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Die Entscheidung für ein Ingenieurstudium

Dozent vor der Tafel
Fragt man Abiturienten mit technisch-naturwissenschaftlicher Begabung nach ihren Berufswünschen, sind die Antworten meist recht vage: „Irgendwas mit Technik – vielleicht Maschinenbau“, „Meine Leidenschaft sind Computer – ein Informatikstudium könnte vielleicht das Richtige für mich sein“. So oder ähnlich lauten viele Aussagen von Schulabsolventen.
Interview Dr.-Ing. Wolfgang Mertin, Universität Duisburg-Essen, zum Thema schulische Qualifikation aus:
think ING. -DVD ´Ingenieurberufe in Bewegung'

Der Markt der Möglichkeiten im Ingenieurbereich ist riesig, so riesig und unüberschaubar, dass viele Schüler überhaupt noch nicht wissen können, welche Türen ihnen offenstehen. Wer kennt schon Studiengänge wie Bachelor oder Master of Engineering für carbonfaserverstärkte Kunststoffe an der privaten FH in Göttingen, Umwelttechnik und Ressourcenmanagement an der Uni Bochum oder Nanostrukturtechnik an der Uni Würzburg? Jeder technisch Interessierte sollte genau herausfinden für welche Fachgebiete er sich besonders eignet. Sonst besteht die Gefahr, sich erstmal für „irgendetwas“ einzuschreiben, was so „ungefähr“ in die Richtung geht, von der man denkt, das könnte einem Spaß machen. Besser ist, sich schon vor der definitiven Studienentscheidung mit Hilfe von Medien und Fachliteratur, Internet-Informationsangeboten und natürlich auch persönlichen Gesprächen bei Berufsberatern des Arbeitsamtes oder der Universitäten zu informieren.

Die große Nachfrage an qualifizierten Ingenieuren vonseiten der Industrie wird auch in Zukunft nicht abreißen. Gerade in dem riesigen Berufsfeld der Ingenieurwissenschaft sind unweigerlich Spezialisierungen auf einzelne Fachgebiete erforderlich, da es wohl niemanden gibt, dessen Kenntnisse vom Software-Engineering über Materialwissenschaften und Konstruktionstechnik bis hin zum Innovations- und Projektmanagement reichen. Auch Universal-Genies wie Leonardo da Vinci hätten es heutzutage schwer; Angebot und Nachfrage sind einfach unüberschaubar riesig geworden. Information und Spezialisierung tut not. Darum sollte jeder zukünftige Student genügend Zeit darauf verwenden, herauszufinden, wo seine Stärken und Interessen innerhalb der einzelnen Ingenieur-Disziplinen liegen.

Ist man sich seiner Fähigkeiten wie logisch-mathematisches Talent, selbstständiges und problemlösendes Denken und Freude an technischer Arbeit sicher und hat man seinen Interessen- und Fachbereich innerhalb der Ingenieurwelten schon halbwegs eingegrenzt, so ist man leider trotzdem noch nicht am Ziel. Die Qual der Wahl besteht nämlich auch darin, auf welchem Weg der zukünftige Ingenieur oder die zukünftige Ingenieurin zu ihrem Traumberuf kommt. Soll es ein Studium an einer Berufsakademie (BA) oder an einer Technischen Hochschule (TU) sein? Oder doch lieber der klassische Weg über Fachhochschulen (FH) oder Universitäten? Auch hier spielt das spätere Berufsziel eine entscheidende Rolle. Während FHs und Akademien eher für praxisorientierte Berufe ausbilden, werden Ingenieure mit Uni-Abschluss von Arbeitgebern verstärkt in Positionen mit theoretischen Aufgaben eingesetzt.

Aber damit noch nicht genug. Haben doch Europas Bildungsminister 1999 in Bologna beschlossen, die größte Hochschulreform der vergangenen Jahrzehnte und damit den Totalumbau aller Studiengänge aufs Gleis zu bringen. Der Bologna-Zug hat inzwischen richtig Fahrt aufgenommen und soll bis 2010 den Zielbahnhof erreichen. Laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) (Stand: 1.3.2006) führen mittlerweile 36 % aller Studiengänge an deutschen Hochschulen zu den Abschlüssen Bachelor und Master. Die Ingenieurwissenschaften liegen mit einer Umstellungsquote von 51 % bundesweit sogar auf dem zweiten Platz der bereits reformierten Studiengänge. Und das ist erst der Anfang: Der entscheidende Schub steht noch unmittelbar bevor.
Damit keiner im Dschungel der Reformen den Überblick verliert, widmen sich die folgenden Rubriken ausschließlich den Fragen zu Bachelor-, Master- und Diplom-Studiengängen in den Ingenieurwissenschaften.

Beschäftigt man sich als junger Mensch mit all den Entscheidungen, die nach einem Schulabschluss in punkto Berufswahl und Studienfach anstehen, kann man wirklich den Eindruck bekommen, die schöne Zeit des Lebens ist jetzt vorbei. Eigene Fähigkeiten und Talente analysieren, aus einer unüberschaubaren Vielzahl von Studiengängen den Richtigen herausfiltern, eine Entscheidung für oder gegen Uni, FH, TU oder Berufsakademie treffen und sich dann auch noch vor Beginn des Studiums mit Abschlüssen wie Bachelor, Master oder Diplom beschäftigen müssen – das kann einem schon Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte bereiten.

Keine Sorge, damit es erst gar nicht zu solchen Verunsicherungen kommt, bringt think ING. mit ersten Informationsangeboten und weiterführenden Verlinkungen Licht ins Dunkel. Schließlich soll doch die Freude aufs kommende Studium den Stress mit der Studienfachwahl im Vorfeld übertreffen …

22.05.2013 | 16:06:07

Studienschwerpunkte • Ingenieurstudium/-beruf allgemein

Thema: Luft - und Raumfahrttechnik II

Text: Hallo YouDon'tKnowAlex, vielen Dank für deine Frage und Geduld. Eine allgemein gültige Antwort zu formulieren, welche Universität die „beste“ ist und...

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Vielfalt der Studiengänge

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Studierende im Ingenieurwesen haben eine große Auswahl an Studiengängen. Da ist für jeden etwas dabei!

Kurzbeschreibung: "Das multimediale Infotainment zum Thema Ingenieurstudiengänge und -berufe - entstanden in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Unternehmen.
Zwei sympathische Moderatoren erläutern 25 Fragen, die Schüler und Studenten fomuliert haben. So werden nicht nur zahlreiche Fachinformationen präsentiert, sondern auch viele allgemeine Tipps gegeben.
Eine interaktive Videotour, 46 weitere Videoclips, eine Studienortsuche und viele Informationsseiten vermitteln ein solides Basiswissen. (DVD-ROM, 5. Auflage, 2011)"

Themenauflistung: Berufsbild "Ingenieur", Hochschule und Studium, Wegweiser, Blick in die Arbeitswelt

Herausgeber/Autor: think ING.

Ausgabe: 5. Auflage, 2011

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Arbeitsämter

Verwendungszweck: allgemeine Information

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