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Studienarten

Was kostet ein duales Studium?

Duale Studiengänge unterscheiden sich nicht nur im Ablauf des Studiums, sondern auch in finanzieller Hinsicht von einem klassischen Hochschulstudium. Müssen Studiengebühren gezahlt werden? Gibt es einen Semesterbeitrag? Erhält man eine Ausbildungsvergütung? Es können einige grundsätzliche Aussagen darüber getroffen werden, dennoch sind die Regelungen unterschiedlich und sollten bei den jeweiligen Hochschulen genauer erfragt werden.
Berufsakademien haben ihre eigenen Gesetze
Vor allem Berufsakademien bieten eine breite Auswahl an technischen dualen Studiengängen an. Neben den klassischen Institutionen Universität und Fachhochschule sind Berufsakademien eine Alternative, die sich auch finanziell lohnen kann. Hinzu kommt, dass viele Berufsakademien jahrzehntelange Erfahrung in der dualen Ausbildung haben und sehr eng mit den Partnerunternehmen zusammenarbeiten.

Während die Studienkosten für ein duales Studium an einer Universität oder Fachhochschule relativ einheitlich geregelt sind, sind die Gebühren der einzelnen Berufsakademien sehr unterschiedlich. In einigen Fällen kommen zusätzlich zu den Studiengebühren noch Prüfungsgebühren hinzu. Jedoch werden die entstehenden Kosten entweder ganz oder anteilig von den Ausbildungsunternehmen getragen.

Studenten an Berufsakademien bekommen von ihren Betrieben in der Regel eine Ausbildungsvergütung. Die Höhe der Vergütung wird zwischen dem Unternehmen und dem Auszubildenden ausgehandelt. Als Richtlinie gelten aber die tariflich festgelegten Ausbildungsgehälter. In einigen Fällen wird allerdings die Vergütung mit den Kosten des Studiums verrechnet. Es ist also sehr wichtig, sich im Voraus bei den einzelnen Berufsakademien zu informieren, welche Kosten auf einen zukommen und in welcher Höhe diese vom Arbeitgeber mitgetragen werden.

In vielen Bundesländern ist es grundsätzlich möglich, für ein duales Studium an einer Berufsakademie BAföG zu beantragen. Ausnahmen bilden die Berufsakademien in Hessen und Niedersachsen, hier ist eine BAföG-Förderung nicht möglich.
Wie sieht es mit den Finanzen an Uni und FH aus?
Das duale Studium ist seit einigen Jahren auch an Universitäten und Fachhochschulen möglich. Circa 80 Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland bieten duale Studiengänge im technischen Bereich an. Das Studium an der Hochschule wird zeitgleich mit der praktischen Ausbildung begonnen. Wie an den Berufsakademien auch, wechseln sich Praxis- und Theoriephasen ab.

Studiengebühren kommen auf die Studierenden dualer Studiengänge an FH und Uni natürlich nur dann zu, wenn das entsprechende Bundesland auch Gebühren erhebt. Je nach Bundesland muss unterschiedlich tief in die Tasche gegriffen werden. Zusätzlich zu den Studiengebühren müssen noch Semesterbeiträge gezahlt werden, die die Hochschulen selbst festlegen. Darin enthalten sind die Kosten für die Verwaltung, das Studentenwerk und ein Semesterticket für den öffentlichen Personennahverkehr. Sowohl die Studiengebühren als auch der Semesterbeitrag fallen selten während der Praxisphasen an. In dieser Zeit sind die Studierenden davon befreit oder zahlen einen geringeren Betrag. Im Regelfall kommen die Ausbildungsunternehmen für diese Gebühren nicht auf – das ist aber verhandelbar.

Auch Studierende im dualen Studium an der Uni oder der FH erhalten von ihren Ausbildungsunternehmen meist eine monatliche Vergütung. Diese Vergütung ist so geregelt, wie an den Berufsakademien auch. Übernimmt das Unternehmen die Studiengebühren, kann sich das Gehalt entsprechend verringern. Also sollte man sich auch hier vorher bei den Hochschulen und den Unternehmen erkundigen.

Ein duales Studium an einer FH oder Uni ist BAföG gefördert. Allerdings wird die Ausbildungsvergütung in voller Höhe angerechnet und kann somit über dem Limit für BAföG-Empfänger liegen. In diesem Fall gibt es keine Förderung.



Kostenvergleich duales Studium - klassisches Studium
Die Absolventengehälter variieren
Dual ausgebildete Ingenieure verdienen zu Beginn ihres Berufslebens kaum weniger als Fachhochschulabsolventen eines klassischen Ingenieurstudiengangs. Die Einstiegsgehälter der Bachelorabsolventen unterscheiden sich jedoch noch immer von denen der Masterabsolventen. Das liegt jedoch nicht am dualen Studium. Unterm Strich ist ein duales Studium eine empfehlenswerte Alternative zum klassischen Studium – nicht nur, was die Finanzen betrifft.

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

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Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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