ende des Romans in Berlin. Und hier führt der Autor die Handlungsstränge der beiden Wissenschaftsgrößen zusammen ...
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© NASA
Mars-Rover
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Längst erkunden die Ingenieure der NASA den Mars mit dem Mars-Rover „Spirit“. Vor 86 Jahren schon muss der deutschsprachige Schriftsteller Norbert Jacques eine gewisse Vorahnung gehabt haben, als er seinen utopischen Roman Ingenieur Mars schrieb.
Dabei wandelt Jacques auf den Spuren von Jules Verne, wobei eine ähnliche Technikverliebtheit schon zu Beginn des Romans zum Ausdruck kommt. Er beschreibt, wie ein Ingenieur zur geplanten Atlanik-Überquerung mittels eines senkrecht startenden Flugzeuges aufbricht. Und zwischendurch taucht plötzlich der literarische Verbrecher Nummer eins der damaligen Zeit, Dr. Mabuse, in dem Roman auf.
Schließlich hatte Norbert Jacques, der Erfinder von Dr. Mabuse, erst drei Jahre zuvor den ersten Roman mit dem genialen Verbrecher mit den vielen Gesichtern fertig gestellt, der zugleich auch verfilmt wurde: Dr. Mabuse, der Spieler.
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Auf zwei Planeten, die neueste im Heyne-Verlag erschienene Auflage.
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erschienen beim E. Felber Verlag (1897)
„Auf zwei Planeten“, nämlich der Erde und dem Mars, spielt der erstmals 1897 erschienene Roman des Gymnasiallehrers Kurd Lasswitz (1848-1910) aus Gotha, der neben Hans Dominik (siehe dessen vorgestellten Roman „Die Macht der Drei“ weiter unten) als einer der Pioniere der Zukunftsliteratur gilt.
„Auf zwei Planeten“ ist einer der ersten Science-Fiction-Romane deutscher Sprache und erzählt vom Aufeinandertreffen zweier Spezies, den Menschen und den Marsbewohnern. Die „Marsianer“ haben sich am Nordpol der Erde eine künstliche Insel mit einer Raumstation errichtet. Der erste Kontakt zwischen ihnen und den Menschen entsteht dadurch, dass sie zwei verunglückte Nordpolfahrer retten. Auf Einladung der Marsregierung besucht einer der Forscher den bislang fremden Planeten und lernt dort eine hochstehende Kultur mit funktionierendem Staatswesen, aber eine karge Landschaft kennen.
Das Leben auf einem Planeten reicht der nach Macht strebenden Marsbevölkerung nicht und sie beschließt, die Erde für sich einzunehmen und deren Energiequellen nutzbar zu machen. Doch der Widerstand der Menschen wächst, und es kommt zu einem Konflikt zwischen den Planeten, der mit den modernsten Waffen ausgetragen wird…
Zu Lebzeiten von Laßwitz fand der Roman kaum Beachtung, erst nach dem 1. Weltkrieg stieg „Auf zwei Planeten“ in die Kategorie eines Bestseller-Romans auf und verkaufte sich bis 1932 über 70.000 Mal. Der in zwölf (!) Verlagen und zum Teil stark gekürzt erschienene Roman ist in der neuesten Auflage 1998 im Heyne-Verlag erschienen.
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erschienen beim A. Hartleben Verlag(1870)
In dem 1870 erstmals erschienen Science-Fiction-Roman beschreibt der französische Schriftsteller Jules Verne (u.a. In 80 Tagen um die Welt) ein einzigartiges unterseeisches Reiseabenteuer. Der Wissenschaftler und Meereskundler Professor Pierre Aronnax, der den Auftrag hat, die geheimnisvolle Welt der weiten Meere zu untersuchen, wird wie durch Zufall an Bord des unbekannten Unterseebootes Nautilus von Kapitän Nemo gespült. Dieser „Niemand“ (lat. für nemo) hat – aus unerklärten Gründen – der Menschheit auf Erden den Rücken gekehrt und sucht nun sein Heil in den Weiten der Meere. Professor Aronnax und seine zwei Gefährten nimmt Nemo als Gefangene auf, behandelt sie aber wie Gäste an Bord. Gemeinsam begeben sie sich auf ereignisreiche Entdeckungsreisen in einem sagenhaften Unterwasserparadies. Neben den Beschreibungen der vielfältigen Meereswelt geht Jules Verne auf die technischen Möglichkeiten des U-Bootes ein und nimmt damit einige spätere Entwicklungen der Unterwasser-Fahrzeuge vorweg.
Bei ihren Abenteuern kämpfen Professor Aronnax, Kapitän Nemo und die Mannschaft der Nautilus gegen Riesenkraken und einen Hai, entdecken unermessliche Schätze des Meeres wie das versunkene Inselreich Atlantis, enträtseln so manche Geheimnisse der Welt und finden den Südpol über den Meeresweg. Sie versuchen, alle Gefahren der Natur zu überstehen – was mit der Nautilus und dank der Technik auch gelingt. Die Mannschaft versorgt sich ausschließlich von den Schätzen des Meeres: Sie ernährt sich von Meerespflanzen und -tieren, Treibstoff für das U-Boot wird aus unterseeischen Kohleflözen gewonnen. Somit kann Kapitän Nemo mit der Nautilus auch ohne Wissen der Menschheit durch die Weltmeere treiben.
Der Roman des weltbekannten Jules Verne, der als Erfinder des Science-Fiction-Romans gilt, wurde mehrfach verfilmt: erstmals bereits im Jahr 1907 von Georges Méliès, später von Walt Disney mit James Mason und Kirk Douglas in den Hauptrollen (1954). In dieses Jahr fällt auch die Namensgebung des ersten Atom-U-Bootes der Welt – die USS Nautilus.
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erschienen beim Scherl-Verlag
1955: Das britische Empire droht zu zerfallen. England erklärt den USA den Krieg. Da sieht die Macht der Drei die Zeit gekommen einzugreifen. Dabei handelt es sich um drei Männer, einen Deutschen, einen Schweden und einen Inder, die einen teleenergetischen Strahler entwickelt haben, der ihnen ungeheure Macht verleiht. Damit können sie Brände entfachen, Explosionen auslösen und Kämpfe unterbinden. Denn die Drei haben nur ein Ziel, der Menschheit mit diesem Machtinstrument weitere kriegerische Auseinandersetzungen zu ersparen. Doch ein Amerikaner hat etwas dagegen…
Autor Hans Dominik bewies mit seinem ersten Roman schon eine ungeheure Weitsicht der technischen Entwicklung und griff das Problem der Atomkraft bereits 17 Jahre vor der ersten Kernspaltung (1939) auf. Hans Dominik (1872-1945) galt damals als der deutsche Jules Verne. Er studierte Maschinenbau und Elektrotechnik in Berlin und war ein kleiner Erfinder: Er entwickelte ein neues Kugellagersystem, war an der Konstruktion der Einschienenbahn beteiligt, erfand ferngesteuerte, kabellose Morseschreiber und eine Diktiermaschine, die er zum Verfassen seiner Romane nutzte.
Das vielfältige Wissen, das er sich auch seiner früheren Tätigkeit als Elektroingenieur bei Firmen wie AEG, Siemens oder Krupp angeeignet hatte, verstand er in Schriftform zu umzusetzen. Was er zu dieser Zeit in seinen mit technischem Visionen bestückten Abenteuerromanen beschrieb, ist heute größtenteils Wirklichkeit geworden. Die Science-Fiction-Romane des Autoren erlebten in den vergangenen Jahren mit Neufassungen eine Renaissance.
Dominik schrieb in den 20er und 30er Jahren weitere technisch-utopische Romane. Darunter „Atlantis“, bei dem - ähnlich wie bei „The Day After Tomorrow“ - eine atomare Sprengung des Panamakanals eine Klimaveränderung und eine neue Eiszeit auf der Nordhalbkugel auslöst, und „Der Brand der Cheopspyramide“ (1925), bei dem islamistische Fundamentalisten die westliche Welt mit Atomwaffen bekämpfen und bedrohen. Die Werke des Science-fiction-Autors wurden zu dessen 125. Geburtstag im Jahr 1997 vom Heyne-Verlag mit Originaltexten neu aufgelegt.
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erschienen im Suhrkamp-Verlag
Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch stellt zwei Weltansichten anschaulich gegenüber: zu Beginn des Romans betrachtet der Maschinenbauingenieur Walter Faber die Welt noch durch die technische Brille. Er, der für eine internationale Firma Turbinen in Staudämme einbaut, hat ein naturwissenschaftlich-rationales Denken. Er denkt in mathematischen Formeln und technischen Fakten. Er hält die Welt für berechenbar und vorhersehbar.
Im Laufe der vier Monate andauernden Ich-Erzählung in Form eines Berichts erkennt er immer stärker, dass dieser Blickwinkel nicht ausreicht für die komplette Erfassung der Wirklichkeit. Nach vielen Reisen und zwischenmenschlichen Verstrickungen muss er feststellen, dass eine technische Sicht die Welt nur unzulänglich erfasst.
Während einer Atlantiküberquerung per Schiff von den USA mit Wohnsitz New York nach Europa lernt der 50-jährige Faber die weitaus jüngere Elisabeth, etwa 20 Jahre alt und von ihm nur Sabeth genannt, kennen und lieben. Die Liebesbeziehung entwickelt sich in Paris fort und findet schließlich in Avignon ihren vorläufigen Höhepunkt, als der Ingenieur seinen Gefühlen während einer Mondfinsternis freien Lauf lässt und mit ihr schläft.
Eine fatale Tat. Denn erst später erfährt Faber, dass Sabeth seine eigene Tochter ist. Hanna, seine ehemals schwangere Geliebte, hatte entgegen der Absprache, das Kind abtreiben zu lassen, Elisabeth zur Welt gebracht und es vor Faber verheimlicht. Bis zum überraschenden Wiedersehen in Athen, als Faber die durch einen Unfall bewusstlose und dem Tod nahe Sabeth zu ihrer Mutter bringt.
Eine Begegnung, die Faber veranlasst, seine Weltanschauung grundlegend zu überdenken. Er kehrt noch einmal in die „neue Welt“ zurück, um dort seine Zelte abzubrechen. Er kündigt seinen Job als Ingenieur und seine Wohnung in New York. Mit dem Plan, Hanna nun doch zu heiraten, soll sein neuer Lebensmittelpunkt nun in Europa liegen. Doch auf der letzten großen Reise wird der trauernde Vater, dessen Magenleiden später als Magenkrebs diagnostiziert wird, letztlich zurück in Athen selbst mit dem Tod konfrontiert. Ende offen.
Der 1957 erschienene Roman von Max Frisch wurde 1991 von Volker Schlöndorff verfilmt. In den Hauptrollen sind Sam Shepard (Walter Faber), Julie Delpy (Sabeth) und Barbara Sukowa (Hanna) zu sehen.
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erschienen beim rororo Verlag
Genie und Wahnsinn. Der spannende Roman von Adam Famer hat es in jeder Beziehung in sich. Der begnadete Mathematiker David Caine lebt in der Welt der Zahlen. Er kann blitzschnell Wahrscheinlichkeiten im Kopf ausrechen – so präzise, dass man von ihm denkt, er könne die Zukunft voraussagen. Das einzige, was ihm die Karriere als Forscher vermasselt, ist seine Krankheit. David ist Epileptiker und verliert deshalb seinen Job. Seine Sucht nach Zahlen wird zur Sucht nach dem Spiel. Er schlägt sich die Nächte beim Poker um die Ohren und gilt in der Halbwelt als unfehlbares Genie – was er zweifellos auch ist, wenn er nicht gerade einen seiner Anfälle bekommt. In der Sekunde seines größten Triumphes am Spieltisch, auf der Hand ein todsicheres Blatt, passiert es. Ein Blackout, das ihm die Sinne vernebelt und nicht nur das Spiel verlieren lässt, sondern ihn auch ins Krankenhaus befördert. Zudem hat er nun einen Batzen Schulden bei Nikolaev, einem an sich ganz netten Mitglied der Russenmafia. Böse wird dieser nur dann, wenn man ihm Geld schuldet. Um seine als unheilbar geltende Krankheit zu lindern, nimmt David an medizinischen Experimenten teil. Hier wird man auf sein „hellseherisches“ Talent aufmerksam und dann geht alles Schlag auf Schlag. Killer unterschiedlichster „Arbeitgeber“ tauchen auf und irgendwann wirbelt der Roman in wilden Verfolgungsjagden, deren irrwitziger Ausgang nicht selten von der Intelligenz des Gejagten bestimmt wird. Erstaunlich vor allem, wie es Adam Famer schafft, den Brückenschlag zwischen spannendem Thriller und der Wissenschaft zu bilden. Vorlesungen über Quantenphysik werden bis ins kleinste Detail beschrieben, ohne in ihren Ausführungen zu langweilen. Ein bisschen Klischee darf freilich sein: So spielen die schöne aber einsame Agentin, der skrupellose Killer, der wahnsinnige Bruder oder der sanfte Doktorvater ihre Rollen brav und wie erwartet. Dies alles kann aber weder der Spannung noch dem intellektuellen Touch des Romans keinen Abbruch tun.
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erschienen beim Goldmann Verlag
Eigentlich geht es um die Suche nach einem riesigen Goldschatz, den die Japaner während des II. Weltkriegs mit Hilfe von Nazi-Deutschland angehäuft und irgendwo an einem geheimen Ort versteckt haben. Das ist aber nur der Rahmen einer spannenden Geschichte, die sich im Wesentlichen um Informationstechnologie, Mathematik und Kryptographie dreht. Der Autor Neal Stephenson, der unter Science-Fiction-Fans und Technologie-Freaks ohnehin Kultstatus genießt, erschafft mit Cryptonomicon eine rasante Parallelhandlung mit Schauplätzen auf der ganzen Welt und rast zwischen der Zeit des II. Weltkriegs und der Gegenwart hin und her. Im historischen Part versucht ein Sonderkommando der Alliierten, die geheimen Kommunikations-Codes der Achsenmächte zu knacken, ein halbes Jahrhundert später dagegen entdeckt eine Gruppe junger Amerikaner im Wrack eines U-Boots die Anzeichen einer riesigen Verschwörung und löst das Rätsel um den verborgenen Schatz. Entscheidend ist aber nicht die abenteuerliche Handlung, sondern die bis ins Detail recherchierte und in die Romanhandlung eingeflochtene Geschichte der Computertechnik, des Internets und der Kryptoanalyse. Eine fantastische Story mit vielen komplexen technischen Fragestellungen. „Jede Seite enthält eine Mathematikaufgabe, einen zitierbaren Insider-Witz, eine faszinierende Idee oder ein Stückchen beißender Prosa“, schwärmt die Rezensentin Therese Littleton. Nimmt man dann noch die Ansammlung an verrückten, seltsamen und genialen Typen, die irren Technologie- und Kryptofreaks, die präzise Darstellung der Computerhistorie und die kenntnisreiche Wortwahl im gegenwärtigen Computerjargon hinzu, dann hat man einen Roman, der IT, Science, History und Abenteuer auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet. Vorsicht! Das Taschenbuch hat 1180 Seiten, aber keine Sorge, die möchte man am liebsten in einer Nacht verschlingen ...
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erschienen beim Lübbe Verlag
Als Autor spannender Thriller und Science Fiction-Romane hat sich Andreas Eschbach längst einen Namen gemacht. Seine Stärke besteht vor allem darin, reale gesellschaftliche Probleme in spannenden Zukunftsszenarien auf die Spitze zu treiben. Welches Problemthema wäre dazu besser geeignet als die schwindenden Erdöl-Ressourcen und der immer größer werdende Energiehunger der Menschheit? Nur konsequent, diese Entwicklung in dem Roman „Ausgebrannt“ zu verarbeiten. Worum geht’s? Der junge Hauptdarsteller Markus Westermann ergattert einen Topjob in Amerika. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten träumt er von der eigenen großen Firma, aber die Seifenblase zerplatzt schnell. Ein Vorgesetzter mobbt ihn bis hin zur Kündigung und Markus steht vor dem Nichts. Durch Zufall lernt er den Österreicher Block kennen. Ein introvertierter schwieriger Tüftler, aber auf seine ureigene Art genial. Block hat eine neue Methode entwickelt, um Erdöl zu finden. Und zwar dort, wo niemand es vermutet. Markus entdeckt das Potential in dieser Erfindung und beide machen einen kometenhaften Aufstieg. Zwischenzeitlich kollabiert die Weltwirtschaft nahezu. Die Ölvorräte sind erschöpft, politische Unruhen und Machtkämpfe beherrschen den Globus. Die einzige Hoffnung zur Lösung der alles beherrschenden Energie-Problematik scheint die Suche nach einer Art Wissenschafts- und Technik-Gral zu sein. Ein fantastischer Zylinder, mit dem man aus Abfällen Treibstoff gewinnt. Lassen sich nur mit harten Fakten und solider Technik Milliarden verdienen oder auch mit Hirngespinsten? Markus kennt inzwischen die Mechanismen des Ölgeschäfts und wendet sich immer weiter ab von Wissenschaft und Energietechnologie hin zu krimineller Scharlatanerie und unmoralischer Profitmaximierung.
Der Roman ist eine gut gelungene Mischung aus echten Fakten zum Thema Erdöl und der Fiktion alternativer Energiegewinnungen. Im Hinterkopf bleibt der Gedanke, dass es für uns alle eine Zeit nach dem Erdöl geben wird.
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erschienen beim Lübbe Verlag
Ein jahrhundertealtes mathematisches Problem als Aufhänger für einen Roman? Manch einer wird bei dieser Kurz-Beschreibung skeptisch dreinschauen, aber umso erstaunter sein, wenn er in die spannende und fesselnde Handlung des Buches eingetaucht ist. Zudem ist die Geschichte eng mit wahren Ereignissen und historischen Personen verwoben und so gut geschrieben, dass man meint, eine autobiografische Erzählung vor sich zu haben. Hauptdarsteller ist ein fünfzehnjähriger griechischer Junge, den die Frage quält, warum sein Onkel Petros beim Rest der Familie als schwarzes Schaaf gilt und ein zurückgezogenes Dasein als Einsiedler fristet. Bei seinen Nachforschungen kommt heraus, dass Onkel Petros eine große Begabung einfach an den Nagel gehängt hat: Sein außergewöhnliches und beispielloses mathematisches Talent. Die langjährige Beschäftigung mit der Materie Zahl blieb ohne wissenschaftliche Ergebnisse. Das lag aber nicht an Onkel Petros, sondern an der verzwickten mathematischen Fragestellung, mit der er sich intensiv beschäftigte. Die Goldbachsche Vermutung, eines der ungelösten Rätsel der Mathematik, nach der jede gerade Zahl die Summe zweier Primzahlen ist. Durch die Begeisterung des jungen Neffen gelingt es, den brillianten Mathematiker Petros Papachristos nochmals zur Aufnahme seiner Forschungen zu bewegen. Daraus entspinnt sich eine Romanhandlung, die einem Thriller an Spannung in Nichts nachsteht – egal, ob die Leser Mathe-Freaks oder Mathe-Muffel sind. Es ist einfach faszinierend in diese spezielle intellektuelle Welt der Zahlen und Beweise einzutauchen und zu ahnen, mit welcher Besessenheit sich bedeutende Mathematiker einem rein theoretischen Problem widmen. Tragischerweise nimmt der geniale Onkel den Beweis der mathematischen Vermutung mit ins Grab. Noch in der Nacht, in der er den Durchbruch verkündet, stirbt er an einem Schlaganfall.
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erschienen beim dtv Verlag
Schon etwas älter, doch nicht minder spannend. Der Tatsachen-Thriller behandelt die Geschichte von Tsutomu Shimomura, einem der besten amerikanischen Computersicherheitsexperten. Dieser merkt plötzlich, dass etwas mit seinem Rechner nicht stimmt und vermutet einen Hackerangriff. Als auch noch Daten gestohlen und Mails gecrackt werden, wird der Verdacht zur bedrohlichen Gewissheit. Und nun beginnt eine spannende Jagd nach dem Computer-Schurken. Ein Katz und Maus-Spiel das für Shimomura beinahe schon zum Sport wird. Wenn man nicht wüsste, dass es sich hier um eine authentische Geschichte handelt, könnte man meinen, ein kreativer Thriller-Autor hätte hier seiner Phantasie freien Lauf gelassen. Dass der Roman zu einer Zeit entstand, in der das Internet noch lahmte und längst nicht jeder über eine eigene E-Mail-Adresse verfügte, macht das Werk nicht minder spannend. Das Prinzip des Computerverbrechens ist damals wie heute gleich: Es geht um den Einbruch in ein System, um Datenklau, Betriebsspionage und Sabotage. Zum Glück verschont Shimomura den Leser aber weitgehend mit Fachbegriffen und kryptischen Hacker-Floskeln. Interessant: Die Story sorgte weniger für die Popularität ihres Autors, vielmehr kurbelte sie die Karriere des Gejagten Kevin Mitnick erst so richtig an – allerdings diesmal auf dem Boden der Tugend. Dieser – so viel sei hier verraten - wanderte nämlich am Ende zwar in den Knast, doch empfingen ihn nach seiner Entlassung nicht nur lukrative Jobs in sicherheitsbedürftigen Unternehmen und staatlichen Organisationen, sondern auch Angebote als Buchautor.
DATA ZONE ist ein absolutes Muss für jeden, der Thriller liest und sich gern im WWW tummelt.
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erschienen beim dtv Verlag
Schon 1895 hat Wells den Roman fertiggestellt. Zeitreisen und Science Fiction-Genre waren im viktorianischen England eine höchst außergewöhnliche Idee. Obwohl die Technik der im Roman dargestellten Maschine eher schlicht und belustigend ist und die Sprache schon etwas altbacken, kann man sich doch sofort dafür begeistern, mit welcher Hingabe der namenlose Protagonist die Konstruktion und den Einsatz seiner „Höllenmaschine“ verfolgt. Aller Skepsis zum Trotz startet unser Ingenieur in Richtung Zukunft, wird ordentlich durchgeschüttelt und erreicht schließlich das Jahr 802.701. Jetzt nimmt auch die Geschichte noch mal richtig Fahrt auf. Obwohl der Zustand von Erde und Menschheit auf den ersten Blick aussieht wie im Paradies, verwandelt er sich später in einen Alptraum. Die Menschen haben sich in zwei Klassen gespalten – die mächtigen Morlocks und die unterjochten Eloi. Die einen leben unterirdisch, die anderen über der Erde. Erstere betreiben „unter Tage“ riesige Maschinen und ermöglichen damit das Leben der anderen. Obwohl die unterirdischen Morlocks wie eine Sklavengesellschaft erscheinen, wird schnell klar, dass sie die eigentlichen Herren sind. Mit äußerster Brutalität jagen und „fressen“ sie die friedlichen Eloi. Logisch, dass unser Zeitreisende so einem Unrecht nicht tatenlos zusehen kann und sich bei all der organisierten Gegenwehr auch noch in eine Eloi verliebt. Der Mann aus der Vergangenheit nimmt also Einfluss auf die Zukunft. Der Roman ist weit mehr als reine Unterhaltung. Er beinhaltet viel Gesellschafts- und Sozialkritik und ist darüber hinaus vielleicht der erste ernsthafte Science Fiction-Roman der Weltliteratur.
Auch wenn die Konstruktion von Zeitmaschinen nach heutigem Kenntnisstand als unmöglich gilt, so kann man nie wissen, was die Ingenieure und Erfinder von morgen entwickeln. H.G. Wells’ Roman ist jedenfalls eine gute Inspiration …
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erschienen im Insel Verlag
Der Roman ist ein Stück Weltliteratur. Es geht um die unglaubliche Geschichte des Kaufmanns und Seefahrers Robinson Crusoe, der nach einem Schiffbruch als einziger Überlebender auf einer einsamen Insel mitten im Südatlantik strandet. Er muss nicht nur vom ersten Augenblick an ums nackte Überleben kämpfen, sondern sich auch gegen Naturgewalten, Kannibalen und die Einsamkeit behaupten. Mit allerlei Ressourcen der Insel und aus dem Schiffswrack geretteten Utensilien, Material und Mobiliar entwickelt er Techniken und Werkzeuge, um sich durchs Leben zu schlagen. Diese Aufgaben löst er mit soviel Improvisationstalent und Einfallsreichtum, dass man ihm den Ehrentitel „einsamster Ingenieur der Weltliteratur“ zugestehen möchte. Er errichtet eine Hütte, baut Getreide an, jagt Wild, fischt, stellt Kleidung, Werkzeuge und Waffen her. Ohne viel findige Technik und die Fähigkeit aus der Not eine Tugend zu machen, wäre Robinson verloren. So gelingt es ihm, 28 abenteuerliche Jahre auf der Insel auszuharren. Solange dauert es nämlich, bis Crusoe von einem Schiff gerettet wird und in seine englische Heimat zurückkehren kann.
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erschienen im Heyne Verlag
Irgendwie hat Science Fiction ja auch immer mit Ingenieur- und Technikleistungen zu tun. Darum dürfen gute Bücher aus diesem Genre auch in der THINK ING. Top Ten nicht fehlen. Unbestreitbar ein Klassiker ist der Roman Foundation von Isaac Asimov. Die immerhin über 800 Seiten schwere Trilogie ist im Jahre 1951 zum ersten Mal erschienen und hat nichts an Spannung eingebüßt. Es geht nicht in erster Linie um Außerirdische, Gut gegen Böse und laserbewaffnete Helden, sondern um die Entwicklung der menschlichen Spezies über Jahrtausende hinweg. Ingenieurleistungen sowie die Macht der Wissenschaft und Technik spielen eine große Rolle. Aber natürlich gehören auch Raumschiffe mit Hyperraumantrieb und die ein oder andere Weltraumschlacht zur Handlung.
Das galaktische Imperium, das über alle Planeten und Trillionen von Menschen herrscht, steht kurz vor dem Zerfall. Die ersten Anzeichen dafür erkennt der Psychohistoriker Hari Seldon. Mit der Psychohistorik etabliert er eine neue Wissenschaftsgattung, die – ähnlich der heutigen Statistik, Meinungs- und Verhaltensforschung – mit mathematischen Formeln und soziologischen Methoden die Entwicklung der zukünftigen Menschheitsgeschichte prognostiziert. Statt 30.000 Jahre Barbarei und Krieg, die dem Niedergang des Imperiums folgen würden, versucht Seldon diese Phase auf 1000 Jahre zu verkürzen. Dazu gründet er zwei Foundations an den äußersten Rändern der Galaxis, die mit herausragenden Wissenschaftlern und Technikern besetzt werden. Von dort aus startet die Menschheit dann in ein neues Zeitalter und hofft auf ein zweites friedliches Imperium. Viele Krisen müssen bewältigt werden und immer wieder laufen die Foundations Gefahr ihr Ziel nicht erfüllen zu können.
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erschienen beim Verlag dtv
Obwohl Titel und Handlung suggerieren, es handele sich um einen reinen Meeresbiologie-Roman, so serviert Schätzing einen wild schäumenden Abenteuer-Cocktail mit viel naturwissenschaftlichem Wissen, Erklärungen moderner Technik und Theorien zur Intelligenz. Dazu leistet er sich immer mal wieder solide recherchierte Exkurse über Trans-Atlantik-Datenkabel, Computer-Systeme, die Ölgewinnung und das unerforschte Ökosystem der Tiefsee. All das verpackt in einen Katastrophen-Roman, in dem die Welt haarscharf dem Untergang entrinnt.
Mit dem Verschwinden peruanischer Fischer fängt es harmlos an, dann folgt Verwunderliches und Bedrohliches. Das Verhalten von Fischen, Walen und Quallen bis hin zur Entdeckung der unheimlichen Bedrohung durch eine unbekannte Wurmspezies in der Tiefsee. Jene mutierten Würmer zerstören die Methanvorräte im Meer genau an den sensiblen kontinentalen Schelfgebieten. Eine Instabilität unvorstellbaren Ausmaßes ist die Folge. Das Wegbrechen bedeutet riesige Flutwellen und eine nie dagewesene Katastrophe. Was steckt hinter diesem scheinbaren Feldzug der Natur gegen den Menschen? Ein internationales Forscher- und Wissenschaftler-Team aus allen Fachbereichen nimmt den Kampf auf. Die Analysen und Ergebnisse sind beängstigend. In der Tiefsee scheint es eine geheimnisvolle Intelligenz zu geben, von deren Existenz der Mensch seit Jahrtausenden nichts geahnt hat. Diese winzigen Einzelwesen und Zellverbände beherrschen eine spezielle Art des vernetzten Denkens, das an zusammengeschaltete Supercomputer erinnert und der menschlichen Gesellschaft weit überlegen ist. Wer sich für eine Mischung aus Abenteuer, Meeresbiologie, Tektonik, moderne Technik und Intelligenzforschung interessiert, der wird die 1000 Seiten des Buches so mühelos verschlingen wie ein Haifisch eine Ölsardine.
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erschienen beim rororo Verlag
Der Hauptdarsteller im Roman des britischen Krimiautors ist ein Supercomputer mit dem Namen Abraham. Der benötigt für sein Rechenwerk nicht nur den Platz einer gesamten Hochhausetage, sondern kann seine Algorithmen selbstständig umschreiben und an jede Situation anpassen. Computer-Intelligenz, die der Stararchitekt Ray Richardson für die chinesische Firma Yu Inc. benutzt, um das erste intelligente Bürogebäude der Welt zu konstruieren. Ein Hologramm als Empfangsdame, papierlose Kommunikation in allen Varianten, Raum-Cleaning per Roboter oder ein selbststeuernder Fahrstuhl – Super-PC Abraham hat alles im Griff und zieht die elektronischen Fäden. Entgegen aller Technik- und Innovationsbegeisterung ist die Fengshui-Expertin Jenny Bao die einzige, die dem Gebäude Unglück und Katastrophen prophezeit. Die lassen nicht lange auf sich warten. Kurz vor der Übergabe des Gebäudes geschieht der erste mysteriöse Todesfall: Ein Computerspezialist wird tot an seinem Bildschirm aufgefunden. Keine Anzeichen für Mord, angeblich ein epileptischer Anfall. Weitere geheimnisvolle Zwischenfälle folgen und enden tödlich. Auch die ermittelnden Polizeibeamten sowie der Architekt und die Fengshui-Dame werden bei ihren Nachforschungen fast zum Opfer.
Ein spannender Computer-Thriller, der die Technikgläubigkeit durch einen nie vermuteten Super-Gau entzaubert. Ist die vom Mensch geschaffene Technik wirklich immer beherrschbar oder ist es denkbar, dass Systeme nicht nur außer Kontrolle geraten, sondern sich sogar verselbstständigen?
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