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MINT unterwegs

TectoYou: Berufsinfo auf der Hannover Messe

Die Hannover Messe ist die größte Industriemesse der Welt, wo Unternehmen ihre neuesten Technologien und Entwicklungen präsentieren. Eine gute Gelegenheit für Jugendliche, sich über berufliche Chancen und Perspektiven zu informieren und neue Ideen für den Traumjob zu sammeln. Das Projekt TectoYou organisiert während der Hannover Messe ein umfangreiches Infoprogramm für Schülergruppen und regt den Austausch mit den Unternehmen an.
TectoYou
Zahlreiche Aktionen verbinden Berufsinformation mit Unterhaltungsfaktor wie hier am Stand von Phönix Contact

Nach dem Empfang durch den TectoYou-Guide und einem Gruppenfoto beginnt der Tag auf der Hannover Messe für die Schülergruppen mit einem Rundgang durch die beiden TectoYou-Hallen im Zentrum des Messegeländes. Hier präsentieren sich die Firmen mit speziellen Infoangeboten für die Jugendlichen in Kombination mit multimedialen Unterhaltungsmöglichkeiten und Technik zum Ausprobieren.

Dann stürzen sich die Schüler unter Führung der TectoYou-Guides ins Getümmel in den übrigen Messehallen. Über 4.000 Aussteller stellen ihre neuesten Technologien aus und geben einen realistischen Einblick in die aktuelle und zukünftige Arbeitswelt. Die Schüler können die verschiedensten Branchen und vielfältigen Arbeitsfelder im MINT-Bereich kennenlernen. Eine im Vorfeld abgestimmte Tour führt zu Ständen von Unternehmen und Verbänden, wo Ansprechpartner den Schülern Rede und Antwort stehen.

Themen der Zukunft
Eins wird jedem Besucher sofort klar: Energie und Mobilität gehören zu den wichtigsten Themen für die Industrie der Zukunft. Die Unternehmen arbeiten an neuen Konzepten und Modellen, um unabhängig von fossilen Energieträgern Strom und Wärme zu gewinnen und die Energieeffizienz zu steigern. Intelligente Stromnetze – Smart Grids – verbinden die verschiedenen Energiequellen und die Verbraucher. Wichtig ist vor allem, dass alle Bestandteile des Stromnetzes miteinander kommunizieren und so eine optimale Energieverteilung ermöglichen, damit Energie da ankommt, wo sie benötigt wird.

TectoYou
Windkraft wird eine immer wichtigere Energiequelle und damit auch zu einem möglichen Arbeitsgebiet für die Schüler, die sich auf der Hannover Messe über ihre beruflichen Perspektiven informieren
Wie Smart Grids funktionieren, können die Messebesucher am Stand von ABB beobachten. In einem Modell werden Haushalte mit Solar- und Windenergie versorgt. Vor der animierten Küste stehen Offshore-Windkraftanlagen, im Inland weitere Windräder sowie Fotovoltaikanlagen und Parabolrinnenkraftwerke. Auf Knopfdruck verdunkelt sich der künstliche Himmel und die Windräder stehen still. Woher soll der Strom fließen, wenn Wind- und Solarenergie "Pause machen"? Zum einen sind herkömmliche Kraftwerke weiterhin ins Netz eingebunden und können einspringen, zum anderen fungieren Elektroautos als Akku und speisen gespeicherte Energie ins allgemeine Stromnetz ein und die Häuser besitzen eigene kleine Kraftwerke zur Energieproduktion. Doch bis das heutige Stromnetz von intelligenten Smart Grids, die mitdenken und eine Kommunikation zwischen den verschiedenen Energiequellen ermöglichen, abgelöst wird, warten auf zukünftige Ingenieure, Informatiker und Naturwissenschaftler noch zahlreiche Aufgaben.

Ein Gang über die Hannover Messe zeigt, dass sich die Unternehmen weltweit mit der Zukunft der Energieerzeugung auseinandersetzen. Neben Wind- und Solarenergie bereichern u.a. auch Geothermie und Biogas den alternativen Energiemix. Ebenfalls wichtig ist die effektivere Nutzung vorhandener Energie und die klimaschonende Erzeugung von Produkten.
TectoYou
Taktile Sensorsysteme können am Stand des Fraunhofer Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung getestet werden. Die künstliche Haut "fühlt" Berührungen

Roboter, die mitdenken und -fühlen
Einen weiteren wichtigen Themenbereich auf der Messe bildet der Schwerpunkt Robotik und Automation. Schließlich sind auf der Messe nicht nur menschliche Besucher unterwegs, sondern auch einige Roboter, die freundlich zwinkern und den Weg weisen oder Hände schütteln. Die konkrete Anwendung kann ebenfalls auf dem Messegelände beobachtet werden. VW beispielsweise hat Teile einer Produktionsstraße mitgebracht, wo riesige Roboterarme Autotüren, Kotflügel und Reifen anbringen.
Roboter mit Gefühl präsentiert das Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF. Die Geräte sind mit einer künstlichen Haut überzogen, die Berührungen wahrnehmen und darauf entsprechend reagieren. "Das ist von Vorteil, um zum Beispiel in einer Fabrik die Mitarbeiter zu schützen. Fühlt die Maschine einen Kontakt, wird die Produktion gestoppt", erklärt Maik Poggendorf vom Fraunhofer Institut. Im Gegensatz zum Einsatz von Lichtschranken, der bisher üblich ist, gibt es weniger Fehlalarme, da nur der direkte Personenkontakt mit der Maschine eine Reaktion auslöst. Der Test funktioniert: Ein fröhlich winkender Roboter hält direkt inne, wenn man die am Boden befestigten Sensoren betritt.

Neben den wichtigen Themenschwerpunkten Energie und Robotik freuen sich noch weitere spannende Industriebereiche auf junge Besucher. Genauso interessant sind nämlich auch Nanotechnologie, Forschung und Entwicklung oder IT – alles zukunftsträchtige Branchen für Schüler auf der Suche nach dem Traumberuf oder -studium.

15.05.2012 | 14:21:42

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo Frau Dang-Goy, ist Facility Management eigentlich eine sehr gefragte Ingenieursdisziplin? In welchen Branchen kann man nach dem Studium...

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