MINT
Technikmuseen
Heinz Nixdorf Museumsforum, Paderborn
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Äußerst selbstbewusst präsentiert die Startseite der Museums-Website den Slogan „Mehr als das größte Computermuseum der Welt…“. Aus gutem Grund. Geboten wird nicht nur eine Zeitreise durch 5000 Jahre Informationstechnik, sondern auch eine Unzahl an Exponaten von antiken Rechenmaschinen und historischer Kommunikationstechnik bis hin zu Telefonen und modernen Computer-Superhirnen. Gründer ist der im Jahre 1986 verstorbene Heinz Nixdorf, der mehr als 1000 Objekte seiner eigenen Sammlung zur Verfügung stellte. Er war beseelt von dem Gedanken, den Menschen die Computer-Entwicklungsgeschichte näherzubringen und den Computer als Werkzeug einer besseren Zukunft darzustellen.
So spannt das in der ehemaligen Nixdorf-Firmenzentrale untergebrachte Museum auch einen weiten Bogen – von der Keilschrift bis zum Computer.
Computerzeitallter versus Kommunikationsgeschichte
Man betritt den Pfad der Kommunikation in der ersten Ausstellungsetage und lernt die ersten systematischen Schrift- und Ziffernsysteme der Menschheit aus Mesopotamien, Ägypten und China kennen. Von der Antike und späteren manuellen Rechenmaschinen landet man dann beim nächsten großen Meilenstein der Kommunikationsgeschichte: der „Mechanisierung der Informationstechnik“ gegen Ende des 19. Jahrhunderts.Industrialisierung, Bevölkerungswachstum und der massiv ansteigende Handel ließen den Schriftverkehr und die Verwaltungsvorgänge in Fabriken und Büros anschwellen. Die neuentwickelten mechanischen Helfer übernahmen das Kopfrechnen und Schreiben, elektromechanische Telegrafen und Telefone machten schnelle Kommunikation möglich. Das Museum zeigt eindrucksvoll, welche Veränderungen die ersten Büromaschinen bewirkten. Und die Geburtsstunde des ersten Computers war nicht weit entfernt. Beginnend 1936 mit Konrad Zuse und seinem Lochstreifen-Rechenautomaten Z1, über den bei IBM gebauten Relaisrechner Mark I, den Röhrenrechner ENIAC oder die speicherprogrammierte „von-Neumann-Architektur“. Der Computer hatte viele Väter.
Die parallele Entwicklung der Computertechnologie wird im Museum ausführlich vorgestellt. Viele Exponate sind in Vitrinen in Szene gesetzt, aber immer wieder hat der Besucher auch Gelegenheit zum Testen und Ausprobieren. Im zweiten Stockwerk des Museums wird’s dann richtig spannend und die letzten 50 Jahre der Computerentwicklung machen bewusst, wie rasant der Fortschritt wirklich war. Vom riesigen Firmenrechner bis hin zum PC. Die immer schnellere Abfolge der Innovationen gliedert die Ausstellung nun in die 50er/60er, die 70er, die 80er und die 90er-Jahre. Ein Ausblick gilt der Digitaltechnik und den Entwicklungen der Zukunft.
Und anfassen ist erlaubt
Mitmach- und Probierstationen machen Technik auch hier erlebbar. Ob man auf dem Atari noch mal urzeitlichen Videospielen fröhnt, mit moderner Bildbearbeitungssoftware sein digitales Konterfei bearbeitet oder einen PC per Tastatur zum Sprechen bringt – Technik ist zugleich Anwendung und die erfordert oftmals einen gewissen Spieltrieb. Wer soweit fortgeschritten ist auf dem Weg der Computer-Selbsterkenntnis, sollte nicht versäumen, die Installationen älterer und moderner Arbeitsplätze zu betrachten und zu testen. Die Arbeitswelten haben sich eben extrem verändert.
Dies und vieles mehr ist immer wieder Thema in verschiedenen Sonderausstellungen. Mal ist es die Computer-Medizin mit Operations-Simulation im OP-Saal der Zukunft und der dreidimensionalen CT-Aufnahmentechnik. Mal das Thema Software und Informatik oder auch der Nachbau einer Lochkartenmaschine aus dem 19. Jahrhundert, die für Volkszählungen in den USA entwickelt wurde. Im Nixdorf Museumsforum gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Man muss nur aufpassen, dass man es nicht verpasst, denn die Informations- und Kommunikationstechnik ist ja bekanntlich extrem schnelllebig.
Adresse:
Heinz Nixdorf Museumsforum
Fürstenallee 7, 33102 Paderborn
So spannt das in der ehemaligen Nixdorf-Firmenzentrale untergebrachte Museum auch einen weiten Bogen – von der Keilschrift bis zum Computer.
Computerzeitallter versus Kommunikationsgeschichte
Man betritt den Pfad der Kommunikation in der ersten Ausstellungsetage und lernt die ersten systematischen Schrift- und Ziffernsysteme der Menschheit aus Mesopotamien, Ägypten und China kennen. Von der Antike und späteren manuellen Rechenmaschinen landet man dann beim nächsten großen Meilenstein der Kommunikationsgeschichte: der „Mechanisierung der Informationstechnik“ gegen Ende des 19. Jahrhunderts.Industrialisierung, Bevölkerungswachstum und der massiv ansteigende Handel ließen den Schriftverkehr und die Verwaltungsvorgänge in Fabriken und Büros anschwellen. Die neuentwickelten mechanischen Helfer übernahmen das Kopfrechnen und Schreiben, elektromechanische Telegrafen und Telefone machten schnelle Kommunikation möglich. Das Museum zeigt eindrucksvoll, welche Veränderungen die ersten Büromaschinen bewirkten. Und die Geburtsstunde des ersten Computers war nicht weit entfernt. Beginnend 1936 mit Konrad Zuse und seinem Lochstreifen-Rechenautomaten Z1, über den bei IBM gebauten Relaisrechner Mark I, den Röhrenrechner ENIAC oder die speicherprogrammierte „von-Neumann-Architektur“. Der Computer hatte viele Väter.
Die parallele Entwicklung der Computertechnologie wird im Museum ausführlich vorgestellt. Viele Exponate sind in Vitrinen in Szene gesetzt, aber immer wieder hat der Besucher auch Gelegenheit zum Testen und Ausprobieren. Im zweiten Stockwerk des Museums wird’s dann richtig spannend und die letzten 50 Jahre der Computerentwicklung machen bewusst, wie rasant der Fortschritt wirklich war. Vom riesigen Firmenrechner bis hin zum PC. Die immer schnellere Abfolge der Innovationen gliedert die Ausstellung nun in die 50er/60er, die 70er, die 80er und die 90er-Jahre. Ein Ausblick gilt der Digitaltechnik und den Entwicklungen der Zukunft.
Und anfassen ist erlaubt
Mitmach- und Probierstationen machen Technik auch hier erlebbar. Ob man auf dem Atari noch mal urzeitlichen Videospielen fröhnt, mit moderner Bildbearbeitungssoftware sein digitales Konterfei bearbeitet oder einen PC per Tastatur zum Sprechen bringt – Technik ist zugleich Anwendung und die erfordert oftmals einen gewissen Spieltrieb. Wer soweit fortgeschritten ist auf dem Weg der Computer-Selbsterkenntnis, sollte nicht versäumen, die Installationen älterer und moderner Arbeitsplätze zu betrachten und zu testen. Die Arbeitswelten haben sich eben extrem verändert.
Dies und vieles mehr ist immer wieder Thema in verschiedenen Sonderausstellungen. Mal ist es die Computer-Medizin mit Operations-Simulation im OP-Saal der Zukunft und der dreidimensionalen CT-Aufnahmentechnik. Mal das Thema Software und Informatik oder auch der Nachbau einer Lochkartenmaschine aus dem 19. Jahrhundert, die für Volkszählungen in den USA entwickelt wurde. Im Nixdorf Museumsforum gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Man muss nur aufpassen, dass man es nicht verpasst, denn die Informations- und Kommunikationstechnik ist ja bekanntlich extrem schnelllebig.
Adresse:
Heinz Nixdorf Museumsforum
Fürstenallee 7, 33102 Paderborn

