Studienarten
Das duale Studium ist mehr als eine Alternative
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© Wikipedia (Public Domain), Fotolia, bilderbox
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Ein duales Studium ist die ideale Antwort für alle Abiturienten, die sowohl eine Ausbildung als auch ein Studium absolvieren möchten. Denn dieses Modell verbindet eine betriebliche Berufsausbildung mit einem Studium an einer Hochschule oder an einer Berufsakademie in einer überschaubaren Zeit. Praktische Phasen der Ausbildung wechseln sich mit Theoriephasen des Studiums ab. Die Studierenden erhalten am Ende des ausbildungsintegrierten Studiums sowohl den Berufsabschluss als auch den Bachelor. Davon zu unterscheiden ist das praxisorientierte Studium. Studierende verbringen mindestens 40 Wochen der Studiengesamtzeit in einem Unternehmen. Allerdings erhalten Absolventen keinen berufsbildenden Abschluss, sondern ausschließlich den Studienabschluss. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg bietet beispielsweise ein praxisintegriertes Studium an.
Voraussetzungen für ein duales Studium sind das Abitur oder die Fachhochschulreife und ein Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen, das in diesem Modell ausbildet. Das Studium ist sehr straff organisiert, sodass die Teilnehmer über ein gutes Zeitmanagement und eine ausgeprägte Disziplin verfügen sollten. Die Akzeptanz in der Wirtschaft wächst kontinuierlich.
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Interview mit Dirk Werner, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln, zum Thema duales Studium
aus: DVD 'Ingenieurberufe in Bewegung' |
Ausbildungsbetrieb, Hochschule und los
Zuerst sucht man sich ein Unternehmen, das mit einer Bildungseinrichtung kooperiert. Davon gibt es in der gesamten Bundesrepublik etwa 8.400 im Ingenieurbereich. Zählt man Wirtschaftswissenschaften und Sozialwesen noch dazu, käme man insgesamt auf 28.395 Unternehmen, die in diesem Verbund Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Diese Dimension zeigt die steigende Bedeutung dieser Ausbildungsform. Die Unternehmen werben zum Beispiel auf ihren Websites mit dieser Möglichkeit der Ausbildung. Dort schließt man einen Ausbildungsvertrag ab. Anschließend kann man sich an der Hochschule oder Berufsakademie bewerben, die mit dem neuen Arbeitgeber zusammenarbeitet.
308 Studiengänge stehen zur Wahl
Auch immer mehr Studierende entscheiden sich für ein Duales Studium. Im Jahr 2010 waren bundesweit 50.800 Studierende in einem dualen Studiengang eingeschrieben - knapp 25 Prozent mehr als noch im Jahr 2004. Auch das Angebot steigt kontinuierlich: Inzwischen gibt es laut einer Vollerhebung der HIS Hochschul-Informations-System GmbH deutschlandweit 797 duale Studiengänge, die mit einem Bachelor-Abschluss enden. Darunter nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung 308 ingenieurwissenschaftlich ausgerichtete Studiengänge - im Jahr 2009 waren es noch 267. Mit 120 Studiengängen bietet die Fachrichtung Maschinenbau die größte Auswahl an ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen - gefolgt von Elektrotechnik mit 77 Angeboten.
Das Wintersemester beginnt am 1. Oktober, das Sommersemester am 1. April. Einzelne Hochschulen können von diesen Terminen abweichen. Die betriebliche Ausbildung beginnt entweder am 1. August oder am 1. September. Sowohl das Bewerbungsverfahren in den Unternehmen als auch die Frist vor Studienbeginn nehmen einige Zeit in Anspruch. Deshalb sollte man mit der Suche rechtzeitig anfangen, im besten Fall bereits ein Jahr im Voraus.
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Eine Studierende berichtet von ihren Erfahrungen mit dem Dualen Studium
aus: DVD ´Ingenieurberufe in Bewegung` |
Der Einstieg ins Berufsleben
Natürlich schweißt es zusammen, wenn man rund die Hälfte der dreijährigen Studienzeit in einem Unternehmen arbeitet. Es gibt zwar keine offizielle Verpflichtung zur Übernahme, trotzdem verbleiben rund zwei Drittel aller Absolventen in ihren Unternehmen. Profunde Kenntnisse der innerbetrieblichen Funktionalitäten, geringe Einarbeitungskosten und Heranbildung eines eigenen Führungsnachwuchses mögen einige der Gründe dafür sein. Mit einer Übernahme nach drei Jahren Zusammenarbeit kann sich der Arbeitgeber relativ sicher sein, dass seine Erwartungen an den Mitarbeiter auch in Zukunft erfüllt werden.

