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Küchen-Clou
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Simon Haendeler und Philip Matura (links) vor der ersten Station ihrer Energiewandlungskette: Einer Brennstoffzelle
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Simon Haendeler und Philip Matura bewegen sich durch den Physikraum des Leverkusener Landrat Lucas Gymnasiums wie in ihrem eigenen Wohnzimmer. Sie scheinen sich sehr wohl zu fühlen, holen immer wieder Material aus dem Schrank und ergänzen sich gegenseitig in ihren Handlungen. Keine Frage: Hier ist ein eingespieltes Team am Werk. Die beiden Zwölftklässler aus dem Leistungskurs Physik arbeiten derzeit an einer Energiewandlungskette für den Technikwettbewerb ITBE. Eine aufgebaute Brennstoffzelle vermittelt den Eindruck, als stecke das Projekt in den letzten Zügen. Doch das Modell täuscht, denn der jetzige Stand der Dinge übersteigt die Theorie noch nicht wirklich.
Sowohl die beiden Jungs als auch Physiklehrer Manfred Albrecht sind sich ihrer Sache trotzdem ziemlich sicher, denn der von Science on Stage Deutschland ausgerufene Wettstreit ist nicht der erste, dem sich die Schüler stellen. „Es ist immer gut, mit einigen Erfahrungen im Gepäck zu starten“, erklärt Philip Matura. Das ist auch der Grund, warum sich das verhältnismäßig kleine Team mit der Konstruktion einer Energiewandlungskette befasst: „Hier haben wir alle Möglichkeiten und können bereits vorhandenes Wissen mit neuen Erkenntnissen verknüpfen“, ergänzt Kollege Simon Haendeler. Die Kettenreaktion soll nämlich möglichst viele verschiedene Energieformen beinhalten, die aneinandergereiht folgendes auslösen: Ein rohes Hühnerei soll angestoßen werden, über einen Mechanismus in einen Topf mit kochendem Wasser gelangen, hart gekocht und automatisch wieder hinausbefördert werden. Die perfekte Ergänzung zu Toaster und Kaffeemaschine? Das entscheidet am Ende allein die Jury.
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Simon Haendeler hat eine Idee für weitere Module. Eine Zeichnung verdeutlicht seine Gedanken.
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Magnete sollen´s richten
Bisher steht fest, dass chemische, elektrische, potenzielle und kinetische Energieformen ineinander umgewandelt werden sollen. Die Brennstoffzelle – rein optisch ein Highlight – bringt das Ei ins Rollen. Beim Zusammenführen von Kohlenstoff und Wasserstoff entsteht Gas und damit verbunden eine Volumenvergrößerung, durch die das Ei angestoßen wird. Damit ist das erste Modul gesichert. Die zweite Station gestaltet sich schon etwas schwieriger, denn hier gilt es einen Mechanismus zu entwickeln, der das Ei anhebt und weitergibt. Simon und Philip wollen dafür ein ausbalanciertes Magnetpendel und Elektromagneten nutzen, die das Ei vorsichtig in den Topf befördern. Dann braucht es noch ein Modul, mit dem das perfekt gegarte Hühnerprodukt in den Eierbecher transportiert wird. Et voilà.
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Wie gut, dass das Landrat Lucas Gymnasium gut ausgestattet ist. Mit so hochwertigem Material lässt sich prima arbeiten
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In letzter Sekunde
Es bedarf also noch einiger Stunden Entwicklungsarbeit, bis das Konzept ausgereift und vor allem umgesetzt ist. Doch wie gesagt: Die Jungs machen das nicht zum ersten Mal mit. So standen die beiden auch schon einmal kurz vor der Abgabe und machten sich in der letzten Sekunde mit Tesafilm an dem Modell eines aus einer Plastikflasche gebauten U-Bootes zu schaffen. „Das war schon richtig knapp. Jetzt würden wir schon gerne pünktlich fertig sein, damit der letzte Tag nicht so stressig wird.“ Manfred Albrecht erinnert sich noch sehr gut an diese Wettbewerbssituation. Auch an ITBE nahm die Schule schon zweimal teil. Beim ersten Mal landete sie prompt auf dem ersten Platz.
„Es wäre natürlich schön, wenn wir ähnlich gut abschneiden könnten, denn der Erfolg von damals wirft natürlich große Schatten voraus. Davon sollen sich die Jungs aber nicht einschüchtern lassen.“ Doch hofft der Physiklehrer, dass die Teilnahme – wie auch immer sie endet – für das Fach Physik mehr Aufmerksamkeit seitens der Schülerschaft auf sich zieht. Denn die wöchentlich stattfindende Physik-AG kommt bisher noch nicht so recht ins Rollen. Es gibt zwar mittlerweile einige Interessenten, aber noch fehlt es an Kontinuität. Ein erfolgreicher Abschluss des aktuellen Wettbewerbs könnte für die notwendige Motivation sorgen. Die haben Simon und Philip jedoch nicht nötig. Sie treibt es regelmäßig jeden Montag zur AG, um sich auch außerhalb des Unterrichts mit ihrem Lieblingsfach zu befassen. Zwei, die vom Experimentieren einfach nicht genug bekommen.





