Projekte
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Ganz schön fleißig
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Gemeinsam lötet´s sich schneller als einsam
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Die Spannung war groß, als Physiklehrer Luc D´hooge ein Team für ITBE zusammenstellte. „Ein internationaler Wettbewerb bedeutet eine große Herausforderung und ist nicht zu unterschätzen. Allein die Sprache war für manche Schüler ein Grund, sich nicht zu beteiligen“, erklärt D´hooge. Und doch fanden sich vier junge Menschen, die sich freuen, den Blick über Belgiens Grenzen hinweg zu schwenken und Ausschau zu halten nach neuen Erfahrungen. Das Koninklijk Atheneum ermöglicht seinen Schülern den Abschluss als Elektrischer Ingenieur. Dafür muss jeder ein eigenes technisches Projekt realisieren und einer fachkundigen Jury präsentieren. Die Parallelen zu ITBE sind nicht von der Hand zu weisen. D´hooge ist froh über den glücklichen Zufall, verlangt seinem Team allerdings auch einiges ab.
Die Belgier arbeiten nämlich gleichzeitig an drei Projekten: Zunächst soll die verschwendete Energie, die sich aus dem täglichen Wasserverbrauch – immerhin 120.000 Liter pro Jahr – eines jeden Haushaltes ergibt, zurück gewonnen und in Strom umgewandelt werden. Die Schüler wollen damit die Umwandlung von kinetischer durch mechanische in elektrische Energie demonstrieren. Damit nicht genug, machten sie sich Gedanken über optimierte Energiefresser, um CO2 zu sparen. „Dafür versuchen wir derzeit die Energie, die während des Stand-by-Modus vieler Geräte verpufft zu verringern“, so Luc D´hooge. „Eine einzelne Familie spart damit nur wenige Euros, aber weltweit zahlen sich solche Projekte aus.“ Ein Ziel, das auch mit der Umsetzung der dritten Aufgabe verfolgt wird: In vielen Häusern sind zahlreiche Kupferleitungen installiert. Sowohl dessen Produktion als auch ihre Platzierung kostet viel Energie. Die lässt sich einsparen, indem Kupferleitungen durch Lichtwellenleiter (Lichtleitkabeln) ersetzt werden. Ein neues Konzept von Steckdosen und gelenkten Lichtpunkten soll den gewünschten Energiespareffekt auslösen.
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Theorie und Praxis gehören zusammen. So liegt immer ein Nachschlagwerk zum Spicken bereit
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Think globally, act locally
Die Teammitglieder besuchen alle den Elektrikkurs, derzeit sogar den Fachkurs für elektrische und pneumatische Automatisierung. Fachwissen ist also ausreichend vorhanden, sodass die Schüler während des Wettbewerbs vor allem Richtung Zukunft blicken: „Wir wollen einen Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt leisten. Das war von vornherein wichtig und darauf basieren alle drei Projekte“, erklärt der 19-jährige Zaifri Bilal. Das Motto: Think globally, act locally. Außerdem verstehen er und seine Mitstreiter sich als Erfinder, weswegen sie viel Zeit mit dem Bau und Testen von Prototypen verbrachten. „Man kann nicht in einen Laden gehen und so ein Projekt kaufen. Versuche und Irrtümer bringen uns voran. Deswegen können wir am Tag der Endveranstaltung sagen: Das ist alles unseres. Wir haben es selbst gebaut und wissen, wie es funktioniert.“ So wie die elektrische Wasserpumpe für Projekt eins, an der ein angebrachter Generator den Wasserstrom im Rohr in Elektrizität umwandelt.
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Das Belgische Team entwickelt ein neues Konzept aus Steckdosen und gelenkten Lichtpunkten, um Kosten im Haushalt zu senken
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Um zu zeigen, wie Installationszeit und Baumaterial gespart werden kann, führen die Belgier weitere zwei Demonstrationen vor: Zunächst bekommen die Zuschauer den klassischen Weg einer elektrischen Installation im Haus vor Augen geführt, anschließend den alternativen Weg, der die elektrische Versorgung in einem Haus ebenso gut gewährleistet. „Neben fachlicher Kompetenz zeigt sich hier auch die kreative Freiheit, die das Team motiviert und für Produktivität sorgt“, gibt sich D´hooge zufrieden. Doch auch die gute Ausstattung der Schule lässt die Jungs produktiv handeln. Da sie nicht viel Geld ausgeben können und wollen, behelfen sie sich mit dem, was sie haben. Probleme gab es bisher selten, wenn auch die Frage, wie man Elektrizität aus Wasser gewinnen kann, noch immer nicht vollständig gelöst ist.
Luc D´hooge und seine Jungs – Brent Cosemans, Stephen De Winter, Muslim Tusayev und Bilal Zaifri – hatten vorher keine Ahnung, dass sie so harmonisch zusammenarbeiten können. Normalerweise arbeiten sie eher an Einzelprojekten. „Im Team macht es aber doch mehr Spaß und der Anspruch ist auch ein anderer, weil mehr möglich ist“, sind sie sich einig. „Wenn wir wieder eingeladen werden, sagen wir sicher nicht nein.“





