MINT unterwegs
In physikalischer Mission – James Bond in Bochum
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© Melanie Hartmann / Graf-Engelbert-Schule
Prof. Metin Tolan von der TU Dortmund
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Wie sonst sollte James Bond im Film „Goldeneye“ innerhalb von Sekunden mithilfe einer Differenzialgleichung ausrechnen können, mit welcher Geschwindigkeit er auf die Klippe zufahren muss, um dann mit einem eleganten Sprung im Flugzeug zu landen? Dass die legendären Spielfilme um den Agenten 007 voller physikalischer Phänomene stecken, beweist der Physikprofessor Metin Tolan gerne in seinen Vorlesungen an der TU Dortmund.
Stunts mit Berechnung
Doch auch die Schülerinnen und Schüler der Graf-Engelbert-Schule in Bochum, die am Abend zahlreich in ihr Schulgebäude geströmt sind, um den Vortrag „Geschüttelt nicht gerührt – James Bond und die Physik“ von Prof. Metin Tolan zu verfolgen, haben die Lizenz zum Verstehen. Zum Beispiel, warum die Magnetuhr, mit der der britische Geheimagent problemlos seine Gegner entwaffnet, dafür etwa eine Billion Grad heiß werden müsste. Oder wieso ein Flug im Auto über eine zerstörte Brücke gar nicht so kompliziert ist, wenn man das Fahrzeug vorher nur entsprechend getuned hat.
Seit über zehn Jahren rechnet Bond-Fan Metin Tolan den technischen Tricks in den beliebten Agentenfilmen hinterher und kommt so manchen physikalischen Ungereimtheiten auf die Schliche. Unrealistisch sind die eingesetzten Werkzeuge wie Magnetuhren oder Röntgenbrillen deswegen nicht – da hat sich der geniale Erfinder Q, der für Bonds Ausrüstung zuständig ist, wohl eine besondere Raffinesse einfallen lassen, die auf der Leinwand nur nicht zu sehen ist.
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© Melanie Hartmann / Graf-Engelbert-Schule
Das zahlreich erschienene Publikum warf einen Blick in die Trickkiste von 007
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Gut geschüttelt
Auch dass der unverzichtbare Martini geschüttelt, nicht gerührt werden muss, hat einen physikalischen Hintergrund: Die für den Geschmack verantwortlichen Moleküle sind größer und steigen beim Schütteln an die Oberfläche, da sich die kleineren Alkoholmoleküle besser in die durch die Bewegung entstehenden Lücken einfügen. Als vielbeschäftigter Agent hat Bond natürlich keine Zeit, sein Lieblingsgetränk zu genießen, dank geschütteltem Martini schmeckt der erste Schluck aber schon am allerbesten, wie Prof. Metin Tolan mit einem Augenzwinkern erklärt.
Als MINT-EC Schule fördert die Graf-Engelbert-Schule in besonderem Maße die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler. Nach dieser spannenden Physikstunde wird in Zukunft sicher noch engagierter in Mathe gerechnet oder in Chemie geschüttelt und gerührt, um beim nächsten spektakulären Leinwand-Stunt selbst herauszufinden, welche technischen Tricks James Bond anwendet.


