Studienarten
Zuerst der Vertrag - dann der Studienplatz
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© Stefan Thiermayer - Fotolia.com
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Das Bewerbungsverfahren für einen Ausbildungsplatz beginnt 12 bis 18 Monate vor Beginn der Ausbildung. Ist die Entscheidung für ein Unternehmen getroffen, das im Verbund mit einer Hochschule ausbildet, werden die vollständigen Bewerbungsunterlagen dorthin geschickt. Dazu gehören ein Anschreiben, Foto, Lebenslauf und aktuelle Zeugniskopien – in der Regel das Zeugnis der Jahrgangsstufe 12. Bei einer Online-Bewerbung hat das Unternehmen entweder entsprechende Formulare auf seiner Website vorbereitet oder man schickt die eingescannten Bewerbungsunterlagen als Anhang in einer E-Mail.
Dabei achten die Unternehmen besonders auf die Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen. So trifft Peter Schomakers, bei der Robert Bosch AG im Bereich Personalentwicklung für die Berufsakademie Technik und kooperative Studiengänge zuständig, bereits bei der Sichtung der Bewerbungsunterlagen eine Vorauswahl: „Für uns ist der erste Eindruck der Bewerbung entscheidend. Neben den Schulnoten spielt allerdings auch der Nachweis weiterer Qualifikationen, wie Fremdsprachenkenntnisse oder persönliches Engagement, eine wichtige Rolle.“
Für Petra Krüger, Leiterin Competence Center Ausbildung bei der Deutschen Telekom AG, sind überdurchschnittliche Qualifikationen eine Grundvoraussetzung: „Neben einer guten Fachhochschulreife oder Abitur sowie guten Englisch- und PC-Kenntnissen, sind uns gute Noten in Mathematik und in naturwissenschaftlichen Fächern wichtig. Besonderen Wert legen wir auf außerfachliche Fähigkeiten, wie sicheres Auftreten, hohe Selbstständigkeit sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit.“
Zum weiteren Auswahlverfahren gehört mindestens ein Vorstellungsgespräch. Oft wird die Auswahl auch mittels eines sogenannten Assessment-Centers getroffen. Dieses Verfahren erstreckt sich über einen oder zwei Tage. Anhand diverser Übungen, Gruppenaufgaben und Interviews werden die unterschiedlichen Fähigkeiten und Eigenschaften der Kandidaten getestet.
„In unserem Auswahlverfahren wird in einem persönlichen Gespräch zunächst die Studierfähigkeit beurteilt. Anschließend entscheidet der Ausgang eines Interviews, ob ein Bewerber in das Unternehmen passt“, beschreibt Petra Krüger das Prozedere bei der Deutschen Telekom.
Auch Peter Schomakers legt viel Wert auf die Ergebnisse der berufsspezifischen Eignungstests: „Wir möchten sichergehen, dass der Bewerber für das Studium geeignet ist. Zur Beurteilung der sozialen Kompetenz führen wir gezielte Gruppenübungen durch, in zwei persönlichen Interviews testen wir weitere Qualifikationen, wie berufsbezogene Motivation, Eigeninitiative und Engagement, Team- und Kommunikationsfähigkeit, analytisches Denken, Mobilitätsbereitschaft, Belastbarkeit und Kundenorientierung.“
Ist der Ausbildungsvertrag unterschrieben, wendet man sich der Studienplatzsuche zu und ein weiteres Bewerbungsverfahren steht an.
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Studienberaterin Kirsten Möller-Nengelken erklärt Besonderheiten des Dualen Studiums, insbesondere zum Bewerbungsverfahren
aus: DVD ´Ingenieurberufe in Bewegung` |
Die Bewerbung an einer Hochschule
Voraussetzung für die Bewerbung um einen Studienplatz im dualen Studium sind ein Ausbildungsvertrag und eine Hochschulzugangsberechtigung, Abitur oder Fachhochschulreife.
Die Hochschulen veröffentlichen auf ihren Websites, wie das jeweilige Bewerbungsverfahren abläuft. Diese Verfahren variieren, sodass man sich vorher über die Bedingungen und Fristen genau informieren sollte. Zumeist haben die Hochschulen Listen mit ihren Ausbildungspartnern parat, an die man wiederum eine Bewerbung richten kann. Manche dieser Firmen übernehmen sogar die Bewerbung an der Hochschule oder Berufsakademie für ihre neuen Auszubildenden. Aber auch externe Betriebe können angesprochen werden, die Akademie kontaktiert diese dann, prüft deren Ausbildungsinhalte und regelt die Kooperation.

