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Studentenfragebogen:

Studienfach(richtung):

Universität / FH / Berufsakademie:

Aktuelles Semester:

Geplanter Studienabschluss:

Name:

Alter:
Elektrotechnik und Informatik

Hochschule Wismar

8

Bachelor of Engineering (B.Eng.)

Dirk Matthes

27
Welches Studienfach studierst du und in welchem Semester befindest du dich?
Ich befinde mich im 8. Semester des Studiengangs Multimedia Engineering und schreibe gerade meine Bachelor Thesis. Dieser Studiengang bildet die Brücke zwischen der Elektrotechnik und Informatik und bietet eine fundierte Ausbildung in den Bereichen Hardware und Software. Der Nachfolgestudiengang Multimediatechnik ist inhaltlich identisch mit den Schwerpunkten Softwareentwicklung, Datenbanken, Computernetzwerke und Automatisierungstechnik.

Welchen Schulabschluss hast du bzw. welche beruflichen Vorkenntnisse?
Neben meinem Abitur habe ich berufliche Erfahrungen, durch studienvorbereitende Praktika und durch verschiedene Nebenjobs vor und während des Studiums, gesammelt.

Welches war für dich bisher das herausragende Seminar / Ereignis / Projekt an deiner Hochschule?
Zu den herausragenden Dingen in meinem Studium zählen mein Praxissemester im Ausland (Studienarbeit) und meine Bachelor Thesis. Bei beiden kann/konnte ich zur Problemlösung mein gesamtes technisches Wissen und meine Erfahrungen einsetzen. Die Besonderheit im Gegensatz zu den obligatorischen fachbezogenen Projekten ist die anschließende praktische Verwertung meiner Arbeit.

Wie weit ist dein Studienort von deinem Heimatort entfernt?
220 Kilometer.

Was war der Grund, die Hochschule auszuwählen an der du heute studierst?
In erster Linie der Studiengang selbst, da er im Vergleich zu reiner Informatik und reiner Elektrotechnik vielseitiger ist. Weiterhin bieten die Fachbereiche Wirtschaft und Design der Hochschule Wismar, eine interessante Auswahl an interdisziplinären Wahlpflichtfächern. Und nicht zuletzt hat die Hochschule einen sehr guten Ruf.

Bist du mit der Entscheidung für deine Hochschule zufrieden/unzufrieden?
Ich bin mit der Wahl sehr zufrieden. Zum einen bietet die Hochschule mit circa 5.000 Studenten kleinere und besser betreute Studiengänge und zum anderen bekommt man praxisorientiertes Ingenieurwissen mit Universitätsstandard vermittelt. Grund dafür ist, dass die Hochschule Wismar zuvor eine technische Universität war und die ältere Professorengeneration weiterhin diesen Standard von ihren Studenten fordert.

Was könnte sich an deiner Hochschule noch zum Vorteil verändern? Was müssten die Dozenten deiner Ansicht nach noch besser machen?
Das Hochschulranking hat bereits gezeigt, dass die Hochschule Wismar sehr gut abschneidet. Dem schließe ich mich weitestgehend an. Lediglich die festgelegte/eingeschränkte Auswahl an Wahlplicht-Fächern ist verbesserungswürdig. Da die IT-Branche immer vielschichtiger wird, sollte es eine zielgerichtete Spezialisierung über die Wahlpflicht-Fächer geben.

Welche Note gibst du deiner Hochschule und deinen Dozenten insgesamt?
Ich gebe beiden eine 1.6, da somit auch die Motivation erzeugt wird, noch besser zu werden.

Falls du für dein Studium in eine Stadt fern der Heimat umziehen musstest … Wie waren deine Erfahrungen mit der Eingewöhnung ins neue Umfeld?
Da es mehrere Leute in meinem Jahrgang gab, die auch nicht aus der Region kamen, gab es keinerlei Integrationsprobleme. Das Leben in einer fremden Region, in der auch die Lebensart der Menschen anders ist, war sehr interessant für mich und bildete den Grundstein dafür, nicht nur die regionalen sondern auch die internationalen Grenzen zu überqueren.

Welche Unterrichtsfächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht bzw. – falls du Abitur hast – welche Leistungskurse hattest du seinerzeit?
Leistungskurse: Mathematik und Geographie. Nebenfächer: Physik und Musik.

Wann stand für dich fest, dass du Ingenieur/in werden willst?
Mit fünf Jahren, als ich mein erstes Spielzeugauto in seine Einzelteile zerlegt hatte (Reverse Engineering).

Was war ausschlaggebend, dass du dich für ein Ingenieurstudium dieser speziellen Fachrichtung entschieden hast?
Mitte der 90er hatte mich die Computerwelt in ihren Bann gezogen. Seither übe ich mich in den Bereichen Musik, Grafik/Design und Programmierung, so dass ein Informatikstudium sehr nahe lag. Ich wollte jedoch auch meiner Begeisterung für Technik und dem Arbeiten fern von Bits und Bytes nachgehen. Als ich dann den Studiengang Multimedia Engineering gefunden hatte, der beides vereint, gab es keine Frage mehr. Die intensive Suche und das Warten hatte sich also gelohnt.

Wie viel Prozent (Summe = 100%) deiner Zeit verbringst du …
a) an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Bibliothek): 39 %
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 32 %
c) mit Studentenjobs: 18 %
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 11 %

Beschreibe in Prozent (Summe = 100%) welche Art von Wissen und Vorkenntnissen deiner persönlichen Meinung nach besonders wichtig für dein Studium sind oder waren …
a) in der schulischen Laufbahn erworbenes Wissen: 40 %
b) durch Fachliteratur / Internet im Selbststudium erworbenes Wissen: 30 %
c) durch Hobbys / Freizeitaktivitäten und spezielle Interessen erworbenes Wissen: 25 %
d) in bestimmten Vorkursen an der Uni oder FH erworbenes Wissen? 5 %

Welches Medium nutzt du überwiegend für deine Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
a) Uni-Bibliothek 20 %
b) Seminar-Literatur und kopierte Hand Outs 25 %
c) E-Mail und Internet 38 %
d) Fachzeitschriften 15 %
e) selbst gekaufte Fachbücher 2 %

Wo lagen/liegen die größten Schwierigkeiten zu Beginn deines Studiums?
Die Lehrmethode war eine Umstellung. Im Gegensatz zur Schule ist das vermittelte Wissen lediglich ein Einblick (mit Hilfestellungen) in ein Themengebiet. Das eigentliche Wissen und die Erfahrungen muss man sich selbständig erarbeiten.

Wie und wodurch hast du diese Probleme gemeistert?
Ich habe mir Tipps und Ratschläge bei Professoren geholt und mir meine eigene Lernstrategie erarbeitet.

Für welche ingenieurwissenschaftliche Vertiefungsrichtung wirst/hast du dich in den weiterführenden Semestern entscheiden/entschieden?
Es gibt in meinem Studiengang keine Vertiefungsrichtungen. Die angebotenen Wahlpflichtfächer dienen mehr als Erweiterungen neben den oben genannten Schwerpunkten des Studiums. Da ich mich jedoch schon seit Beginn des Studiums für mobile Geräte interessiert habe, machte ich mir die teilweise freie Themenwahl bei den studienbegleitenden Praktika/Projekten zu Nutze. Ich habe mir Themen gesucht, die mein Wissen in diesem Bereich erweiterten. Auch mein Praxissemester habe ich genutzt, um im Bereich mobiler Geräte praktische Erfahrungen zu sammeln.

Studiert man eher gemeinsam mit anderen Kommilitonen oder kocht letztlich doch jeder sein eigenes Süppchen?
Unsere Jahrgänge sind recht überschaubar was die Anzahl der Studenten angeht. Daher ist es nicht so anonym wie auf großen Unis und man findet schnell Leute mit denen man zusammenarbeiten kann. Schon allein durch die fachbezogenen Praktika ist man gezwungen im Team zu arbeiten. Das ist sehr gut, da man so die Stärken und Schwächen der einzelnen Teammitglieder kennenlernt. Somit wusste man sofort bei welchem Problem man wen ansprechen konnte, z.B. bei Prüfungsvorbereitungen aber auch anderen externen Projekten. Meine Erfahrung war da sehr positiv. Jeder war sich seiner fachlichen Stärken bewusst und hat damit den anderen geholfen. Dies ist eine sehr effiziente und soziale Form der Arbeit.

Wie wichtig sind in deinem Studienfach Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Praktika?
In meinem Studiengang gab es die zwei Englischkurse technisches Englisch und Wirtschaftsenglisch. Da Englisch im Software- und Hardwarebereich zum Standard gehört, ist es sehr wichtig um sich mit Kollegen zu verständigen und um englischsprachige Dokumentationen und Fachliteratur nutzen zu können. Da heutige Softwareunternehmen häufig international ausgerichtet sind, ist ein Auslandssemester eine sehr gute Referenz hinsichtlich einer Bewerbung. Mein Studiengang beinhaltet kursbezogene, semesterbegleitende Praktika, die es ermöglichen, das theoretische Wissen praktisch anzuwenden. Das ist sehr wichtig, da man als Ingenieur Improvisationstalent besitzen muss, das man aber nicht aus dem Lehrbuch lernt. Das Praxissemester in meinem Studiengang bietet sogar die Möglichkeit erlerntes Wissen interdisziplinär in realen Projekten anzuwenden.

Was wäre dein absoluter Traumjob nach dem Studium?
Mein Traumjob ist die Entwicklung mobiler Geräte und die Entwicklung intuitiver Interaktionsschnittstellen zwischen Mensch und Maschine. Besonders interessant dabei ist es, neue und vorhandene Technologien zu nutzen um alltägliche Prozesse im Beruf und im Privaten effizienter und einfacher zu gestalten. Das reizvolle in diesen Bereichen ist, der starke Bezug zur Hardware und zur Software gleichermaßen.

Und was glaubst du, machst du in 20 Jahren?
Glücklich auf die letzten 20 Jahre zurückblicken.

Wie sieht das Studentenleben heute aus? „Lange schlafen“, Party-Programm und Freiheit zu jeder Zeit? Oder ist das ein Klischee von gestern?
Sicherlich ist es möglich lange zu schlafen und seine Freiheit zu genießen, jedoch sollte man wissen was man im Leben will. Wer erfolgreich sein will, kann sich diesen Luxus nicht leisten. Wer hingegen nur paukt bis der Kopf qualmt, an dem geht natürlich das Studentenleben vorbei. Kontakte knüpfen, andere Leute und andere Kulturen kennenlernen, Partys als Ausgleich zu den Vorlesungen sind genauso wichtige Faktoren für das spätere Berufsleben, wie das Lernen selbst.

Was machst du in den Semesterferien?
Arbeiten und Zukunftspläne schmieden

Du strandest auf einer einsamen Insel. Welche drei Gegenstände hättest du gerne dabei?
Windkraftanlage für Strom, Laptop und Internet via Satellit. Somit kann ich mir Pizza online bestellen, via Skype und Co. Kontakt zu Freunden und Bekannten pflegen und wenn ich mir ein Haus aus Bambus bauen will, kann ich mir Hilfe in einschlägigen Foren/Communities holen.

Auf welche Ingenieurleistung der modernen Technik möchtest du keinesfalls verzichten?
Auf die Glühbirne und das Licht, das sie erzeugt. Da viele Programmierer eher nachts am produktivsten sind, würden wir ohne Glühbirne wahrscheinlich noch mit Windows 3.11 arbeiten müssen.

Denke mal ganz fiktional! Welche nicht für möglich gehaltene Technik- oder Ingenieurleistung wird uns die Zukunft wohl noch bringen?
Solange es den physikalischen Gesetzen entspricht, wird uns die Zukunft alles bringen was die Mehrheit der Menschen wünscht bzw. braucht. Ich persönlich wünsche mir superschnellen Raumschiffantrieb, um das Weltall zu durchqueren. Dann könnten wir herausfinden, ob wir die einzige Spezies sind, die sich selbst und ihren Planeten durch falsch eingesetzte bzw. fehlinterpretierte Ingenieurleistungen zerstört. (man kann immer von anderen lernen)

Zum Abschluss: Welchen Rat gibst du anderen Schulabsolventen, die ein Ingenieurstudium aufnehmen wollen?
Findet eure Stärken und Schwächen heraus und schaut was euch Spaß macht. Danach sucht ihr euch den Studiengang aus. Die daraus entstehende Motivation und der Ehrgeiz sind beste Voraussetzungen um ein Studium zu beginnen und auch zu meistern.

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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