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Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elisabeth
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Südafrika und seine Stadien
Deutsche Ingenieure und Architekten planten innovative Stadion-Silhouetten
Modernisierung und Neubau verschlangen insgesamt mehrere Milliarden Euro. Auch die deutsche Wirtschaft konnte vom Produktionsprozess profitieren. Die Neubauten in den Hafenstädten Kapstadt, Port Elizabeth und Durban sind allesamt von deutschen Architekten entworfen worden. Federführend war das Hamburger Büro gmp (Gerkan, Marg und Partner) in Person von Volkwin Marg und Hubert Nienhoff. Als Konstrukteure traten die Ingenieure aus dem Stuttgarter Büro Schlaich Bergermann und Partner um Knut Göppert auf den Plan. Auch an der Stadiontechnik und Infrastruktur beteiligten sich deutsche Firmen, das Auftragsvolumen liegt laut der Deutschen Industrie- und Handelskammer bei 1,5 Milliarden Euro – ob Licht von Osram, Transportfahrzeuge von MAN oder Kommunikationstechnik von der Telekom.
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Moses Mabhida Stadion in Durban mit imposantem Stahlbogen
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Imposante Bauten
Jetzt erstrahlen die Stadien in ihrer vollen Blüte und jede Arena bietet sein eigenes, kleines Highlight. Im Cape Town Stadion (Green Point) haben die deutschen Architekten ganze Arbeit geleistet. Dank einer geschickten Dachkonstruktion ist eine perfekte Beleuchtung sowie eine vollkommen abgeschlossene Beschallung möglich. Die futuristische Außenhülle des Stadions aus Glasfasergewebe reflektiert zudem die Lichteinwirkungen der Sonne und lässt die ondulierende Silhouette in den verschiedensten Farben erscheinen.
In Port Elisabeth steht das Nelson Mandela Bay-Stadion, das vor allem durch seine Dachkonstruktion ins Auge fällt. Der blattähnliche Bau mit einer Fläche von 35.000 Quadratmetern ist technisch gesehen eine durch Dreigurtbinder getragene Aluminium-Blecheindeckung mit weißen PTFE Membranflächen in den Zwischenfeldern. Die Konstruktion schützt die Zuschauer nicht nur vor Wind und Sonne, sondern bietet auch einen imposanten Anblick. Gerade bei voller Beleuchtung am Abend spiegelt sich die Fußball-Arena im North End Lake wie eine Blüte im See.
Das mit 70.000 Sitzplätzen ausgestattete Moses Mabhida Stadion in Durban ist nicht nur die zweitgrößte, sondern wohl auch die spektakulärste Arena. Ein Y-förmiger Stahlbogen, der 340 Meter lang und 104 Meter hoch ist, spannt sich längs über das Stadion. Der Bogen dient vordergründig als tragendes Element für das Membran-Dach. An dem 2700 Tonnen schweren Bogen hängen insgesamt etwa 18 km Stahlseile. Den Zuschauern ist ein sogenannter „Skywalk“ vom Scheitelpunkt der Kurve möglich, wobei sie eine Gondel entlang des Bogens in die Höhe befördert und einen herrlichen Ausblick über Durban und den Indischen Ozean garantiert.

