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Forschen und entwickeln für die Zukunft

Solarthermie - Eine vielversprechende Technik

Porträt Arrass
Der 29-jährige Mohamed Arrass arbeitet in der Abteilung Forschung und Entwicklung für die RESOL GmbH

Mohamed Arrass ist 29 Jahre und von Beruf Ingenieur. Wie er auf die Idee gekommen ist, Ingenieur zu werden? Im Prinzip genauso, wie viele andere junge Leute auch: Er hat seine Leidenschaft für Technik, für das Schrauben und Tüfteln an elektronischen und mechanischen Geräten zum Beruf gemacht, denn er arbeitet in der Abteilung Forschung und Entwicklung für die Firma RESOL – Elektronische Regelungen GmbH. „Ich hatte schon früh die Leidenschaft entwickelt, Sachen auseinanderzunehmen“, gibt Mohamed Arrass zu, und auch mit dem Computer beschäftigte er sich schon als Jugendlicher sehr gerne. Als es dann auf den Schulabschluss zuging und er sein Berufsziel ausmachen musste, entschloss er sich für ein Studium, weil es ihm spannend und vielseitig erschien. Somit stand sein Entschluss fest: Ein Studium der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Technische Informatik sollte es sein, und zwar an der Hochschule Bochum.
„Ich war auf der Suche nach einer Firma, bei der ich meine Diplomarbeit schreiben kann“, erklärt Mohamed Arrass seinen Einstieg ins Berufsleben. Ursprünglich wollte er, wie viele seiner Studienfreunde, im Automotive-Bereich seine Karriere beginnen. Doch über Kommilitonen entstand der Kontakt zur Firma RESOL in Hattingen, wo er dann 2008 als Diplomand begann und mittlerweile in der Forschung und Entwicklung tätig ist.

Elektroauto
Mit diesem kleinen Elektroauto werden die fertigen Solarregler ins Lager transportiert

Solarthermie versus Fotovoltaik
RESOL stellt Regler für thermische Solaranlagen her, und das ziemlich erfolgreich. Denn in Deutschland ist die Firma Marktführer und auf dem weltweiten Markt besitzen sie knapp 50% der Anteile. In der Gebäudeplanung ist eine solche Anlage mittlerweile kaum noch wegzudenken, was vor allem an den steigenden Energiepreisen liegt. Denn diese thermischen Solaranlagen erwärmen Wasser. Sie sorgen dafür, dass man zu Hause warmes Wasser zum Duschen hat oder die Temperatur der Heizung konstant 23°C beträgt. Hier liegt der Unterschied zur Fotovoltaik: Während Fotovoltaikanlagen Sonnenlicht in Strom umwandeln, gelangt bei Solarthermie die Wärme durch eine thermische Solaranlagen direkt ins Wasser. „Die Effizienz überträgt sich direkt von der Sonne in den Warmwasserspeicher und unterstützt damit den Heizkreislauf und den Warmwasserkreislauf zu Hause. Dadurch rentiert sich diese Anlage viel schneller“, erklärt Arrass das Prinzip und den Vorteil für die Kunden. Solch eine Solaranlage lohnt sich also auch bereits für den kleinen Verbrauch im heimischen Einfamilienhaus und nicht ausschließlich für Großkunden.

Forschung und Entwicklung
Als Ingenieur entwickelt Mohamed Arrass automatisierte Testsysteme, denn die Regler, die RESOL herstellt, müssen natürlich zunächst einem Funktionstest unterzogen werden. „Diese Tests führen wir durch, teilweise manuell, teilweise halbautomatisch. Das Ziel war aber, diesen Vorgang komplett zu automatisieren.“ Diese Aufgabe konnte der Jungingenieur für einige Bereiche bereits in die Tat umsetzen. Zu seinen weiteren Arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung gehört die Koordination des Informationsflusses zwischen Soft- und Hardware-Entwicklung und der Werkstatt. „Dann steuere ich die Software, die die halbautomatischen Tests durchführt. Diese Software warte und pflege ich und bin für bestimmte Programmiergeräte für die Produktion verantwortlich“, kommentiert Arrass.

Mohamed Arrass während einer Fehleranalyse in der Produktion

Eine erfahrene, moderne Firma, die gerne auch jungen Ingenieuren eine Chance gibt
„RESOL hat schon früh mit neuen Energien angefangen und wurde damals, 1977, noch belächelt. Seit Anfang der 90er Jahre geht es aber richtig los“, erklärt Arrass den Erfolg der Firma. Während früher beinahe ausschließlich Tüftler an Solaranlagen Interesse hatten, überlegt heute fast jeder, wie er die neuen Energien effizient nutzen kann. Mitte der 90er Jahre expandierte das Unternehmen also und beschäftigt heute circa 160 Mitarbeiter. Die Produktionsstandorte befinden sich alle in Hattingen, allerdings gibt es auch Niederlassungen in Frankreich und Spanien sowie Vertretungen weltweit. RESOL Produkte regeln heute die effiziente Nutzung der Solarenergie weltweit in 50 Ländern.
Der Erfolg des Unternehmens liegt zum einen an den Erfahrungen, die das Unternehmen verbuchen kann, zum andern sicherlich auch an der Einführung des sogenannten Kaizen-Prinzips. „Konstante, regelmäßige Verbesserungen, regelmäßiges Kontrollieren, definierte Abläufe, die festen Regeln bei Standardabläufen: Durch diese Kleinigkeiten hat sich das gesamte Bild der Firma Schritt für Schritt verändert“, erläutert Arras den Effekt der Umstrukturierung. Und tatsächlich, alles hat seinen festen Platz, alle Vorgänge laufen nach dem gleichen Schema ab, nichts wird überproduziert, sondern just-in-time angefertigt. Die Erfahrungen der Mitarbeiter spielen in diesem Fall eine enorm große Rolle. Aktiv arbeiten sie mit an der stetigen Verbesserung der Arbeitsprozesse. Es sind ihre Ideen, die sich in der Firma wiederfinden. So kommt man beispielsweise in eine ´kleine Oase', wenn man das Bürogebäude betritt: Ein kleiner Teich mit Fischen, hohe Palmen und Wasserpflanzen vermitteln direkt den Eindruck von Freundlichkeit und Wohlbehagen, wie auch Mohamed Arras bestätigt: „Ich schätze die Offenheit der Firma. Von Beginn an wurde ich mit offenen Armen aufgenommen.“

Der Solarregler DeltaSol_MX
Der Solarregler DeltaSol_MX
Die Aussichten für die Solarbranche
Die Wirtschaftskrise, die seit Herbst 2008 die Welt belastet, macht auch nicht vor der Branche der erneuerbaren Energien halt. Allerdings ist nicht mit derart horrenden Umsatzeinbußen zu rechnen wie in manch anderer Branche. „Die Krise insgesamt bremst uns etwas, aber es geht konstant weiter aufwärts, das merkt man“, erkennt Arrass die Lage. In dem Bereich erneuerbare Energien findet im Moment ein Umbruch statt. Politik, Medien und Menschen erweitern ihr Bewusstsein dafür. „Die Gesellschaft denkt um. Die Leute sind sich dessen bewusst, dass es auch anders geht.“ Eine Branche mit Zukunft also.
Und was sein Studium angeht, würde Mohamed Arrass genau denselben Weg wieder einschlagen: „Mikrocontroller Elektrotechnik und Programmierung sind Segmente, die immer mehr in unser Leben eindringen. Jeder hat einen iPod oder eine Uhr, in die ein Mikrocontroller eingebaut ist. Dieser muss programmiert und entwickelt werden. Die Elektronik macht vor keiner Situation in unserem Leben halt. Diese Geräte müssen gut entwickelt und geprüft werden. Und das machen die Elektrotechniker, meist mit dem Schwerpunkt technische Informatik.“



18.05.2013 | 15:10:57

Maschinenbauingenieur/in • Maschinenbau

Thema: Tragvorrichtung für große Lasten/kleine Aufnahmepunkte

Text: Hallo zusammen, Zuerst ein paar Fakten: Wir (4 Maschinenbaustudenten) müssen im Rahmen einer konstruktiven Projektarbeit eine Vorrichtung bauen, bei...

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