MINT
Technikmuseen
Deutsches Museum, München
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Deutsches Museum, München
Irgendwie ist es die Mutter aller Museen, die Referenzklasse sozusagen. Allein die monumentale Architektur und die exponierte Lage auf einer Insel mitten in der Isar beeindrucken. Tempelartig und vergeistigt mutet das riesige Gebäude an, in dem so viel Technik, Wissenschaft und Handwerkskunst präsentiert wird wie in keinem anderen Museum Deutschlands. Seit über 100 Jahren sammelt das Deutsche Museum wertvolle Exponate und dokumentiert Erkenntnisse und Experimente aus Mathematik, Astronomie, Physik, Chemie, Biologie und vielen anderen Naturwissenschaften. Die komplette Sammlung umfasst über 100.000 Originalexponate, „nur“ ein Viertel davon wird im Museum zur Schau gestellt. Eine Anzahl von Werten, durch die man weltweit in die Liga der bedeutendsten naturwissenschaftlich-technischen Museen aufrückt. Zeitliche und thematische Schranken gibt es nicht. Von der Steinzeit bis zur Gegenwart, von der Altamira-Höhle über den ersten Dieselmotor bis zum vergrößerten Nachbau einer menschlichen Zelle.
Es gibt Abteilungen, die sich den Bereichen Werkstoff und Produktion widmen und von der Glaserzeugung der menschlichen Frühzeit bis zur industriellen Nutzung von Erdöl und Erdgas reichen. Andere wiederum zeigen die Agrartechnik vom ersten systematischen Ackerbau im Niltal bis zur modernen Bodenbearbeitung mit dem Traktor. Es gibt einen Themenbereich Energie, von der Muskelkraftmaschine bis hin zur Kernkraft, einen Bereich zu Kommunikation und Verkehr und sogar einen mit Musikinstrumenten. Vermessungstechnik, Kartographie, die Seefahrt oder ein Sonnenuhrengarten - das Museum ist eine lebendige Enzyklopädie dessen, was uns und unsere Zivilisation auf dem Planeten Erde ausmacht: Technik, Wissenschaft und Kultur.
Die Bandbreite ist einfach der Wahnsinn. Selbst im Ausstellungskonzept kann man der Entwicklung im Bereich Museumsdidaktik nachspüren. Was früher liebevoll in Schaukästen und Vitrinen arrangiert wurde, ist heute bereichert um High-Tech, Multimedia, Kindermuseum und viele Mitmach-Angebote.
Die riesige Oldtimer-Sammlung, ein Teil der Flugzeugtechnik und die Abteilung Eisenbahn sind seit 2002 in neuen Häusern untergebracht – irgendwann platzen eben selbst die Räumlichkeiten auf der Museumsinsel aus allen Nähten. Flugzeugmodelle stehen aber immer noch im Herzen des Museums, im größten und zwei Stockwerke hohen Hauptraum. Dort sieht man dann einen Querschnitt durch ein Jumbojet oder dessen unfassbar große Originalräder. Themenwelten ohne Grenzen. Ob man sich mit Modellen, Nachbauten oder Selbstbau-Angeboten im Bereich Brückenbau beschäftigt oder die etwa 750 Musikinstrumente der insgesamt über 1800 Klangwerkzeuge umfassenden Sammlung betrachtet – bei mehr als 55.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche stehen auch die engagiertesten Museums-Freaks irgendwann vor der Reizüberflutung. Die Angebote aller 45 Museums-Abteilungen kann man einfach mit einem Besuch nicht komplett wahrnehmen. Es ist sicherlich sinnvoll per Internet oder per Museumsführer vorzuplanen und eine Auswahl zu treffen. Sonst wühlt man sich – wie die meisten Besucher – vom Kellergeschoss beginnend durch die Ausstellung und stellt dann fest, dass der Schluss-Gong hier schon viel zu früh ertönt: um 17 Uhr. Aber München hat ja auch Spätnachmittags und am Abend Einiges zu bieten und das Deutsche Museum ist ohnehin eine mehrtägige Reise wert …
Adresse:
Deutsches Museum
Museumsinsel 1, 80538 München
Irgendwie ist es die Mutter aller Museen, die Referenzklasse sozusagen. Allein die monumentale Architektur und die exponierte Lage auf einer Insel mitten in der Isar beeindrucken. Tempelartig und vergeistigt mutet das riesige Gebäude an, in dem so viel Technik, Wissenschaft und Handwerkskunst präsentiert wird wie in keinem anderen Museum Deutschlands. Seit über 100 Jahren sammelt das Deutsche Museum wertvolle Exponate und dokumentiert Erkenntnisse und Experimente aus Mathematik, Astronomie, Physik, Chemie, Biologie und vielen anderen Naturwissenschaften. Die komplette Sammlung umfasst über 100.000 Originalexponate, „nur“ ein Viertel davon wird im Museum zur Schau gestellt. Eine Anzahl von Werten, durch die man weltweit in die Liga der bedeutendsten naturwissenschaftlich-technischen Museen aufrückt. Zeitliche und thematische Schranken gibt es nicht. Von der Steinzeit bis zur Gegenwart, von der Altamira-Höhle über den ersten Dieselmotor bis zum vergrößerten Nachbau einer menschlichen Zelle.
Es gibt Abteilungen, die sich den Bereichen Werkstoff und Produktion widmen und von der Glaserzeugung der menschlichen Frühzeit bis zur industriellen Nutzung von Erdöl und Erdgas reichen. Andere wiederum zeigen die Agrartechnik vom ersten systematischen Ackerbau im Niltal bis zur modernen Bodenbearbeitung mit dem Traktor. Es gibt einen Themenbereich Energie, von der Muskelkraftmaschine bis hin zur Kernkraft, einen Bereich zu Kommunikation und Verkehr und sogar einen mit Musikinstrumenten. Vermessungstechnik, Kartographie, die Seefahrt oder ein Sonnenuhrengarten - das Museum ist eine lebendige Enzyklopädie dessen, was uns und unsere Zivilisation auf dem Planeten Erde ausmacht: Technik, Wissenschaft und Kultur.
Die Bandbreite ist einfach der Wahnsinn. Selbst im Ausstellungskonzept kann man der Entwicklung im Bereich Museumsdidaktik nachspüren. Was früher liebevoll in Schaukästen und Vitrinen arrangiert wurde, ist heute bereichert um High-Tech, Multimedia, Kindermuseum und viele Mitmach-Angebote.
Die riesige Oldtimer-Sammlung, ein Teil der Flugzeugtechnik und die Abteilung Eisenbahn sind seit 2002 in neuen Häusern untergebracht – irgendwann platzen eben selbst die Räumlichkeiten auf der Museumsinsel aus allen Nähten. Flugzeugmodelle stehen aber immer noch im Herzen des Museums, im größten und zwei Stockwerke hohen Hauptraum. Dort sieht man dann einen Querschnitt durch ein Jumbojet oder dessen unfassbar große Originalräder. Themenwelten ohne Grenzen. Ob man sich mit Modellen, Nachbauten oder Selbstbau-Angeboten im Bereich Brückenbau beschäftigt oder die etwa 750 Musikinstrumente der insgesamt über 1800 Klangwerkzeuge umfassenden Sammlung betrachtet – bei mehr als 55.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche stehen auch die engagiertesten Museums-Freaks irgendwann vor der Reizüberflutung. Die Angebote aller 45 Museums-Abteilungen kann man einfach mit einem Besuch nicht komplett wahrnehmen. Es ist sicherlich sinnvoll per Internet oder per Museumsführer vorzuplanen und eine Auswahl zu treffen. Sonst wühlt man sich – wie die meisten Besucher – vom Kellergeschoss beginnend durch die Ausstellung und stellt dann fest, dass der Schluss-Gong hier schon viel zu früh ertönt: um 17 Uhr. Aber München hat ja auch Spätnachmittags und am Abend Einiges zu bieten und das Deutsche Museum ist ohnehin eine mehrtägige Reise wert …
Adresse:
Deutsches Museum
Museumsinsel 1, 80538 München
