Projekte
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Energie für den Pott
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Finn Friese beklebt das Modell des Gasometer Oberhausen mit "Solarzellen"
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Der kleine Schuppen hinter dem Haus von Familie Hickel erfreut die Herzen aller Heimwerker: Eine Sägemaschine bildet den Mittelpunkt, umringt von Werkzeugen, Schrauben, Nägeln, Lötkolben und und und. Viele kleine Geschichten stecken in der Werkstatt, die, wenn sie nur könnte, von blutenden Fingern, fluchenden Bastlern und vor Freude strahlenden Gesichtern nach gelungener Tüftelei erzählen würde. Nun fügen Fabian Schulz, Björn Hickel, Finn Friese, Max Niemand und Lisa Danzig ein weiteres Kapitel hinzu. Die Schüler der neunten und zehnten Klasse der Gesamtschule Weierheide in Oberhausen hoffen dabei auf ein Happy End. Physik- und Techniklehrer Uwe Brinkmann unterstützt sein Team, damit es bei dem Technikwettbewerb „Innovative Technologien bewegen Europa“ weit vorne mitspielt.
Mit der Einsatzbereitschaft ist er auf jeden Fall zufrieden: Ein selbst gemachtes Modell vor der Nase, gehen die fünf wie selbstverständlich an die Arbeit. Lisa schnappt sich Lötkolben, Draht und eine Platine und lötet den Draht geschickt an die richtige Stelle. Finn hantiert an einem Miniatur-Gasometer. Björn, der in der Werkstatt quasi zu Hause ist, hat entschieden, dass die Unterlage des Modells doch noch ein klein wenig zu lang ist. Also: Säge an, Brett in die richtige Position und schon fällt ein 1 Zentimeter breiter Holzstreifen zu Boden. So viel Eigeninitiative sieht der Techniklehrer gerne. „Genau das sind die Gründe, die für so eine Wettbewerbsteilnahme sprechen. Viele Fähigkeiten werden geschult, wie selbstständiges Arbeiten oder eigenständiges Denken. Das fällt vielen außerhalb des Unterrichts leichter.“
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Björn Hickel an der Sägemaschine im Schuppen seiner Eltern
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Motto: Ruhr 2010
Das Team trifft sich mindestens einmal die Woche im Schuppen, denn dort kann es auch ohne Brinkmanns Beisein vor sich hinbasteln. So laufen die Vorbereitungen zu ihrem Projekt einer energiereichen Kettenreaktion bestens. Das grundlegende Modell nimmt Form an. Eine rechteckige Holzplatte ist bereits an einem Ende mit einem Pappmaché-Gebirge bestückt. „Das umgibt einen Stausee, dessen Wasser aufgrund eines Gefälles ausreichend Energie entwickelt, um eine Wasserturbine anzutreiben. Die entwickelt wiederum Energie, welche im nächsten Step Windräder zum Laufen bringt“, erklärt Finn Friese die grundsätzliche Idee. So zieht sich die Kette durch verschiedene Energieformen und gelangt vom Sauerland bis ins Ruhrgebiet. Genauer gesagt bis zum Gasometer, dem Industriedenkmal in Oberhausen. Damit fällt bei der Gruppe das Projekt unter das Motto Ruhr 2010. Der Gasometer spielt dabei eine besondere Rolle: „Wir haben uns überlegt, dass so eine große Fläche nicht für Werbung vergeudet werden darf, sondern sich perfekt eignet, um mit Solarzellen ausgestattet zu werden“, erklärt Lisa Danzig. Dieser Appell liegt Schülern und Lehrer besonders am Herzen. Wenn sich die Energiekette auch am Ende nicht realisieren lassen sollte, für Solarenergie aus der Gastonne machen sie sich stark.
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Lisa Danzig macht sich mit dem Lötkolben an einer Platine zu schaffen, die später Teil des Modells wird
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Fragen über Fragen
Drei Energiequellen, ein Modell, 250 Stunden Arbeit. Und noch viele mehr liegen vor ihnen. Doch die Truppe sieht das gelassen. Bereits vor zwei Jahren ging das Team bei ITBE an den Start. „Da war es schwieriger für uns. Jetzt hat sich durch die vergangene Teilnahme bereits ein kleines Netzwerk aufgetan. Das Modell der Wasserturbine haben wir zum Beispiel von einem Unternehmen, mit dem wir vor zwei Jahren in Kontakt getreten sind“, erzählt Uwe Brinkmann. „Nun wäre es natürlich schön, die Energiekette wirklich umzusetzen und das Modell dafür zur Verfügung zu stellen. Doch da hapert es derzeit noch an geeigneten Vorschlägen.“ So stellt sich die Frage der elektrischen Auslegung: Kommen Laderegler, Akkus oder Batterien zum Einsatz? Wie lassen sich die drei Energieformen überhaupt verbinden? Wie und wer überwacht das Ganze? Ja, der Teufel steckt im Detail. Aber bis Mai sollten die Groschen gefallen sein.






