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Technikmuseen
Deutsches Chemiemuseum, Merseburg
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Deutsches Chemiemuseum, Merseburg
Von Plaste und Elaste hat wohl jeder schon mal gehört. Es war der weit verbreitete Slogan der Chemischen Werke Buna in Schkopau. Mit vielen anderen Chemieprodukten ist der Standort Leuna verbunden. Die Stadt Merseburg, in deren Mauern sich die Technische Hochschule befand, ist das Kommunale Zentrum der ehemaligen Chemiekombinate, die ca. 50.000 Menschen Arbeit gaben.
Ab den 1990er Jahren haben sich auf den Standorten namhafte Unternehmen wie Dow Chemical, BASF, Linde, Total, Domo etc. mit modernen Anlagen angesiedelt. Eine Unzahl von Altanlagen blieb nach der Stilllegung übrig. Viel zu schade, um einfach so verschrottet zu werden, schließlich hatten sie die Technikgeschichte des 20. Jahrhunderts geschrieben.
Daher gründeten in den 90er Jahren Chemiker und Ingenieure einen Verein, mit dem Ziel, das Deutsche Chemie-Museum zu errichten. 1993 begann der Aufbau und bis heute befindet sich das Museum in ständiger Weiterentwicklung. Der Anspruch der Gründer bestand aber nicht nur darin, Altanlagen zu restaurieren und zu präsentieren. Neben dem großen Technikpark mit all seinen Maschinen entstand noch ein angeschlossenes Science-Center, in dem Jugendliche und Schüler sowohl die Technik bestaunen, als auch in einem Experimental-Labor alles selbst ausprobieren können. Dabei hilft die 1992 gegründete Hochschule Merseburg (FH), die in ihren Räumlichkeiten die Schülerprojekte aus den Programmbereichen „Chemie zum Anfassen“ oder „Technik begreifen“ realisiert. Bisher haben 45.000 Schülerinnen und Schüler davon Gebrauch gemacht. Länderübergreifende Begabtenförderungsprogramme ab der 5. Klassenstufe ergänzen das Programm.
Der große Technikpark mit allen seinen Maschinen von der Ammoniak-Synthese-Kammer über die Kautschukbandmaschine bis hin zur Chlorkalielektrolysezelle ist etwas für Chemiker, Ingenieure, Chemiestudenten und Experten, aber auch ein Lernort für die junge Generation. Die Ausstellung gibt einen guten Einblick in die Verbundenheit der Region mit der Chemie und die einstige und zukünftige Bedeutung dieses Industriezweigs für die Gesellschaft des 20. und 21. Jahrhunderts.
Die Arbeits- und Experimentier-Einheiten in den Museums-Labors der FH richten sich mit Programmen an alle Jugendlichen. Vom Grundschüler bis zur gymnasialen Oberstufe kann man in Kursen und Praktika spannenden Fragen wie „Die Gewinnung von Duftstoffen“, „Kosmetika – von der Olive zur Creme“ oder „Die Natur als Energiequelle der Zukunft“ nachgehen. Über diese kooperativen Programme gibt es ausführliche Informationen auf einer speziellen Website: www.chemie-zum-anfassen.de.
Alles in allem ein guter Ansatz, um auch mal ein wenig Werbung für die Chemie zu machen, die sich ja als Wissenschaft und Industriezweig keiner besonders großen Beliebtheit erfreut. So plädiert das Deutsche Chemie-Museum natürlich auch für eine nachhaltige und umweltverträgliche Chemie und will eine Imageverbesserung des Fachs bei der Jugend erzeugen. Obwohl die Menschen von den Produkten der chemischen Industrie profitieren, betrachten sie diese ja oft mit Skepsis. Ohne Kunststoffe, Arzneimittel, Textilien, Kosmetika oder Waschmittel wäre das moderne Leben aber kaum noch denkbar. Da ist es gut zu wissen wie Chemie funktioniert. Den Anfang dazu kann man im Deutschen Chemie-Museum machen.
Adresse:
Deutsches Chemiemuseum
Geusaer Straße, 06217 Merseburg
Von Plaste und Elaste hat wohl jeder schon mal gehört. Es war der weit verbreitete Slogan der Chemischen Werke Buna in Schkopau. Mit vielen anderen Chemieprodukten ist der Standort Leuna verbunden. Die Stadt Merseburg, in deren Mauern sich die Technische Hochschule befand, ist das Kommunale Zentrum der ehemaligen Chemiekombinate, die ca. 50.000 Menschen Arbeit gaben.
Ab den 1990er Jahren haben sich auf den Standorten namhafte Unternehmen wie Dow Chemical, BASF, Linde, Total, Domo etc. mit modernen Anlagen angesiedelt. Eine Unzahl von Altanlagen blieb nach der Stilllegung übrig. Viel zu schade, um einfach so verschrottet zu werden, schließlich hatten sie die Technikgeschichte des 20. Jahrhunderts geschrieben.
Daher gründeten in den 90er Jahren Chemiker und Ingenieure einen Verein, mit dem Ziel, das Deutsche Chemie-Museum zu errichten. 1993 begann der Aufbau und bis heute befindet sich das Museum in ständiger Weiterentwicklung. Der Anspruch der Gründer bestand aber nicht nur darin, Altanlagen zu restaurieren und zu präsentieren. Neben dem großen Technikpark mit all seinen Maschinen entstand noch ein angeschlossenes Science-Center, in dem Jugendliche und Schüler sowohl die Technik bestaunen, als auch in einem Experimental-Labor alles selbst ausprobieren können. Dabei hilft die 1992 gegründete Hochschule Merseburg (FH), die in ihren Räumlichkeiten die Schülerprojekte aus den Programmbereichen „Chemie zum Anfassen“ oder „Technik begreifen“ realisiert. Bisher haben 45.000 Schülerinnen und Schüler davon Gebrauch gemacht. Länderübergreifende Begabtenförderungsprogramme ab der 5. Klassenstufe ergänzen das Programm.
Der große Technikpark mit allen seinen Maschinen von der Ammoniak-Synthese-Kammer über die Kautschukbandmaschine bis hin zur Chlorkalielektrolysezelle ist etwas für Chemiker, Ingenieure, Chemiestudenten und Experten, aber auch ein Lernort für die junge Generation. Die Ausstellung gibt einen guten Einblick in die Verbundenheit der Region mit der Chemie und die einstige und zukünftige Bedeutung dieses Industriezweigs für die Gesellschaft des 20. und 21. Jahrhunderts.
Die Arbeits- und Experimentier-Einheiten in den Museums-Labors der FH richten sich mit Programmen an alle Jugendlichen. Vom Grundschüler bis zur gymnasialen Oberstufe kann man in Kursen und Praktika spannenden Fragen wie „Die Gewinnung von Duftstoffen“, „Kosmetika – von der Olive zur Creme“ oder „Die Natur als Energiequelle der Zukunft“ nachgehen. Über diese kooperativen Programme gibt es ausführliche Informationen auf einer speziellen Website: www.chemie-zum-anfassen.de.
Alles in allem ein guter Ansatz, um auch mal ein wenig Werbung für die Chemie zu machen, die sich ja als Wissenschaft und Industriezweig keiner besonders großen Beliebtheit erfreut. So plädiert das Deutsche Chemie-Museum natürlich auch für eine nachhaltige und umweltverträgliche Chemie und will eine Imageverbesserung des Fachs bei der Jugend erzeugen. Obwohl die Menschen von den Produkten der chemischen Industrie profitieren, betrachten sie diese ja oft mit Skepsis. Ohne Kunststoffe, Arzneimittel, Textilien, Kosmetika oder Waschmittel wäre das moderne Leben aber kaum noch denkbar. Da ist es gut zu wissen wie Chemie funktioniert. Den Anfang dazu kann man im Deutschen Chemie-Museum machen.
Adresse:
Deutsches Chemiemuseum
Geusaer Straße, 06217 Merseburg

