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Studienarten

Fachhochschulen bieten ein praxisnahes Ingenieurstudium

Ein moderner Hörsaal
Traditionell legen die Fachhochschulen bei der Ingenieurausbildung viel Wert auf Praxisnähe. Auch die Universitäten sind durch das neue zweistufige System gezwungen, viele berufsbezogene Inhalte, die bisher nur an den Fachhochschulen Bestandteil des Lehrplans waren, zu übernehmen. Denn der neue Bachelorstudiengang muss in 6-8 Semestern neben dem mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Wissen auch anwendungsbezogene Ingenieurpraxis vermitteln. Was die Unis erst noch reformieren müssen, ist an den Fachhochschulen schon lange Bestandteil der Ausbildung.
Studienberaterin Kirsten Möller-Nengelken erläutert das Wichtigste zur Fachhochschule
aus: DVD ´Ingenieurberufe in Bewegung`

Der Unterschied zur Uni
Wem Praxisnähe wichtig ist, der kann von den bisherigen Lehrplänen der FHs profitieren. Hier liegt der Schwerpunkt seit jeher bei der Anwendung wissenschaftlicher Ergebnisse, nicht bei der Forschung. Praktika, die meist in der Industrie absolviert werden, waren schon immer fester Bestandteil des Stundenplans. Im Gegensatz zur Uni ist das Studium zwar verschulter, das Klima zwischen Student und Dozent aber oft persönlicher. Inhalt und Umfang des Lernstoffs sind straff organisiert. Die durchschnittliche Studiendauer bis zum Bachelor beträgt 6-8 Semester. Ein Masterstudium dauert noch einmal 2-4 Semester.

Interview mit Thomas Kleinefeld, Maschinenbaustudent, zum Thema Praxissemester
aus: DVD 'Ingenieurberufe in Bewegung'

Praxisbezug
Ein besonders enger Praxisbezug ist bei den dualen Studiengängen gewährleistet. Das Studium wird hier in eine berufliche Ausbildung integriert. Man unterscheidet in praxisintegrierte und ausbildungsintegrierte Studiengänge:

Bei den ausbildungsintegrierten Studiengängen wird neben dem Hochschulabschluss noch ein Ausbildungsabschluss erworben. Studium und Ausbildung haben einen inhaltlichen Bezug und sind aufeinander abgestimmt.

Praxisintegrierte Studiengänge bieten auch einen großen praktischen Anteil an, allerdings wird neben dem Hochschulabschluss keine zertifizierte Ausbildung abgeschlossen. Inhaltlich nehmen Theorie und Praxis wenig Bezug aufeinander.

Für beide Studienformen gilt: Voraussetzung ist nicht nur die Einschreibung an einer FH, sondern auch ein Arbeitsvertrag mit einem der kooperierenden Unternehmen. Die daraus erwachsenden Verpflichtungen sind unterschiedlich, die Vorteile in Bezug auf Berufspraxis liegen aber klar auf der Hand. Mittlerweile bieten auch immer mehr Universitäten duale oder kooperative Studiengänge an.

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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