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Studentenfragebogen:

Studienfach(richtung):

Universität / FH / Berufsakademie:

Aktuelles Semester:

Geplanter Studienabschluss:

Name:

Alter:
Facility Management

FH Münster

3

Bachelor of Engineering (B. Eng.)

Susanne Menges

22
Welches Studienfach studierst du und in welchem Semester befindest du dich?
Ich studiere Facility Management an der Fachhochschule Münster und befinde mich am Ende des dritten Semesters.


Welchen Schulabschluss hast du bzw. welche beruflichen Vorkenntnisse?
2005 habe ich Abitur gemacht und habe danach eine 2-jährige Ausbildung zur Immobilienkauffrau absolviert. Weil ich danach das Gefühl hatte, noch mehr wissen zu wollen - speziell im Bereich Gebäudetechnik - habe ich mich dafür entschieden, noch ein Studium anzuhängen, das auf mein Wissen aus der Ausbildung aufbauen kann.

Welches war für dich bisher das herausragende Seminar / Ereignis / Projekt an deiner Hochschule?
Besonders interessant sind die Ringvorlesungen, die im dritten Semester angeboten werden: Hier informieren uns Referenten aus Unternehmen über aktuelle Themen und Trends der Branche. Der Praxisbezug ist hoch und man spürt das Interesse der Unternehmen an uns als zukünftigen Branchennachwuchs. So entsteht oft eine spannende Gesprächsatmosphäre, da bewusst die Diskussion mit uns Studierenden gesucht wird.

Wie weit ist dein Studienort von deinem Heimatort entfernt?
circa 100 km

Was war der Grund, die Hochschule auszuwählen, an der du heute studierst?
Ein besonderer Vorteil sind die kleinen Gruppen. Angefangen haben wir mit etwa 30 Studierenden, auf die so natürlich individuell eingegangen werden kann. Da entsteht schnell eine Gruppendynamik - es gibt keine Anonymität, wie in einem „Massenstudiengang“. Ein weiteres Kriterium war der interdisziplinäre Studienverlauf: Wir hören Vorlesungen aus den Bereichen Bauingenieurwesen, Architektur, Energie-Gebäude-Umwelt oder auch Wirtschaft oder Oecotrophologie. Das ist vielfältig, anspruchsvoll und spannend. Eintönig ist unser Stundenplan jedenfalls nicht!
Außerdem ist der Ruf der FH Münster sehr gut. Nicht vergessen werden darf natürlich auch, dass Münster als Studentenstadt ein idealer Studienort ist.

Bist du mit der Entscheidung für deine Hochschule zufrieden/unzufrieden?
Sehr zufrieden! Der Kontakt zwischen Professoren und Studierenden ist gut, man hat das Gefühl, dass man sich für unsere Anliegen interessiert. Außerdem verfügt unser Institut über vielfältige Kontakte in die Branche, was man schon an dem hohen Anteil externer Referenten in der Ringvorlesung merkt. Ich habe es nie bereut, den Schritt „Studium“ noch zu wagen.

Was könnte sich an deiner Hochschule noch zum Vorteil verändern? Was müssten die Dozenten deiner Ansicht nach noch besser machen?
Facility Management ist ein Berufsbild, das erst langsam in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt. Erst allmählich werden wir in den Vorlesungen der anderen Fachbereiche als eigener Studiengang angesehen. Es ist gut, dass man von uns im Bereich BWL beispielsweise die gleiche Leistung verlangt wie von einem „reinen“ Wirtschaftsstudenten. Manchmal jedoch wäre es schön, wenn mehr Rücksicht darauf genommen werden würde, dass wir uns nicht komplett auf einen Fachbereich konzentrieren können.

Welche Note gibst du deiner Hochschule und deinen Dozenten insgesamt?
Eine 2,0

Welche Unterrichtsfächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht bzw. – falls du Abitur hast – welche Leistungskurse hattest du seinerzeit?
Ich bin ein kreativer Mensch, deswegen lagen meine Lieblingsfächer immer im Bereich Sprachen. Meine Leistungskurse waren Deutsch und Englisch. Physik und Chemie habe ich nach der 10. abgewählt - also kein klassischer Lebenslauf für einen Ingenieur.

Wann stand für dich fest, dass du Ingenieur/in werden willst?
Nach der Ausbildung habe ich gemerkt, dass ich neben dem kaufmännischen Handwerkszeug gerne auch Wissen im Bereich Gebäudetechnik oder Gebäudeautomation besitzen würde. Und welcher Studiengang bietet sich in der Immobilienwirtschaft da mehr an als Facility Management?

Was war ausschlaggebend, dass du dich für ein Ingenieurstudium dieser speziellen Fachrichtung entschieden hast?
Ich habe sehr viele Informationen eingeholt, was die Berufsaussichten und den Studienverlauf angeht und mich letztendlich für Facility Management entschieden. Das passt zu meiner Ausbildung und bietet mir darüber hinaus die Möglichkeit, mehr von der technischen Seite der Immobilienwirtschaft zu lernen. Das war genau das, was ich nach der Ausbildung gesucht habe. Die Berufsaussichten sind hervorragend - ich weiß, dass es sich lohnt viel zu leisten. Der Markt braucht Schnittstellenspezialisten, die den gesamten Lebenslauf einer Immobilie zu managen wissen.

Wie viel Prozent deiner Zeit verbringst du …
a) an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Bibliothek): 45 %
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 20 %
c) mit Studentenjobs: 10 %
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 25 %

Beschreibe in Prozent, welche Art von Wissen und Vorkenntnissen deiner persönlichen Meinung nach besonders wichtig für dein Studium sind oder waren …
a) in der schulischen Laufbahn erworbenes Wissen: 10 %
b) durch Fachliteratur / Internet im Selbststudium erworbenes Wissen: 50 %
c) durch Hobbys / Freizeitaktivitäten und spezielle Interessen erworbenes Wissen: 10 %
d) in bestimmten Vorkursen an der Uni oder FH erworbenes Wissen? 30 %

Welches Medium nutzt du überwiegend für deine Informationsbeschaffung?
a) Uni-Bibliothek 10 %
b) Seminar-Literatur und kopierte Handouts 65 %
c) E-Mail und Internet 15 %
d) Fachzeitschriften 5 %
e) selbst gekaufte Fachbücher 5 %

Wo lagen/liegen die größten Schwierigkeiten zu Beginn deines Studiums?
Das „Pendeln“ zwischen den einzelnen Fachbereichen, die alle unterschiedliche Anforderungen an uns hatten. Wir mussten uns erst einmal darauf einstellen, überall ein wenig zuhause zu sein.

Wie und wodurch hast du diese Schwierigkeiten gemeistert?
Das haben wir eigentlich als Gruppe zusammen ganz gut gemeistert. Wir sind über Internetplattformen gut vernetzt und der Informationsfluss untereinander ist unproblematisch. Der Kontakt zu höheren Semestern ist ebenfalls hilfreich, so verbessert sich die Organisation von Jahr zu Jahr.

Für welche ingenieurwissenschaftliche Vertiefungsrichtung wirst/hast du dich in den weiterführenden Semestern entscheiden/entschieden?
Noch habe ich mich nicht entschieden, ob ich mich im Bereich des technischen, kaufmännischen oder infrastrukturellen Facility Management spezialisieren möchte.

Studiert man eher gemeinsam mit anderen Kommilitonen oder kocht letztlich doch jeder sein eigenes Süppchen?
50:50, würde ich sagen. Unser Studiengang ist auf viel Projekt- und Präsentationsarbeit ausgelegt, in der wir oft zusammenarbeiten und die Ergebnisse präsentieren müssen. Da ziehen wir an einem Strang. Manche Fächer lassen sich aber auch einfach besser alleine lernen.

Wie wichtig sind in deinem Studienfach Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Praktika?
Technisches Englisch und Business English sind ein fester Teil unseres Stundenplans. Eine Praxisphase von mindestens 11 Wochen Dauer im 6. Semester ist Pflicht, oft verknüpft mit dem Bachelorarbeit-Thema. Gerne kann man dieses Praktikum im Ausland machen, ist an unserem Institut aber eher die Ausnahme.

Was wäre dein absoluter Traumjob nach dem Studium?
Mich interessieren derzeit viele Bereiche: Krankenhausmanagement mit den speziellen Anforderungen an Hygiene finde ich spannend. Ich kann mir aber auch eine Tätigkeit in einem Beratungsunternehmen vorstellen.

Und wo siehst du dich in 20 Jahren?
In einem interessanten Beruf, der mich täglich fordert, neue Herausforderungen bietet und in dem ich mein Können noch erweitern kann. Wenn ich eine zündende Idee habe, könnte ich mir auch eine Selbstständigkeit im Bereich FM durchaus vorstellen.

Wie sieht das Studentenleben heute aus? „Lange schlafen“, Party-Programm und Freiheit zu jeder zeit? Oder ist das ein Klischee von gestern?
Unser Bachelor-Programm ist schon sehr straff organisiert. Es gibt Tage, da sind wir von morgens bis abends an der Uni. Es kommt natürlich darauf an, was man selber mit dem Studium erreichen will. Mir ist ein sehr guter Abschluss in der Regelstudienzeit wichtig, dafür leiste ich auch gerne mehr. Aber eine gute Party zum Ende des Semesters, wenn die Klausuren vorbei sind, lässt man sich dann doch nicht entgehen!

Was machst du in den Semesterferien?
Viel Zeit in meiner Heimat bei Freunden und Familie verbringen, ausruhen und einfach mal an nichts denken. Außerdem bin ich seit August studentische Hilfskraft an unserem Institut und arbeite dort sowohl während des Semesters als auch in den Ferien.

Du strandest auf einer einsamen Insel. Welche drei Gegenstände hättest du gerne dabei?
Eine Hängematte, Sonnenmilch und einen Ratgeber mit dem Titel „Wie überlebe ich mit nur drei Gegenständen auf einer einsamen Insel?“

Auf welche Ingenieurleistung der modernen Technik möchtest du keinesfalls verzichten?
Als orientierungsloser Mensch mag ich Navigationssysteme. Außerdem finde ich die immer kompakteren Notebooks äußerst praktisch!

Denke mal ganz fiktional! Welche nicht für möglich gehaltene Technik- oder Ingenieurleistung wird uns die Zukunft wohl noch bringen?
Ich denke, es wird sich viel in der „intelligenten Gebäudetechnik“ auch im Privatbereich tun. Das wird ein echter Komfortgewinn für die Kunden sein, vor allem für ältere Menschen.

Zum Abschluss. Welchen Rat gibst du anderen Schulabsolventen, die ein Ingenieurstudium aufnehmen wollen?
Hinterfragt eure eigenen Interessen und informiert euch über die Schwerpunkte der einzelnen Hochschulen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich durchaus lohnt, einen interdisziplinären Weg einzuschlagen. Das ist vielleicht gerade für diejenigen interessant, die „Angst“ vor einem klassischen Ingenieur haben und naturwissenschaftliche Grundkenntnisse gerne mit kaufmännischen Aspekten verknüpfen möchten.

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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