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Gute Beobachtungsmöglichkeit: Saturn in Opposition

Der Saturn ist mit seinem Ringsystem eines der faszinierendsten Himmelsobjekte, das es zu bewundern gilt. Wer sich jetzt bei gutem Wetter einen Platz in einer Sternwarte sichert, dem präsentiert er sich in seiner ganzen Pracht. In der ersten Märzhälfte, in der Zeit um den 8. März, ist der Saturn am besten zu sehen. Dann steht der Planet in direkter Opposition – die Erde befindet sich auf einer Linie zwischen Saturn und Sonne.
Steht ein Planet in Opposition, ist er in bester Helligkeit zu sehen.
Damit sind geringste Entfernung, größte Helligkeit und beste Sichtverhältnisse auf den Ringplaneten angesagt. Zurzeit wandert der Saturn rückläufig durch das Sternbild des Löwen und ist von der Erde „nur“ noch 1.256 Millionen Kilometer entfernt. Das Licht benötigt eine Stunde und zehn Minuten, um vom Saturn zur Erde zu gelangen. Durchschnittlich stehen sich Sonne und Saturn jeweils nach einem Jahr und zwei Wochen am Himmel gegenüber. Der Saturn präsentiert uns seine Ringe nahezu in Kantenstellung. Am 8. März sind die Ringe um 2,6 Grad zur Erde geöffnet, wobei uns dann noch die Südseite des Ringsystems zukehrt ist. Im Sommer kommt es zur exakten Kantenlage und die Ringe verschwinden im August scheinbar ganz. Da sich die Erde dann in der Ringebene befindet, sehen wir genau von der Seite auf die dünnen Ringe – diese sind nicht mehr zu erkennen. Am 4. September wird die Erde dann die Ringebene von Süden nach Norden durchkreuzen. Anschließend erhalten wir einen Blick auf die Nordebene des Ringsystems.

Wie wird die Helligkeit von Himmelskörpern eingeteilt?

Auch einem ungeübten Betrachter fällt auf, dass nicht alle Sterne und Planeten am Himmel gleich hell sind. Aus diesem Grund begann man, die Helligkeit von Himmelskörpern zu klassifizieren. Als Einheit für die Angabe der Helligkeit wurde der lateinische Ausdruck für Größenklasse, die Magnitude, festgelegt. In der Astronomie verwendet man hierfür ein kleines hochgestelltes „m“. Um die Sternhelligkeiten anzugeben, benutzen die Astronomen ein System, das in seinen Grundlagen auf die mehr als 2100 Jahre alte Klassifizierung des griechischen Astronomen Hipparch zurückgeht. Hipparch teilte die Sterne in die Klassen 1 bis 6 ein, wobei die hellsten Sterne der ersten Größenklasse zugeordnet werden, die schwächsten der sechsten – entsprechend unserem Schulnotensystem.
Dieses System ermöglichte freilich nur eine sehr grobe Klassifizierung von Helligkeitsunterschieden. Darum entwickelte der englische Astronom Robert Pogson Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Grundlage dieser eher subjektiven Einteilung eine objektivierbare Helligkeitsskala. Er legte dabei fest, dass eine Größenklassendifferenz von 5 einem Helligkeitsverhältnis von 1:100 entspricht. Von einem Stern erster Größenklasse kommt bei uns also 100-mal mehr Licht an als von einem Stern der sechsten Größenklasse. Dabei stellte sich heraus, dass wir von den hellsten Himmelskörpern noch deutlich mehr Licht erhalten als von einem Stern der ersten Größe. Aus diesem Grund musste das System der Größenklassen bis in den negativen Bereich hinein erweitert werden.

Sirius, unser hellster Fixstern, hat etwa die Helligkeit von minus 1,5 Größenklassen. Die Venus erreicht im größten Glanz minus 4,7 Größenklassen und Saturn immerhin minus 0,5. Mit dem bloßen Auge kann man Sterne höchs¬tens bis 6 Größenklassen erkennen, mit dem Fernglas etwa bis 8, und mit einem mittleren Amateurteleskop bis 13. Professionelle Großteleskope erreichen inzwischen rund 30 Größenklassen. Die maximale Helligkeit des Saturns belief sich am 8. März auf plus 0,5 Größenklassen. Das ist für Saturn in Opposition eher wenig und erklärt sich daraus, dass die Ringe bei einer geringeren Neigung weniger Sonnenlicht reflektieren. Bei der größten Ringöffnung kann die Helligkeit minus 0,5 Größenklassen erreichen – also eine ganze Größenklasse mehr.

15.05.2012 | 14:21:42

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo Frau Dang-Goy, ist Facility Management eigentlich eine sehr gefragte Ingenieursdisziplin? In welchen Branchen kann man nach dem Studium...

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