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Technikmuseen
Sächsisches Industriemuseum Chemnitz, Chemnitz
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Sächsisches Industriemuseum Chemnitz, Chemnitz
Die roten Ziegelfassaden mit ihren hohen Rundbögen und die großen Ausstellungshallen des Sächsischen Industriemuseums stehen heute unter Denkmalschutz. Einst waren sie die Heimat von Gießerei- und Maschinenbaubetrieben. Überhaupt erinnert das Gründerzeit-Flair der Hallen sehr an die Tradition und ehemalige Erfolgsgeschichte der sächsischen Manufakturen im 19. und 20. Jahrhundert. Erzbergbau, Werkzeug- und Maschinenbau, Fahrzeugtechnik und nicht zuletzt die für die Region einstmals so wichtige Textilbranche sind daher wichtige Themenfelder des Museums. Umso erstaunlicher, dass man sich nicht nur auf Maschinen und technische Exponate konzentriert, sondern auch die Geschichten der Menschen, Arbeiter und Unternehmer beleuchtet, die hinter Industrie- und Produktionswelt stecken. Betritt man die große Maschinenhalle, in der von 1907 bis 1982 noch eifrig malocht wurde, so erblickt man zuerst große Portraitfotos in mehreren Metern Höhe, die rundum an den Hallenwänden prangen. Gesichter der Chemnitzer Industrie – von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Da leuchtet schnell ein, das sich ein Thema durch das Ausstellungskonzept zieht: Menschen als Ideengeber, Vollstrecker und Opfer der Industrialisierung. Aber löst man dann den Blick von den Wänden und beginnt seinen Rundgang durch die verschiedenen Bereiche, sieht man in den lichtdurchfluteten hohen Räumen wunderbar restaurierte Exponate. Eine Pullmann-Limousine von Horch und ein DKW-Zweisitzer demonstrieren den damaligen Zeitgeist im Fahrzeugbau, eine Motorenwerkstatt zeigt klassische Verbrenner sowie neue Antriebe wie zum Beispiel Brennstoffzellen. Auf der „Textilstraße“ lernt der Besucher den Prozess von der Fadenbildung bis zur Konfektion kennen und kann anhand von Nähautomat, Handstickmaschine und anderen Textilmaschinen den historischen Entwicklungen nachspüren. Natürlich würde in diesen heiligen Hallen etwas fehlen, wenn keine Dampfmaschine zu sehen wäre. Ein solch riesiges Schmuckstück, eine Chemnitzer Dampfmaschine von 1896, steht im schön restaurierten Maschinensaal. Aber interessant sind auch die Kleinigkeiten. Wer weiß schon, dass das Waschmittel Fewa 1932 als erstes vollsynthetisches der Welt in Chemnitz entwickelt wurde? Oder das man Schreibmaschinen sowohl für Blinde als auch mit hebräischer Tastatur herstellte! Die Erfindung des Kaffeefilters, die Kleidung im vergangenen Jahrhundert, die Herstellung feinster Damenhandschuhe in den „Goldenen Zwanzigern“, antiquierte Sport- und Spielgeräte oder das Fräsen von Zahnrädern zu Beginn des industriellen Maschinenzeitalters. Technik, Menschen und Arbeitswelt werfen viele Fragen auf. Das Sächsische Industriemuseum versucht sie zu beantworten. Zusätzliche Hintergrundinfos zu den Ausstellungsstücken erhält man an den vielen Multimedia-Terminals oder kann oftmals sogar selber Testen und Ausprobieren. Neben den Inhalten der Dauerausstellung gibt es ebenfalls aktuelle Sonderausstellungen, über die man auf der Museums-Website mehr erfahren kann. Wem das noch nicht reicht, der kann auch die anderen Museen des Zweckverbandes Sächsisches Industriemuseum besuchen: Das Textilmuseum in Crimmitschau, das Museum Kalkwerk Lengefeld, Besucherbergwerk Ehrenfriedersdorf und das Bergbaumuseum Knappenrode. Einiges zu tun – schauen Sie’s an!
Adresse:
Sächsisches Industriemuseum
Zwickauer Str. 119, 09112 Chemnitz
Die roten Ziegelfassaden mit ihren hohen Rundbögen und die großen Ausstellungshallen des Sächsischen Industriemuseums stehen heute unter Denkmalschutz. Einst waren sie die Heimat von Gießerei- und Maschinenbaubetrieben. Überhaupt erinnert das Gründerzeit-Flair der Hallen sehr an die Tradition und ehemalige Erfolgsgeschichte der sächsischen Manufakturen im 19. und 20. Jahrhundert. Erzbergbau, Werkzeug- und Maschinenbau, Fahrzeugtechnik und nicht zuletzt die für die Region einstmals so wichtige Textilbranche sind daher wichtige Themenfelder des Museums. Umso erstaunlicher, dass man sich nicht nur auf Maschinen und technische Exponate konzentriert, sondern auch die Geschichten der Menschen, Arbeiter und Unternehmer beleuchtet, die hinter Industrie- und Produktionswelt stecken. Betritt man die große Maschinenhalle, in der von 1907 bis 1982 noch eifrig malocht wurde, so erblickt man zuerst große Portraitfotos in mehreren Metern Höhe, die rundum an den Hallenwänden prangen. Gesichter der Chemnitzer Industrie – von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Da leuchtet schnell ein, das sich ein Thema durch das Ausstellungskonzept zieht: Menschen als Ideengeber, Vollstrecker und Opfer der Industrialisierung. Aber löst man dann den Blick von den Wänden und beginnt seinen Rundgang durch die verschiedenen Bereiche, sieht man in den lichtdurchfluteten hohen Räumen wunderbar restaurierte Exponate. Eine Pullmann-Limousine von Horch und ein DKW-Zweisitzer demonstrieren den damaligen Zeitgeist im Fahrzeugbau, eine Motorenwerkstatt zeigt klassische Verbrenner sowie neue Antriebe wie zum Beispiel Brennstoffzellen. Auf der „Textilstraße“ lernt der Besucher den Prozess von der Fadenbildung bis zur Konfektion kennen und kann anhand von Nähautomat, Handstickmaschine und anderen Textilmaschinen den historischen Entwicklungen nachspüren. Natürlich würde in diesen heiligen Hallen etwas fehlen, wenn keine Dampfmaschine zu sehen wäre. Ein solch riesiges Schmuckstück, eine Chemnitzer Dampfmaschine von 1896, steht im schön restaurierten Maschinensaal. Aber interessant sind auch die Kleinigkeiten. Wer weiß schon, dass das Waschmittel Fewa 1932 als erstes vollsynthetisches der Welt in Chemnitz entwickelt wurde? Oder das man Schreibmaschinen sowohl für Blinde als auch mit hebräischer Tastatur herstellte! Die Erfindung des Kaffeefilters, die Kleidung im vergangenen Jahrhundert, die Herstellung feinster Damenhandschuhe in den „Goldenen Zwanzigern“, antiquierte Sport- und Spielgeräte oder das Fräsen von Zahnrädern zu Beginn des industriellen Maschinenzeitalters. Technik, Menschen und Arbeitswelt werfen viele Fragen auf. Das Sächsische Industriemuseum versucht sie zu beantworten. Zusätzliche Hintergrundinfos zu den Ausstellungsstücken erhält man an den vielen Multimedia-Terminals oder kann oftmals sogar selber Testen und Ausprobieren. Neben den Inhalten der Dauerausstellung gibt es ebenfalls aktuelle Sonderausstellungen, über die man auf der Museums-Website mehr erfahren kann. Wem das noch nicht reicht, der kann auch die anderen Museen des Zweckverbandes Sächsisches Industriemuseum besuchen: Das Textilmuseum in Crimmitschau, das Museum Kalkwerk Lengefeld, Besucherbergwerk Ehrenfriedersdorf und das Bergbaumuseum Knappenrode. Einiges zu tun – schauen Sie’s an!
Adresse:
Sächsisches Industriemuseum
Zwickauer Str. 119, 09112 Chemnitz

