MINT unterwegs
Wissen by night
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© MBI
Ungewohnte Einblicke in die Wissenschaftslandschaft der Hauptstadtregion erlebten die Besucher der 10. Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin und Potsdam
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Grünes Licht leuchtete den Wissensdurstigen den Weg
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Grüne Erleuchtung
Grünes Licht empfing die Besucher beim Eintritt auf den neuen Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW). Unter dem Motto „Das grüne Leuchten“ öffnete die HTW ihre Pforten für Besucher, von denen insgesamt knapp 4.700 das Gelände der Hochschule betraten. In frischem Grün - passend zum Logo der HTW - erstrahlte das ehemalige Industriegelände, wo sich an diesem Samstagabend die Schar der Wissenshungrigen auf die verschiedenen Angebote verteilte.
Im Labor für innovative Fertigungstechnologien erwartete Prof. Roland Heiler die Gäste und führte sie durch die kleine Halle voller Maschinen, an denen normalerweise seine Kollegen und Studierende arbeiten. Ein kleines unscheinbares Kunststoffmännchen demonstrierte die Vorgehensweise, die die Studierenden des Maschinenbaus an der HTW lernen: „Diese Figur ist das Modell. Davon ausgehend bestimmen wir in mehreren Schritten, wie der Produktionsprozess dazu ablaufen muss“, erklärte Roland Heiler, Professor für Maschinenbau an der HTW. Im Labor konnten die einzelnen Vorgänge beobachtet werden. Geräte zum Vermessen und zur Verarbeitung des Materials standen bereit und wurden von den Gästen bestaunt. Doch eins hat das kleine Model noch nicht geschafft: einen Flug in den Weltraum. Das gelingt vielleicht einem anderen Bauteil für die Raumfahrt aus dem HTW-Labor, das Studierende selbst entwickelt haben.
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© Thomas Oberländer
Shuttlebusse sorgten während der Langen Nacht der Wissenschaften für Mobilität
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Zur Langen Nacht der Wissenschaft tummelten sich um null Uhr auf dem Campus der Beuth Hochschule für Technik noch so viele Menschen wie sonst zur Vorlesungszeit. Lasershow, Feuerwerk, viele Vorlesungen zu ungewöhnlichen Themen und ein Foyer voll mit Info- und Präsentationsständen machten die Hochschule zu einem Treffpunkt für alle wissenschaftlich interessierten Berliner. Unter die Besucher mischten sich mobile Roboter und bewiesen, dass sie in Zukunft nicht nur den Hausputz erledigen, sondern auch Schlagzeug spielen und Leben retten können.
Raus aufs Meer ging es beim Vortrag von Volker Mank, als Ingenieur Technischer Leiter im Labor für konventionelle und erneuerbare Energien. Er stellte verschiedene Möglichkeiten der Energieerzeugung im Meer vor. Kann man um halb eins nachts noch aufmerksam bei der Erläuterung zuhören? Es funktioniert, zumindest wenn Wasser und Wellen eine Rolle spielen. Vor den Augen der Zuschauer entstanden in einem Kanal Wellen, die in eine kleine Kammer geleitet wurden, wo sich eine oszillierende, also in regelmäßigen Bewegungen schwingende, Wassersäule aufbaute. Durch die ständige Wellenbewegung kann Strom erzeugt werden – wie praktisch, dass zwei Drittel der Erdkugel mit Wasser bedeckt sind. Und so erlebten die Zuschauer vor ihren Augen eine der zukünftigen Möglichkeiten, unendlich viel Energie ohne CO2-Ausstoß zu produzieren. Ohne Ende schienen auch die Angebote während der langen Nacht, sodass die Auswahl schwer fiel. Egal, wofür man sich entschieden hatte, am nächsten Morgen wachte man müde, aber ein bisschen klüger wieder auf.


