THINK ING. kompakt
Interview
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Abseits der bekannten Pfade
Die Herbert Kannegießer GmbH beschreitet bei der Personalsuche auch mal Pfade abseits des üblichen Rekrutierungsprozesses. Sie hat die Kannegießer Hochschultage ins Leben gerufen. Zwei Tage lang haben Studierende die Möglichkeit, das Unternehmen, einige seiner Führungskräfte und das familiäre Klima kennen zu lernen.
Dieter Kirstein, Personalleiter der Firma Kannegießer, erklärt, was sich hinter den Hochschultagen verbirgt.
Herr Kirstein, was geschieht an diesen beiden Tagen in Ihrem Hause?
Erstmal zeigen wir den Teilnehmern unser Unternehmen. Wir beginnen im Showroom und schließen dann eine Betriebsbesichtigung an. Unser Vertriebsleiter und ich als Personalleiter halten dann Vorträge über das Haus und unsere Produkte. Vorbereitet und begleitet werden diese beiden Tage durch den Personalentwickler von Mach 2, Herrn Dr. Helbich, der die Veranstaltung durchgehend moderiert. Nach der Einleitung bekommen diejungen Gäste eine konkrete Aufgabe, die sie in den Schwerpunktgruppen „Maschinenbau“, Automatisierungstechnik/Informatik“, „Technischer Vertrieb“ und „Beschaffungsmanagement“ bearbeiten. Dabei werden sie unterstützt von den jeweiligen Abteilungsleitern. Zum Abschluss präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse in der großen Runde auch vor einem Mitglied der Geschäftsführung.
Worum ging es bei der Projektarbeit?
Im Ausstellungsraum sind Trockenwäschefaltmaschinen als Einzelmaschinen aufgebaut. Diese Konstellation ist typisch für den Bereich Frotteewäschebearbeitung in einer industriellen Großwäscherei. Ziel der Projektarbeit ist die Leistungssteigerung mit einer zentralen Abförderung. Ein Stapel Wäsche soll von A nach B mit einer automatischen Stapelführung transportiert werden. Die Studierenden werden mit allen notwendigen Informationen ausgestattet und haben ergänzend dazu immer die Fachbetreuer in ihrer Nähe, die sich aber bewusst im Hintergrund halten.
Was ist das Besondere an Ihren Hochschultagen?
Hier kümmern sich Führungskräfte unseres Hauses zwei Tage lang intensiv um einen kleinen Kreis von Studierenden. Die jungen Damen und Herren haben die Möglichkeit, das Unternehmen Kannegießer von innen und aus mehreren Blickwinkeln kennen zu lernen, da sich am Abend des ersten Tages auch immer Jung-Ingenieure zum gemütlichen Teil einfinden. Und die kann man ja ganz anders fragen als vielleicht mich als Personalleiter.
Wie sind Ihre Eindrücke von den Hochschultagen?
Es macht allen Beteiligten Spaß. Unsere Gäste sind mit Eifer bei der Sache. Die Abteilungsleiter fühlen sich in ihre eigenen Anfänge zurück versetzt. Und unsere Jung-Ingenieure erzählen von ihren eigenen Erfahrungen. Sie bekommen auch den schnellsten Zugang zu den Studierenden. Hier werden Fragen angesprochen, die vielleicht in der großen Runde nicht gefragt werden.
Welche Eindrücke nehmen die Studierenden mit nach Hause?
Zum einen haben sie einen Einblick in das Unternehmen bekommen, das sie sehr interessant fanden. Zum anderen haben sie in den Projekten auch in Themen gearbeitet, die nicht originär zu ihrem Studienfach gehörten. Teilweise fühlten sie sich fremd und teilweise konnten sie sich einen Wechsel in ein anderes Aufgabengebiet durchaus vorstellen. Dirk Littmann, Mitglied der Geschäftsführung, hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man auch innerhalb des Unternehmens seinen Aufgabenbereich wechseln könne. Man müsse nicht durchgehend in einem Bereich beschäftigt bleiben.
Was war für Sie der Einlass, Hochschultage einzuführen?
Unser Personalmarketing sollte verstärkt werden. Wir wollten mehr auf uns aufmerksam machen. Wir werden immer internationaler und benötigen Mitarbeiter, die auch weltweit agieren können und wollen. Wir haben den Kontakt zu den umliegenden Hochschulen wieder aufleben lassen und werben dort aktiv für die Kannegießer Hochschultage. Sie fanden in diesem Jahr zum zweiten Mal statt.
Wie viele der Teilnehmer bewerben sich um eine Diplomarbeit, Praktikumsstelle oder einen Arbeitsplatz?
Insgesamt zu wenige. Es sind immer einige dabei, die kurz nach den Hochschultagen ein Praktikum beginnen oder ihre Diplomarbeit schreiben. Einige bewerben sich auch um eine Stelle. Ein Teil der Teilnehmer ist bereits versorgt.
Was sollte Ihrer Meinung nach an Lehrstoff noch in die Hochschulausbildung aufgenommen werden?
Es fehlt nichts Konkretes. Und das Spezifische bekommen neue Mitarbeiter direkt in der Einarbeitungsphase bei Kannegießer vermittelt. Sie wachsen in die betrieblichen Abläufe hinein und beseitigen ihre Defizite im Tagesgeschäft. Dafür haben wir eine gute Personalentwicklung, die auf potenzielle Defizite eingeht.
Welchen Ratschlag möchten Sie jungen Menschen mit auf den Weg geben?
Wählen Sie einen Beruf, der Ihnen Spaß macht. Nur dann können Sie gut sein.
Dieter Kirstein, Personalleiter der Firma Kannegießer, erklärt, was sich hinter den Hochschultagen verbirgt.
Herr Kirstein, was geschieht an diesen beiden Tagen in Ihrem Hause?
Erstmal zeigen wir den Teilnehmern unser Unternehmen. Wir beginnen im Showroom und schließen dann eine Betriebsbesichtigung an. Unser Vertriebsleiter und ich als Personalleiter halten dann Vorträge über das Haus und unsere Produkte. Vorbereitet und begleitet werden diese beiden Tage durch den Personalentwickler von Mach 2, Herrn Dr. Helbich, der die Veranstaltung durchgehend moderiert. Nach der Einleitung bekommen diejungen Gäste eine konkrete Aufgabe, die sie in den Schwerpunktgruppen „Maschinenbau“, Automatisierungstechnik/Informatik“, „Technischer Vertrieb“ und „Beschaffungsmanagement“ bearbeiten. Dabei werden sie unterstützt von den jeweiligen Abteilungsleitern. Zum Abschluss präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse in der großen Runde auch vor einem Mitglied der Geschäftsführung.
Worum ging es bei der Projektarbeit?
Im Ausstellungsraum sind Trockenwäschefaltmaschinen als Einzelmaschinen aufgebaut. Diese Konstellation ist typisch für den Bereich Frotteewäschebearbeitung in einer industriellen Großwäscherei. Ziel der Projektarbeit ist die Leistungssteigerung mit einer zentralen Abförderung. Ein Stapel Wäsche soll von A nach B mit einer automatischen Stapelführung transportiert werden. Die Studierenden werden mit allen notwendigen Informationen ausgestattet und haben ergänzend dazu immer die Fachbetreuer in ihrer Nähe, die sich aber bewusst im Hintergrund halten.
Was ist das Besondere an Ihren Hochschultagen?
Hier kümmern sich Führungskräfte unseres Hauses zwei Tage lang intensiv um einen kleinen Kreis von Studierenden. Die jungen Damen und Herren haben die Möglichkeit, das Unternehmen Kannegießer von innen und aus mehreren Blickwinkeln kennen zu lernen, da sich am Abend des ersten Tages auch immer Jung-Ingenieure zum gemütlichen Teil einfinden. Und die kann man ja ganz anders fragen als vielleicht mich als Personalleiter.
Wie sind Ihre Eindrücke von den Hochschultagen?
Es macht allen Beteiligten Spaß. Unsere Gäste sind mit Eifer bei der Sache. Die Abteilungsleiter fühlen sich in ihre eigenen Anfänge zurück versetzt. Und unsere Jung-Ingenieure erzählen von ihren eigenen Erfahrungen. Sie bekommen auch den schnellsten Zugang zu den Studierenden. Hier werden Fragen angesprochen, die vielleicht in der großen Runde nicht gefragt werden.
Welche Eindrücke nehmen die Studierenden mit nach Hause?
Zum einen haben sie einen Einblick in das Unternehmen bekommen, das sie sehr interessant fanden. Zum anderen haben sie in den Projekten auch in Themen gearbeitet, die nicht originär zu ihrem Studienfach gehörten. Teilweise fühlten sie sich fremd und teilweise konnten sie sich einen Wechsel in ein anderes Aufgabengebiet durchaus vorstellen. Dirk Littmann, Mitglied der Geschäftsführung, hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man auch innerhalb des Unternehmens seinen Aufgabenbereich wechseln könne. Man müsse nicht durchgehend in einem Bereich beschäftigt bleiben.
Was war für Sie der Einlass, Hochschultage einzuführen?
Unser Personalmarketing sollte verstärkt werden. Wir wollten mehr auf uns aufmerksam machen. Wir werden immer internationaler und benötigen Mitarbeiter, die auch weltweit agieren können und wollen. Wir haben den Kontakt zu den umliegenden Hochschulen wieder aufleben lassen und werben dort aktiv für die Kannegießer Hochschultage. Sie fanden in diesem Jahr zum zweiten Mal statt.
Wie viele der Teilnehmer bewerben sich um eine Diplomarbeit, Praktikumsstelle oder einen Arbeitsplatz?
Insgesamt zu wenige. Es sind immer einige dabei, die kurz nach den Hochschultagen ein Praktikum beginnen oder ihre Diplomarbeit schreiben. Einige bewerben sich auch um eine Stelle. Ein Teil der Teilnehmer ist bereits versorgt.
Was sollte Ihrer Meinung nach an Lehrstoff noch in die Hochschulausbildung aufgenommen werden?
Es fehlt nichts Konkretes. Und das Spezifische bekommen neue Mitarbeiter direkt in der Einarbeitungsphase bei Kannegießer vermittelt. Sie wachsen in die betrieblichen Abläufe hinein und beseitigen ihre Defizite im Tagesgeschäft. Dafür haben wir eine gute Personalentwicklung, die auf potenzielle Defizite eingeht.
Welchen Ratschlag möchten Sie jungen Menschen mit auf den Weg geben?
Wählen Sie einen Beruf, der Ihnen Spaß macht. Nur dann können Sie gut sein.

