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© SolarCar-Team HS Bochum
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Mit Sonne im Tank 3.000 Kilometer durch das australische Outback
SolarCar – das Rennen im chronologischen Ablauf
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© SolarCar-Team HS Bochum
Julian Stentenbach mit dem Design-Award für den BOcruiser
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Adelaide, 31. Oktober um 4:20 Uhr p.m. Ortszeit. Es ist geschafft: Bei strahlender Sonne überfährt der BOcruiser die Ziellinie. Mit Licht und Warnblinkanlage und unter donnerndem Applaus rollt Pilot Stefan Benninghoff eine Ehrenrunde auf dem Victoria Square. Bereits einen Tag zuvor, um 12:25 Uhr p.m. Ortszeit, überquerte SolarWorld No. 1 die Zeitmesslinie. SolarWorld No. 1 und BOcruiser – sind auf den Plätzen 9 und 10 – haben heil und unversehrt den Wettbewerb überstanden. Gewinner ist der Solarrennwagen der japanischen Tokai University. Das japanische Team beendete die Siegesserie des niedeländischen Nuon Teams, welches vier Mal in Folge das Rennen in Australien gewonnen hatte.
Grund zum Jubeln haben die Bochumer allemal: Der Preis für das beste Design eines Solarcars geht in diesem Jahr an den BOcruiser. Die Studenten fühlen sich bestätigt: Nicht die schnellsten Sonnenwagen wollten die angehenden Ingenieure aus Bochum bauen, sondern die besten im Sinne einer elektromobilen Zukunft.
Optimistisch auch der Ausblick: Für die Elektromobilisten aus Bochum endet das Projekt SolarCar keineswegs nach dem Rennen in Australien. „Sustainable Individual Mobility Car“ kurz SIMCar heißt der Projektname für das alltagstaugliche Elektroauto, das als Dreisitzer schon fertig geplant ist und 2010 gebaut werden soll.
Der dritte Renntag: Die Spitzengruppe, bestehend aus Tokai Challenger (Team der japanischen Tokai University), unterwegs mit 106 km/h, Infinium (University of Michigan Solar Car Team) sowie dem niederländischen Nuna V (Nuon Solar Team), setzt sich klar ab. SolarWorld No. 1 liegt auf Platz 13, der BOcruiser auf Platz 19. Reifenprobleme, ein Regentag mit wenig Sonne und Gegenwind sowie ein Unfall des Begleitfahrzeugs machen dem Bochumer Team zu schaffen.
Darwin, 25. Oktober um 8:30 Uhr a.m. Ortszeit. Der Startschuss zur Global Green Challenge ist gefallen. 32 sonnenbetriebene Rennboliden aus 16 Ländern machen sich auf den Weg nach Adelaide im Süden Australiens. Unter dem Motto „Zwei Fahrzeuge! Zwei Teams! Zwei Strategien“ will das Bochumer Team seine Chance verdoppeln: im Einsatz sind der neuentwickelten BoCruiser mit der Startnummer 60 und das bisherige Erfolgsmodell SolarWorld No. 1. Der BoCruiser kann anfangs gut mithalten und ist mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 85.49 km/h gleichauf mit der niederländischen Nuna 5.
Bochum, 8. Juli 2009 um 10 Uhr. Nur noch wenige Monate bis zur Global Green Challenge (vormals: World Solar Challenge) in Australien, der Solarmobil-Weltmeisterschaft. Endlich ist es soweit: Der vierrädrige BOcruiser fährt zum ersten Mal für die Öffentlichkeit über die hauseigene Teststrecke der Hochschule Bochum. Das neue Design sorgt für Windschnittigkeit; zwei neuartige Radnabenmotoren – eine Eigenentwicklung der Bochumer Hochschule – leisten den nötigen Vortrieb. Der Pilot steuert nicht mehr im Liegen, wie noch beim Vorgängermodell SolarWorld No. 1, sondern kann aufrecht sitzen. Aus Gewichts- und damit Effizienzgründen gibt es kein mechanisches Differenzialgetriebe: spezielle Elektronik und Software sorgen für unterschiedliche Umdrehungszahlen der Räder in Kurven.
Mit vollem Einsatz arbeiten an der Hochschule Bochum die Studenten an ihrer neuesten Entwicklung eines allein durch Sonnenenergie angetriebenen Fahrzeugs. Vieles erinnert dabei an die Formel 1: ein superleichtes Chassis aus Karbon, Aerodynamiktests im Windkanal sowie Fahrzeugabstimmung mit Hilfe von Telemetrie-Daten. Doch hier geht es erst in zweiter Linie um Motorsport: Das Lernen und die Anwendung von Studieninhalten stehen im Vordergrund. Die Studenten beschäftigen sich mit Themen, mit denen sich die Autoindustrie erst in einigen Jahren auseinandersetzen wird.
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© SolarCar-Team HS Bochum
Die neueste Generation des Solarflitzers bei der Fertigstellung, im Windkanal und beim Fototermin (mangels Sonne ohne Vollgas-Check auf der Teststrecke)
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