// THINK ING. // Das Ingenieurstudium // Bachelor- & Masterstudiengänge // Arbeitgeber & Arbeitsmarkt
Bachelor- und Masterstudiengänge
Wie beurteilen Arbeitgeber und Arbeitsmarkt die neuen BA- und MA-Abschlüsse?
|
|
|
© Thomas K. / Photocase.com
|
Im Jahr 2005 urteilten die besten deutschen Technischen Universitäten, die sogenannten TU 9, den Bachelor noch einhellig als „Schmalspur“-Abschluss ab und schworen dem guten alten Dipl.-Ing. die Treue. Der Bologna-Prozess hingegen sieht die Vereinheitlichung des europäischen Hochschulwesens vor. Ganz hat die Vereinheitlichung bisher nicht geklappt. Doch den alten Diplomstudiengang im Ingenieurwesen gibt es nur noch vereinzelt. Bachelor und Master of Engineering oder Science bilden die Zukunft.
Personalverantwortliche sind optimistisch
Trotz aller Eitelkeiten steht die Realität vor der Tür. Erst stieg die Zahl der neu angebotenen BA- und MA-Studiengänge, dann die Zahl der dafür eingeschriebenen Studenten. Die Zahl der Absolventen wird folgen. Schon aus eigenem Interesse schätzt der Mittelstand das reformierte Studium durch verkürzte Studienzeiten und praxisorientierte Inhalte hoch ein. International tätige Unternehmen stehen den neuen Abschlüssen ohnehin positiv gegenüber. Gerade sie haben permanenten Bedarf an qualifizierten, flexiblen und international ausgerichteten Ingenieuren. „Wir machen keinen Unterschied zwischen Diplom und Bachelor. Bei uns bekommt jeder eine Chance, der das nötige Talent hat!“, sagt etwa Anja Flatken, Attraction und Recruitment Managerin beim Ölkonzern Shell. Entscheidend für die Unternehmen ist immer noch die Aufgabe, für die der Absolvent eingesetzt werden soll.
Ob BA, MA oder Dipl.-Ing. - gute Abschlüsse sind für Personaler solche, die Studenten fit für den Unternehmensalltag machen. „Bewerber aus dem Elfenbeinturm sind nicht gefragt. Wir brauchen Leute, die ihre PS auf die Straße bringen", sagt Silvia Rieble, Recruiting-Verantwortliche bei Siemens Management Consulting, der Inhouse-Beratung des Technologiekonzerns. „Gesucht werden vor allem 'Charakterköpfe'", sagt Rieble. Akademische Meriten allein zählen wenig. Für viele Personalchefs sind die persönlichen Stärken, die sogenannten Soft Skills, mindestens genau so wichtig. Problemlösendes Denken, Kommunikationsfähigkeit, Präsentationsstärke, Teamfähigkeit und Belastbarkeit. Dazu noch die Erfahrung einiger Praktika, Auslandssemester und Mehrsprachigkeit. Nimmt man dies alles zusammen, hat man den Cocktail angerührt, der im Ingenieurberuf zum Erfolg führen wird.
Bachelor und Master
Kann man bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten nur im Unternehmen erwerben, ist ein früher Berufseinstieg sinnvoll, der durch den Bachelorabschluss jetzt endlich möglich wird. Erfordert der spätere Beruf aber viel wissenschaftlich-technisches Know-how, das nur an der Universität gelehrt werden kann, ist der Master die bessere Qualifikation für den Arbeitsmarkt. Der klassische Dipl.-Ing. läuft an allen Hochschulen aus. Egal, ob BA, MA oder Diplom, letztlich ist für Unternehmen und Absolventen der Abschluss nur das Einstiegsticket in den Beruf. Entscheidend für Karriere und Gehalt ist immer noch, wie der Absolvent sich konkret im Job verhält, bewährt und weiterentwickelt.
Auch die Universitäten können noch so viele Hochschulreformen erfolgreich vorantreiben und dem Arbeitsmarkt bestens ausgebildete Studenten zur Verfügung stellen, eines schafft auch ein reformiertes Studium nicht: Jobs.
Im Gegensatz zu vielen anderen Studienrichtungen besitzen Ingenieure aber das Privileg, sich darüber keine Gedanken machen zu müssen. Das Angebot an Jobs übersteigt die Anzahl an Bewerbern bei Weitem.
Personalverantwortliche sind optimistisch
Trotz aller Eitelkeiten steht die Realität vor der Tür. Erst stieg die Zahl der neu angebotenen BA- und MA-Studiengänge, dann die Zahl der dafür eingeschriebenen Studenten. Die Zahl der Absolventen wird folgen. Schon aus eigenem Interesse schätzt der Mittelstand das reformierte Studium durch verkürzte Studienzeiten und praxisorientierte Inhalte hoch ein. International tätige Unternehmen stehen den neuen Abschlüssen ohnehin positiv gegenüber. Gerade sie haben permanenten Bedarf an qualifizierten, flexiblen und international ausgerichteten Ingenieuren. „Wir machen keinen Unterschied zwischen Diplom und Bachelor. Bei uns bekommt jeder eine Chance, der das nötige Talent hat!“, sagt etwa Anja Flatken, Attraction und Recruitment Managerin beim Ölkonzern Shell. Entscheidend für die Unternehmen ist immer noch die Aufgabe, für die der Absolvent eingesetzt werden soll.
Ob BA, MA oder Dipl.-Ing. - gute Abschlüsse sind für Personaler solche, die Studenten fit für den Unternehmensalltag machen. „Bewerber aus dem Elfenbeinturm sind nicht gefragt. Wir brauchen Leute, die ihre PS auf die Straße bringen", sagt Silvia Rieble, Recruiting-Verantwortliche bei Siemens Management Consulting, der Inhouse-Beratung des Technologiekonzerns. „Gesucht werden vor allem 'Charakterköpfe'", sagt Rieble. Akademische Meriten allein zählen wenig. Für viele Personalchefs sind die persönlichen Stärken, die sogenannten Soft Skills, mindestens genau so wichtig. Problemlösendes Denken, Kommunikationsfähigkeit, Präsentationsstärke, Teamfähigkeit und Belastbarkeit. Dazu noch die Erfahrung einiger Praktika, Auslandssemester und Mehrsprachigkeit. Nimmt man dies alles zusammen, hat man den Cocktail angerührt, der im Ingenieurberuf zum Erfolg führen wird.
Bachelor und Master
Kann man bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten nur im Unternehmen erwerben, ist ein früher Berufseinstieg sinnvoll, der durch den Bachelorabschluss jetzt endlich möglich wird. Erfordert der spätere Beruf aber viel wissenschaftlich-technisches Know-how, das nur an der Universität gelehrt werden kann, ist der Master die bessere Qualifikation für den Arbeitsmarkt. Der klassische Dipl.-Ing. läuft an allen Hochschulen aus. Egal, ob BA, MA oder Diplom, letztlich ist für Unternehmen und Absolventen der Abschluss nur das Einstiegsticket in den Beruf. Entscheidend für Karriere und Gehalt ist immer noch, wie der Absolvent sich konkret im Job verhält, bewährt und weiterentwickelt.
Auch die Universitäten können noch so viele Hochschulreformen erfolgreich vorantreiben und dem Arbeitsmarkt bestens ausgebildete Studenten zur Verfügung stellen, eines schafft auch ein reformiertes Studium nicht: Jobs.
Im Gegensatz zu vielen anderen Studienrichtungen besitzen Ingenieure aber das Privileg, sich darüber keine Gedanken machen zu müssen. Das Angebot an Jobs übersteigt die Anzahl an Bewerbern bei Weitem.
|
|

