Bachelor- und Masterstudiengänge
Fremdsprachen und Auslandsaufenthalte werden für Ingenieure immer wichtiger
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© D. Wagener
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Interview mit Dr. phil. Heide Naderer, Dezernentin International Office RWTH Aachen, zum Thema Studieren im Ausland aus: think ING.-DVD 'Ingenieurberufe in Bewegung'
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Gerade mathematisch-naturwissenschaftlich begabte junge Menschen werden vielleicht davor zurückschrecken, sich jetzt auch noch mit Vokabeln und Grammatik anderer Sprachen herumschlagen zu müssen, liegen doch die persönlichen Stärken eher im Rechenzentrum des eigenen Großhirns. Letztlich kann man sich den wirtschaftlichen Entwicklungen aber nicht verschließen. Die Internationalisierung der Märkte, die Gewinne der deutschen Unternehmen mit immer mehr Exporten und die Verlagerung vieler Produktionsstandorte ins Ausland erfordert einfach mehrsprachiges Know-how des deutschen Ingenieurnachwuchses.
Für viele Studiengänge gibt es bereits integrierte Auslandsabschnitte, die man unbedingt nutzen sollte oder man ergreift selbst die Initiative, packt die Koffer und schweift in die Ferne. Die Anrechnung der an der Gastuniversität erbrachten Leistungen ist seit der Bologna-Reform ja kein Problem mehr. Das Bachelor- oder Masterstudium macht es den Studenten in jedem Fall einfacher, im Ausland zu studieren. Mit der Einführung der thematischen Module und der ECTS-Credits werden die Leistungen nationaler und internationaler Hochschulen vergleichbar. Die aufreibende Diskussion um die Anerkennung der Kurse im Ausland fällt in Zukunft weg. Ohne Frage, die neuen Abschlüsse führen zu mehr studentischer Mobilität innerhalb Europas. Was zählt, ist der Leistungsaufwand – wo er erbracht wurde spielt hingegen keine Rolle mehr.
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Interview mit Carl Martin Welcker, Geschäftsf. Gesellschafter, Alfred H. Schütte GmbH & Co.KG, zum Thema Auslandsaufenthalte aus:
think ING.-DVD 'Ingenieurberufe in Bewegung' |
Für Bachelor-Studenten wird es aufgrund der Kürze des Studienganges allerdings schwierig, länger als ein Semester im Ausland zu verweilen. Ohnehin sollte man nicht ins Ausland gehen, bevor die notwendigen Grundlagen im Fach erworben wurden. Gerade bei Bachelorstudiengängen ist es schwierig, eine klare Empfehlung für den optimalen Zeitpunkt des Auslandssemesters abzugeben, da dem gestrafften und reformierten Studium die Mittelzäsur fehlt. Das Master-Studium hingegen hat nach dem Bachelorabschluss eine klare Unterbrechung und liefert somit einen optimalen Zeitpunkt, um eine abgeschlossene Studienphase im Ausland zu absolvieren und dort die Ausbildung zu vervollständigen. Doch selbst dann, wenn ein Urlaubssemester ins Studium eingebaut muss, sollte man für ein paar Monate in ein anderes Land gehen. Die Zeit in der Fremde ist immer eine Bereicherung der eigenen Vita. Man entwickelt sich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich.
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Interview mit Thomas Kleinefeld, Maschinenbaustudent, zum Thema Anerkennung von Leistungsnachweisen aus:
think ING.-DVD 'Ingenieurberufe in Bewegung' |
Bei der späteren Bewerbung um einen Job geht es nicht nur um eine gute Note auf dem Abschlusszeugnis, sondern auch um die viel beschworenen „Soft skills“. Wer einen Auslandsaufenthalt vorweist, beweist Flexibilität und Mobilität, kann Krisensituationen meistern und sich auf neue Umgebungen einstellen. Und dazu noch das schlagende Argument der vor Ort im Ausland erworbenen Sprachkenntnisse. Sicher lohnt es sich, das Studium in Deutschland mit allem Engangement durchzuziehen und die Zeit zu gewinnen, um in einem anderen Land neue Erfahrungen zu sammeln. Reisende soll man eben nicht aufhalten …

