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Das einzige Werk von Felix Wankel, dem Erfinder des Wankel-Motors, wurde als Faksimile mit Begleitband neu aufgelegt.

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Hell leuchtendes Objekt am Abendhimmel

Einen mysteriösen Fall hatte die Polizei von Villingen-Schwenningen Anfang des Monats zu bearbeiten. Ein besorgter Mann behauptete, ein Ufo am Himmel gesehen zu haben und alarmierte daraufhin die Beamten. Schon seit Tagen hatte der Bürger am Abendhimmel in Nähe des Mondes ein hell leuchtendes Objekt beobachtet – seiner Meinung nach viel zu hell für einen Stern.

Für Werner Walter vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) ist dies nichts Besonderes. Bis zu fünf Anrufe erhält der Amateurastronom derzeit täglich von aufgeregten Bürgern. Doch er weiß sie zu beruhigen. Allein die Venus ist nach seinen Angaben für die aktuelle Ufo-Hysterie verantwortlich. Die günstige Himmelsposition des Planeten während des Sonnenuntergangs verleiht ihm derzeit einen besonders starken Glanz. Die Venus ist so hell, dass sie sogar den hellsten Stern, den Sirius, an Strahlkraft übertrifft und manchmal auch bei Tage noch zu sehen ist.

Am 19. Februar erstrahlt Venus im größten Glanz

Im Moment nähert sich die Venus der Erde. Wer den Planeten regelmäßig mit dem Fernrohr beobachtet, stellt fest, dass die Venussichel größer und schlanker wird. Am 19. Februar strahlt die Venus dann in ihrem größten Glanz. Mit zunehmender Dunkelheit nimmt die Leuchtkraft des Planeten so stark zu, dass ein Bleistift bei sonst vollkommener Dunkelheit einen Schatten werfen würde. Die scheinbare Helligkeit der Venus ist abhängig von ihrer Erdnähe und ihrer Phase. Als innerer Planet weist die Venus Phasen ähnlich dem Mond auf. Sie erschient also nicht immer voll. Bewegt sie sich als Abendstern auf die Erde zu, wird ihre Sichelgestalt immer schmaler. Als Morgenstern hingegen, nach dem Überholvorgang, nimmt die Sichel langsam wieder zu. Den maximalen Glanz erreicht die Venus etwa 35 Tage vor und nach ihrer größten Erdnähe. Dann sind von uns aus etwa 30 Prozent der von der Sonne beschienenen Oberfläche zu sehen.

Da die Sonnenuntergänge jetzt täglich später einsetzen, verringert sich die Sichtbarkeitszeit der Venus im Laufe des Februar um eine dreiviertel Stunde. Die schmale Sichel des Mondes wandert in der Nacht vom 27. auf den 28. an der Venus vorbei. Am Abend des 27. Februar stehen Venus und Mondsichel tief über dem westlichen Horizont.

Der Grund für diese Begegnungen: Durch die Entstehung der Planeten und der Sonne aus einer flachen Staubscheibe heraus unterscheiden sich die Bahnebenen der Planeten nur wenig. Das bedeutet, dass sich die anderen Planeten mehr oder weniger auf einer gemeinsamen Bahn mit der Erde bewegen müssen. Diese seit dem Altertum bekannte Bahn, die dem scheinbaren Weg der Sonne an der Himmelskugel entspricht, wird Ekliptik genannt. Hier kommt es in regelmäßigen Abständen zu Begegnungen von Planeten und Mond.

Wieso ist die Venus entweder Morgen- oder Abendstern?

Aus Sicht der Sonde Clementine: Die „Vollvenus“ über der Korona der Sonne, die der nur im Erdschein sichtbare Mond verdeckt.
Aus Sicht der Sonde Clementine: Die „Vollvenus“ über der Korona der Sonne, die der nur im Erdschein sichtbare Mond verdeckt.
Die Venus ist als Abendstern der erste Himmelskörper, der bei Sonnenuntergang am Himmel zu sehen ist, oder als Morgenstern der letzte Himmelskörper, den man bei Sonnenaufgang noch am Himmel wahrnehmen kann. Die Venus ist nie mitten in der Nacht zu sehen und kann auch nicht gleichzeitig Morgen- und Abendstern sein. Die Ursache liegt in ihrer Position im Sonnensystem: Die Entfernung der Venus von der Sonne entspricht ungefähr zwei Drittel der Distanz von der Erde zur Sonne. Da die Venus innerhalb der Erdbahn um die Sonne kreist, kann sie an unserem Himmel nicht beliebig weit von der Sonne entfernt stehen. Sie geht deshalb als Abendstern meist bald nach der Sonne unter und ist in der Abenddämmerung in westlicher Richtung zu finden. Als Morgenstern sieht man sie als hellsten Himmelskörper in östlicher Himmelsrichtung.

Die Venus überholt die Erde in bestimmten Abständen, weil sie sich auf ihrer Bahn schneller fortbewegt. Für einen Umlauf um die Sonne braucht die Venus nur 0,61 Erdjahre – sie überholt uns etwa alle 19 Monate. Alle 584 Tage nimmt sie wieder die gleiche Stellung zu Erde und Sonne ein. Die Venus ist also immer nur alle eineinhalb Jahre Abendstern – dann allerdings fast neun Monate lang. Nach dem Höhepunkt ihrer Strahlkraft am 19. Februar wird die Leuchtkraft der Venus darum stetig abnehmen, bevor sich der Planet Ende März komplett vom Abendhimmel verabschieden wird. Allerdings nur für kurze Dauer: Anfang April erschient die Venus erneut als Morgenstern.

Venusphasen, Abend- und Morgenstern in der Geschichte

Die Venustafeln des babylonischen Königs Ammi-saduqa geben die ersten uns bekannten Beobachtungen der Venusphasen wieder. Sie entstanden ab 1645 v. Chr. und sind das bislang älteste Dokument einer Planetenbeobachtung überhaupt. Diese Aufzeichnungen wurden immer wieder kopiert und sind uns in Form von Kopien auf Keilschrifttafeln überliefert, die ungefähr um 800 v. Chr. angefertigt wurden und der Bibliothek des babylonischen Königs Assurbanipal entstammen. Die bekannteste dieser Tafeln ist im Britischen Museum in London zu sehen.
Der Überlieferung nach erkannte der griechische Mathematiker und Philosoph Pythagoras von Samos (570 bis 500 v. Chr.) als Erster, dass es sich bei Abend- und Morgenstern um denselben Himmelskörper handelt. Nicht ganz eindeutige historische Quellen belegen, dass schon Herakleides Pontikos (390 bis 322 v. Chr.), ein Schüler Platons, daraus den Schluss gezogen haben soll, dass die Venus die Sonne umkreist.
Nikolaus Kopernikus wagte es, die Phasen der Venus vorauszusagen – als Beweis seiner heliozentrischen Lehre. Ausgehend von dem Teilsystem aus Sonne, Venus und Merkur stellte er 1543 das neue Weltbild vor. 1610 erfolgten erste Teleskopbeobachtungen der Venusphasen durch Galileo Galilei. Der Forscher sah darin die Bestätigung, dass die Venus um die Sonne und nicht um die Erde kreist.

Weiterführende Links

15.05.2012 | 14:21:42

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo Frau Dang-Goy, ist Facility Management eigentlich eine sehr gefragte Ingenieursdisziplin? In welchen Branchen kann man nach dem Studium...

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