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Technikmuseen

Arithmeum, Bonn

Das Arithmeum in Bonn - „Rechnen einst und heute“
„Rechnen einst und heute“ lautet der Slogan unter dem Arithmeum-Logo. Doch wie will man eine rein geistige Disziplin wie die Mathematik anschaulich und erlebbar machen? Keine Frage, das Arithmeum schafft das und vermittelt ein Gesamterlebnis aus Lernen, Erfahren und Verstehen plus vielen wissenschaftlichen Highlights aus moderner und traditioneller Technik.

Die Grundrechenarten nach Gutenberg und Poleni
Zudem kommt man in dem modernen Glas/Stahl-Gebäude in den Genuss eines sehr gelungenen Ausstellungsdesigns. Traditionelles mechanisches Rechnen mithilfe skurriler Räderwerke, historische Rechenbücher aus Gutenbergs Zeitalter oder Giovanni Polenis „rechnende Turmuhr“, die schon Anfang des 18. Jahrhunderts die vier Grundrechenarten beherrschte. Im Gegensatz dazu stehen moderne, hochintegrierte Chips und die Visionen der Halbleitertechnik. Bizarres steht hier neben Hochtechnischem, gerade diese Mixtur macht den besonderen Reiz der Ausstellung aus. Überhaupt gibt es viel zu Beschauen und Bestaunen. Mal blickt man mit einem Polarisationsmikroskop in das Herz eines Mikrochips und ist fasziniert von dessen Schönheit, mal lernt man, wie mithilfe von Mathematik komplexe Mikroprozessoren optimiert werden. Spätestens die Präsentation der Tatsache, dass unter einer Bleistiftspitze zehn Millionen Transistoren Platz finden, übersteigt dann die Vorstellungskraft des Besuchers. Um Chips und integrierte Schaltungen, Mikroprozessoren und Halbleiter dreht sich viel in der modernen Mathe-Abteilung des Museums.

Mathe mal anders
Das liegt nicht zuletzt am Gründer des Museums, Professor Korte, Direktor des Forschungsinstituts für diskrete Mathematik. Dieses residiert im gleichen Gebäude und entwickelt tagtäglich Anwendungen und Technik für großindustrielle Unternehmen wie IBM oder SAP. Professor Korte hat sich dabei auf die Fahnen geschrieben, die Mathematik aus dem einsamen Elfenbeinturm herauszuholen. Seinem Engagement ist es letztlich zu verdanken, dass das Arithmeum die Pforten öffnen konnte. Nicht zuletzt deshalb hat er die mit mehr als 1500 Exponaten weltweit größte Rechenmaschinen-Sammlung zusammengetragen. Die kann man übrigens ab der obersten Etage bewundern. Dort startet eine echte Zeitreise durch die Mathematik. Von der Tontafel über den Abakus bis hin zu mannshohen Rechenmaschinen. Ausprobieren ist ausdrücklich erlaubt und macht die Theoriedisziplin Mathematik endlich mal anfassbar und greifbar.

Adresse:
Arithmeum
Lennéstraße 2, 53113 Bonn

08.02.2012 | 10:43:13

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