// think ING. // Das Ingenieurstudium // Studiprofile // Elektrotechnik // Informations- und Kommunikationstechnik - Debora Ramona Rieser - Diplom
Studierendenfragebogen:
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Welches Studienfach studierst du und in welchem Semester befindest du dich?
Ich studiere Informations- und Kommunikationstechnik im 5. Semester. Zusätzlich ab Oktober an der Fern Uni Hagen im Akademiestudium „gewerblichen Rechtschutz“.
Welchen Schulabschluss und welche beruflichen Vorkenntnisse hast du?
Ich habe Abitur, also die allgemeine Hochschulreife. Vor dem Studium habe ich eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung gemacht und in diesem Beruf nach der Ausbildung auch ein paar Monate bis Studienbeginn gearbeitet.
Welches war für dich bisher das herausragende Seminar / Ereignis / Projekt an deiner Hochschule?
Im Brückenkurs (Vorkurs) Mathematik des ersten Semesters schlug ich immer wieder andere Rechenwege vor. Mir wurde nahe gelegt, direkt die Vorlesung des zweiten Semesters zu besuchen und auch hier die Prüfung zu schreiben. Für diese Sondergenehmigung musste ich beim Studiengangleiter vorsprechen. Dieser bot mir an, in seinem Labor mitzuarbeiten, weil er motivierte Studenten gern unterstützen würde. Ich hatte somit einen Nebenjob, der direkt mit meinem Studium zu tun hatte.
Wie weit ist dein Studienort von deinem Heimatort entfernt?
30 km - 50 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Was war der Grund, die Hochschule auszuwählen an der du heute studierst?
Der Standort ist nicht so überlaufen und das Gelände gut überschaubar. Ich wollte keine Massenabfertigung, wie man sie oft an großen Hochschulen findet. Wichtig waren mir Überschaubarkeit und der enge Kontakt zu den Dozenten. Zusätzlich wusste ich, dass die FH an meiner Heimatstadt in den Ingenieurstudiengängen keinen sehr guten Ruf bei den Unternehmen genießt.
Warum bist du mit der Entscheidung für deine Hochschule zufrieden/unzufrieden?
Ich bin mit meiner Entscheidung sehr zufrieden. Es ist hier sehr überschaubar und Vorlesungen oft mit nur 15 Personen besetzt. Der persönliche Kontakt zu den Professoren ist gut und sie haben jederzeit ein offenes Ohr.
Was könnte sich an deiner Hochschule noch zum Vorteil verändern? Was müssten die Dozenten deiner Ansicht nach noch besser machen?
Es herrscht oft Platzmangel, da zeitweise ganz schön wenig Hörsäle zur Verfügung stehen. Es wird zurzeit aber schon ein neues Gebäude gebaut, das zum Sommersemester 2008 bezugsfertig sein soll. Ein oder zwei Professoren im Grundstudium müssten ihre Didaktik und Lehrfähigkeit etwas verbessern.
Welche Note gibst du deiner Hochschule und deinen Dozenten insgesamt?
Der Hochschule und den Dozenten: Ein „Sehr Gut“ bis „Gut“. Grundsätzlich empfehle ich unseren Hochschulstandort aufgrund des familiären Flairs immer gern weiter.
Welche Unterrichtsfächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht bzw. – falls du Abitur hast – welche Leistungskurse hattest du seinerzeit?
Meine Leistungskurse waren Mathematik und Musik. Gerade der Mathematik-Leistungskurs war gut geeignet, um den Vorlesungen später folgen zu können.
Wann stand für dich fest, dass du Ingenieurin werden willst?
Das war in der 11. Klasse. Davor wollte ich Berufsschullehrerin werden. Aber dann bekam ich eine Broschüre der FH Wiesbaden in die Hand, die den Studiengang Patentingenieurwesen anbot. Die Kombination aus Ingenieurwissenschaft und Recht fand ich interessant, weil ich kein rein technisches Studium wollte. Leider wurde der Studiengang mangels Interesse nach meiner Schulzeit wieder eingestellt. Aus diesem Grund habe ich dann erstmal eine Ausbildung gemacht, um zu schauen, welche Fachrichtung ich denn für ein Ingenieursstudium wählen könnte.
Was war ausschlaggebend, dass du dich für ein Ingenieurstudium dieser speziellen Fachrichtung entschieden hast?
Für diese Studienrichtung habe ich mich entscheiden, weil sie eine Kombination aus meiner Informatik-Ausbildung und Elektrotechnik ist. Außerdem wollte ich eine „reine“ Ingenieurwissenschaft studieren, damit ich dann doch noch die Richtung Patentingenieurwesen einschlagen kann.
Wie viel Prozent (Summe = 100%) deiner Zeit verbringst du …
a) an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Bibliothek): 71 % (mit Fahrzeit)
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 9 %
c) mit Studentenjobs: 10 %
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 10 %
P.S.: Ich habe errechnet, dass man ohne schlafen und essen usw. noch 91 Std. die Woche (Montag - Sonntag) zu Verfügung hat. Daraus errechnet ergeben sich diese Prozentzahlen …
Beschreibe in Prozent (Summe = 100%) welche Art von Wissen und Vorkenntnissen deiner persönlichen Meinung nach besonders wichtig für dein Studium sind oder waren …
a) in der schulischen Laufbahn erworbenes Wissen: 55 % (Schule und Ausbildung)
b) durch Fachliteratur / Internet im Selbststudium erworbenes Wissen: 20 %
c) durch Hobbys / Freizeitaktivitäten und spezielle Interessen erworbenes Wissen: 10 %
d) in bestimmten Vorkursen an der Uni oder FH erworbenes Wissen: 15 %
Welches Medium nutzt du überwiegend für deine Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
a) Uni-Bibliothek: 10 %
b) Seminar-Literatur und kopierte Hand Outs: 70 %
(Unterlagen der Dozenten, die es zum Teil beim AStA als Papierskript gibt. Die meisten Dozenten haben den Stoff mittlerweile auf ihren Homepages).
c) E-Mail und Internet: s.o.
d) Fachzeitschriften
e) selbst gekaufte Fachbücher: 20 %
Wo lagen/liegen die größten Schwierigkeiten zu Beginn deines Studiums?
Die Schwierigkeiten lagen für mich im Bereich Elektrotechnik. Die meisten Kommilitonen hatten entweder eine entsprechende Ausbildung oder waren am technischen Gymnasium und hatten dadurch bessere Vorkenntnisse.
Wie und wodurch hast du diese Probleme gemeistert?
Wir haben eine Lerngruppe gebildet, in der ich das Fach beigebracht bekam. Im Gegenzug habe ich den Mitgliedern BWL, Recht usw. erklärt. Diese Fächer sind mir zunächst wesentlich leichter gefallen.
Gibt es bestimmte „Ängste“, die du hattest. Welche sind das?
Ich hatte Angst, dass ich mehrfach durch bestimmt Klausuren falle und dadurch evtl. zwangsexmatrikuliert werde oder den Studiengang nicht schaffe.
Lagen diese „Ängste“ hauptsächlich bei dir oder sieht es bei deinen Kommilitonen ähnlich aus?
Bei uns hatten viele meiner Kommilitonen die Angst, nicht zum Hauptstudium zugelassen zu werden.
Für welche ingenieurwissenschaftliche Vertiefungsrichtung hast du dich in den weiterführenden Semestern entschieden?
Ich habe mich für die optische Nachrichtentechnik entschieden. Seit Ende des 2. Semesters arbeite ich, wie gesagt, im Labor für Optische Nachrichtentechnik und Lichtwellenleiter sowie als Tutor und auch als studentische Hilfskraft bei entsprechenden Projekten.
Studiert man eher gemeinsam mit anderen Kommilitonen oder kocht letztlich doch jeder sein eigenes Süppchen?
Das kommt immer auf die Grüppchen und Vorlesungen an. Manchmal lernt man eher alleine, für die schwierigen Themen erstmal in der Gruppe und danach jeder noch mal für sich.
Wie wichtig sind in deinem Studienfach Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Praktika?
Praktika sind obligatorisch in meinem Studienfach. Englischkenntnisse sind sehr wichtig aber einen Auslandsaufenthalt halte ich für nicht so entscheidend.
Was wäre dein absoluter Traumjob nach dem Studium?
Ich finde die Theorie grundsätzlich interessanter als rumzutüfteln, Geräte auseinanderzuschrauben und wieder zusammenzubasteln. Mich interessieren vielmehr rechtliche Aspekte bei der Entwicklung eines Produktes. Also: Was ist neu, wo bekommt man Genehmigungen, was ist Produktpiraterie usw. Daher hätte ich gerne später eine Stelle im Patentamt oder in der Patenabteilung eines großen Konzerns. Aus diesem Grund bilde ich mich ja auch parallel an der Fern Uni Hagen weiter. Nach bestandener Prüfung dort darf ich mich Patentreferent nennen und nach Abschluss meines Studiums Patentingenieur.
Und was glaubst du, machst du in 20 Jahren?
Ich denke, ich werde in 20 Jahren im Patentamt arbeiten und mich um meine Familie kümmern.
Wie sieht das Studentenleben heute aus? „Lange schlafen“, Party-Programm und Freiheit zu jeder Zeit? Oder ist das ein Klischee von gestern?
Also ich kenne zwar einige Studenten mit viel Freizeit, dass sind aber überwiegend Studenten von der Uni, die Geistes- oder Sozialwissenschaften studieren. In Ingenieurstudiengängen hat man vielleicht nicht so viele Freiheiten während des Studiums, dafür aber danach bessere Berufsaussichten. Ich bin in der Regel 11 Stunden am Tag in der FH, entweder in Vorlesungen, Laborpraktika oder beim Lernen.
Was machst du in den Semesterferien?
Da arbeite ich Vollzeit im Labor des Professors oder habe andere Nebenjobs in der FH. Manchmal auch Praktika in Unternehmen.
Was sind deine Hobbys?
Nichts mit Technik: Square Dance, Round Dance, Clogging, Lesen, mit Freunden treffen, Chatten.
Welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen, welche CD hast du dir zuletzt gekauft?
CD`s habe ich mir schon sehr lange nicht mehr gekauft. Ich habe kaum Zeit, Musik zu hören. Ich kann auch nicht sagen, wann ich zuletzt im Kino war. Ist schon lange her.
Du strandest auf einer einsamen Insel. Welche drei Gegenstände hättest du gerne dabei?
Raketen oder zumindest Feuer, um SOS-Zeichen geben zu können und ein Taschenmesser. Einen dritten Gegenstand, der für mich wichtig wäre, wüsste ich nicht. Alles was einem so auf Anhieb einfällt, wie Handy oder Notebook, bringt nix, weil es keinen Strom oder WLAN gibt.
Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringst du die erste Woche deiner Robinsonade?
Ich würde erkunden, womit man Feuer machen kann, was zum Bau einer Unterkunft geeignet ist und was man auf der Insel so essen kann.
Auf welche Ingenieurleistung der modernen Technik möchtest du keinesfalls verzichten?
Notebook und Internet sind für mich sehr wichtige Sachen, ohne die ich nur schwer leben könnte.
Denke mal ganz fiktional! Welche nicht für möglich gehaltene Technik- oder Ingenieurleistung wird uns die Zukunft wohl noch bringen?
Irgendwann wird man auf dem Mond oder dem Mars Urlaub machen können. Und es wird ein Gerät geben, mit dem man sämtliche Hausarbeiten erledigen kann, wie Wäsche waschen, Bügeln, Staubsaugen usw.
Zum Abschluss: Welchen Rat gibst du anderen Schulabsolventen, die ein Ingenieurstudium aufnehmen wollen?
Sie sollten diszipliniert sein, in der Schule gut aufpassen, da gute Mathematik- und Physikkenntnisse die Grundlagen für ein erfolgreiches Ingenieurstudium sind. Außerdem ist es sehr nützlich, wenn man gute PC und Englischkenntnisse hat. Und man sollte sich durch das Nicht-Bestehen einer Klausur nicht entmutigen lassen. Es ist alles machbar, wenn man es nur will sich richtig dahinter klemmt.
Ich studiere Informations- und Kommunikationstechnik im 5. Semester. Zusätzlich ab Oktober an der Fern Uni Hagen im Akademiestudium „gewerblichen Rechtschutz“.
Welchen Schulabschluss und welche beruflichen Vorkenntnisse hast du?
Ich habe Abitur, also die allgemeine Hochschulreife. Vor dem Studium habe ich eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung gemacht und in diesem Beruf nach der Ausbildung auch ein paar Monate bis Studienbeginn gearbeitet.
Welches war für dich bisher das herausragende Seminar / Ereignis / Projekt an deiner Hochschule?
Im Brückenkurs (Vorkurs) Mathematik des ersten Semesters schlug ich immer wieder andere Rechenwege vor. Mir wurde nahe gelegt, direkt die Vorlesung des zweiten Semesters zu besuchen und auch hier die Prüfung zu schreiben. Für diese Sondergenehmigung musste ich beim Studiengangleiter vorsprechen. Dieser bot mir an, in seinem Labor mitzuarbeiten, weil er motivierte Studenten gern unterstützen würde. Ich hatte somit einen Nebenjob, der direkt mit meinem Studium zu tun hatte.
Wie weit ist dein Studienort von deinem Heimatort entfernt?
30 km - 50 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Was war der Grund, die Hochschule auszuwählen an der du heute studierst?
Der Standort ist nicht so überlaufen und das Gelände gut überschaubar. Ich wollte keine Massenabfertigung, wie man sie oft an großen Hochschulen findet. Wichtig waren mir Überschaubarkeit und der enge Kontakt zu den Dozenten. Zusätzlich wusste ich, dass die FH an meiner Heimatstadt in den Ingenieurstudiengängen keinen sehr guten Ruf bei den Unternehmen genießt.
Warum bist du mit der Entscheidung für deine Hochschule zufrieden/unzufrieden?
Ich bin mit meiner Entscheidung sehr zufrieden. Es ist hier sehr überschaubar und Vorlesungen oft mit nur 15 Personen besetzt. Der persönliche Kontakt zu den Professoren ist gut und sie haben jederzeit ein offenes Ohr.
Was könnte sich an deiner Hochschule noch zum Vorteil verändern? Was müssten die Dozenten deiner Ansicht nach noch besser machen?
Es herrscht oft Platzmangel, da zeitweise ganz schön wenig Hörsäle zur Verfügung stehen. Es wird zurzeit aber schon ein neues Gebäude gebaut, das zum Sommersemester 2008 bezugsfertig sein soll. Ein oder zwei Professoren im Grundstudium müssten ihre Didaktik und Lehrfähigkeit etwas verbessern.
Welche Note gibst du deiner Hochschule und deinen Dozenten insgesamt?
Der Hochschule und den Dozenten: Ein „Sehr Gut“ bis „Gut“. Grundsätzlich empfehle ich unseren Hochschulstandort aufgrund des familiären Flairs immer gern weiter.
Welche Unterrichtsfächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht bzw. – falls du Abitur hast – welche Leistungskurse hattest du seinerzeit?
Meine Leistungskurse waren Mathematik und Musik. Gerade der Mathematik-Leistungskurs war gut geeignet, um den Vorlesungen später folgen zu können.
Wann stand für dich fest, dass du Ingenieurin werden willst?
Das war in der 11. Klasse. Davor wollte ich Berufsschullehrerin werden. Aber dann bekam ich eine Broschüre der FH Wiesbaden in die Hand, die den Studiengang Patentingenieurwesen anbot. Die Kombination aus Ingenieurwissenschaft und Recht fand ich interessant, weil ich kein rein technisches Studium wollte. Leider wurde der Studiengang mangels Interesse nach meiner Schulzeit wieder eingestellt. Aus diesem Grund habe ich dann erstmal eine Ausbildung gemacht, um zu schauen, welche Fachrichtung ich denn für ein Ingenieursstudium wählen könnte.
Was war ausschlaggebend, dass du dich für ein Ingenieurstudium dieser speziellen Fachrichtung entschieden hast?
Für diese Studienrichtung habe ich mich entscheiden, weil sie eine Kombination aus meiner Informatik-Ausbildung und Elektrotechnik ist. Außerdem wollte ich eine „reine“ Ingenieurwissenschaft studieren, damit ich dann doch noch die Richtung Patentingenieurwesen einschlagen kann.
Wie viel Prozent (Summe = 100%) deiner Zeit verbringst du …
a) an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Bibliothek): 71 % (mit Fahrzeit)
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 9 %
c) mit Studentenjobs: 10 %
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 10 %
P.S.: Ich habe errechnet, dass man ohne schlafen und essen usw. noch 91 Std. die Woche (Montag - Sonntag) zu Verfügung hat. Daraus errechnet ergeben sich diese Prozentzahlen …
Beschreibe in Prozent (Summe = 100%) welche Art von Wissen und Vorkenntnissen deiner persönlichen Meinung nach besonders wichtig für dein Studium sind oder waren …
a) in der schulischen Laufbahn erworbenes Wissen: 55 % (Schule und Ausbildung)
b) durch Fachliteratur / Internet im Selbststudium erworbenes Wissen: 20 %
c) durch Hobbys / Freizeitaktivitäten und spezielle Interessen erworbenes Wissen: 10 %
d) in bestimmten Vorkursen an der Uni oder FH erworbenes Wissen: 15 %
Welches Medium nutzt du überwiegend für deine Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
a) Uni-Bibliothek: 10 %
b) Seminar-Literatur und kopierte Hand Outs: 70 %
(Unterlagen der Dozenten, die es zum Teil beim AStA als Papierskript gibt. Die meisten Dozenten haben den Stoff mittlerweile auf ihren Homepages).
c) E-Mail und Internet: s.o.
d) Fachzeitschriften
e) selbst gekaufte Fachbücher: 20 %
Wo lagen/liegen die größten Schwierigkeiten zu Beginn deines Studiums?
Die Schwierigkeiten lagen für mich im Bereich Elektrotechnik. Die meisten Kommilitonen hatten entweder eine entsprechende Ausbildung oder waren am technischen Gymnasium und hatten dadurch bessere Vorkenntnisse.
Wie und wodurch hast du diese Probleme gemeistert?
Wir haben eine Lerngruppe gebildet, in der ich das Fach beigebracht bekam. Im Gegenzug habe ich den Mitgliedern BWL, Recht usw. erklärt. Diese Fächer sind mir zunächst wesentlich leichter gefallen.
Gibt es bestimmte „Ängste“, die du hattest. Welche sind das?
Ich hatte Angst, dass ich mehrfach durch bestimmt Klausuren falle und dadurch evtl. zwangsexmatrikuliert werde oder den Studiengang nicht schaffe.
Lagen diese „Ängste“ hauptsächlich bei dir oder sieht es bei deinen Kommilitonen ähnlich aus?
Bei uns hatten viele meiner Kommilitonen die Angst, nicht zum Hauptstudium zugelassen zu werden.
Für welche ingenieurwissenschaftliche Vertiefungsrichtung hast du dich in den weiterführenden Semestern entschieden?
Ich habe mich für die optische Nachrichtentechnik entschieden. Seit Ende des 2. Semesters arbeite ich, wie gesagt, im Labor für Optische Nachrichtentechnik und Lichtwellenleiter sowie als Tutor und auch als studentische Hilfskraft bei entsprechenden Projekten.
Studiert man eher gemeinsam mit anderen Kommilitonen oder kocht letztlich doch jeder sein eigenes Süppchen?
Das kommt immer auf die Grüppchen und Vorlesungen an. Manchmal lernt man eher alleine, für die schwierigen Themen erstmal in der Gruppe und danach jeder noch mal für sich.
Wie wichtig sind in deinem Studienfach Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Praktika?
Praktika sind obligatorisch in meinem Studienfach. Englischkenntnisse sind sehr wichtig aber einen Auslandsaufenthalt halte ich für nicht so entscheidend.
Was wäre dein absoluter Traumjob nach dem Studium?
Ich finde die Theorie grundsätzlich interessanter als rumzutüfteln, Geräte auseinanderzuschrauben und wieder zusammenzubasteln. Mich interessieren vielmehr rechtliche Aspekte bei der Entwicklung eines Produktes. Also: Was ist neu, wo bekommt man Genehmigungen, was ist Produktpiraterie usw. Daher hätte ich gerne später eine Stelle im Patentamt oder in der Patenabteilung eines großen Konzerns. Aus diesem Grund bilde ich mich ja auch parallel an der Fern Uni Hagen weiter. Nach bestandener Prüfung dort darf ich mich Patentreferent nennen und nach Abschluss meines Studiums Patentingenieur.
Und was glaubst du, machst du in 20 Jahren?
Ich denke, ich werde in 20 Jahren im Patentamt arbeiten und mich um meine Familie kümmern.
Wie sieht das Studentenleben heute aus? „Lange schlafen“, Party-Programm und Freiheit zu jeder Zeit? Oder ist das ein Klischee von gestern?
Also ich kenne zwar einige Studenten mit viel Freizeit, dass sind aber überwiegend Studenten von der Uni, die Geistes- oder Sozialwissenschaften studieren. In Ingenieurstudiengängen hat man vielleicht nicht so viele Freiheiten während des Studiums, dafür aber danach bessere Berufsaussichten. Ich bin in der Regel 11 Stunden am Tag in der FH, entweder in Vorlesungen, Laborpraktika oder beim Lernen.
Was machst du in den Semesterferien?
Da arbeite ich Vollzeit im Labor des Professors oder habe andere Nebenjobs in der FH. Manchmal auch Praktika in Unternehmen.
Was sind deine Hobbys?
Nichts mit Technik: Square Dance, Round Dance, Clogging, Lesen, mit Freunden treffen, Chatten.
Welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen, welche CD hast du dir zuletzt gekauft?
CD`s habe ich mir schon sehr lange nicht mehr gekauft. Ich habe kaum Zeit, Musik zu hören. Ich kann auch nicht sagen, wann ich zuletzt im Kino war. Ist schon lange her.
Du strandest auf einer einsamen Insel. Welche drei Gegenstände hättest du gerne dabei?
Raketen oder zumindest Feuer, um SOS-Zeichen geben zu können und ein Taschenmesser. Einen dritten Gegenstand, der für mich wichtig wäre, wüsste ich nicht. Alles was einem so auf Anhieb einfällt, wie Handy oder Notebook, bringt nix, weil es keinen Strom oder WLAN gibt.
Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringst du die erste Woche deiner Robinsonade?
Ich würde erkunden, womit man Feuer machen kann, was zum Bau einer Unterkunft geeignet ist und was man auf der Insel so essen kann.
Auf welche Ingenieurleistung der modernen Technik möchtest du keinesfalls verzichten?
Notebook und Internet sind für mich sehr wichtige Sachen, ohne die ich nur schwer leben könnte.
Denke mal ganz fiktional! Welche nicht für möglich gehaltene Technik- oder Ingenieurleistung wird uns die Zukunft wohl noch bringen?
Irgendwann wird man auf dem Mond oder dem Mars Urlaub machen können. Und es wird ein Gerät geben, mit dem man sämtliche Hausarbeiten erledigen kann, wie Wäsche waschen, Bügeln, Staubsaugen usw.
Zum Abschluss: Welchen Rat gibst du anderen Schulabsolventen, die ein Ingenieurstudium aufnehmen wollen?
Sie sollten diszipliniert sein, in der Schule gut aufpassen, da gute Mathematik- und Physikkenntnisse die Grundlagen für ein erfolgreiches Ingenieurstudium sind. Außerdem ist es sehr nützlich, wenn man gute PC und Englischkenntnisse hat. Und man sollte sich durch das Nicht-Bestehen einer Klausur nicht entmutigen lassen. Es ist alles machbar, wenn man es nur will sich richtig dahinter klemmt.
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