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Studierendenfragebogen:

Studienfach(richtung):

Universität / FH / Berufsakademie:

Aktuelles Semester:

Geplanter Studienabschluss:

Name:

Alter:
Ingenieurinformatik / Elektrotechnik

Universität Paderborn

10

Dipl. Ing.-Inf.

Tobias Parketny

26 Jahre
Welches Studienfach studierst du und in welchem Semester befindest du dich?
Der Studiengang Ingenieurinformatik mit Schwerpunkt Elektrotechnik ist ein integrierter Studiengang der Fächer Elektrotechnik und Informatik. Ich bin zurzeit im 10. Semester und beginne gerade mit meiner Diplomarbeit.

Welchen Schulabschluss hast du bzw. welche beruflichen Vorkenntnisse?
Abitur. Keine beruflichen Vorkenntnisse außer schulischen Praktika und diversen Nebenjobs. Ich habe während meines Studiums zwei Jahre lang nebenbei gearbeitet.

Welches war für dich bisher das herausragende Seminar / Ereignis / Projekt an deiner Hochschule?
Das ist schwer zu sagen. Ich würde meine Studienarbeit und meine Projektgruppenarbeiten hervorheben, da sie in der Thematik, die ich bearbeitet habe, einen sehr großen Praxisbezug hatten und am Ende ein „greifbares“ Ergebnis lieferten.

Wie weit ist dein Studienort von deinem Heimatort entfernt?
Circa 100 km.

Was war der Grund, die Hochschule auszuwählen an der du heute studierst?
Ich kannte die Hochschule schon, da mein Bruder vor mir in Paderborn Elektrotechnik studiert hat und ich ihn schon mal auf Veranstaltungen und Partys begleitet habe. Außerdem ist der integrierte Studiengang der Ingenieurinformatik in dieser Art sehr selten, so dass Paderborn der logische Schluss für mich war.

Bist du mit der Entscheidung für deine Hochschule zufrieden/unzufrieden?
Ich bin mit dem Entschluss sehr zufrieden. Das Studium, insbesondere das Grundstudium, birgt zwar einige Stolpersteine, aber es ist ja auch immerhin ein Studium und keine schulische Ausbildung. Die Betreuung der praktischen Arbeiten (Studienarbeit, Projektgruppe und Diplomarbeit) ist dafür exzellent.
Auch mit Paderborn als Studienort bin ich zufrieden, obwohl es ein recht kleiner Ort ist und es mit Sicherheit Städte mit weitaus besser ausgeprägtem Nachtleben gibt ... Aber für mich war’s halt genau das Richtige.

Was könnte sich an deiner Hochschule noch zum Vorteil verändern? Was müssten die Dozenten deiner Ansicht nach noch besser machen?
Die Einstellung einiger Professoren zum Thema Lehre könnte sich (vor allem im Grundstudium) bessern. Des Weiteren könnte der Praxisbezug noch etwas stärker in den Vordergrund gestellt werden und die Organisation bzw. die Informationslage zu den Möglichkeiten innerhalb des Studiums etwas verbessert werden.

Welche Note gibst du deiner Hochschule und deinen Dozenten insgesamt?
1.7

Falls du für dein Studium in eine Stadt fern der Heimat umziehen musstest …
Wie waren deine Erfahrungen mit der Eingewöhnung ins neue Umfeld?

So weit war es ja nicht, so dass ich des öfteren am Wochenende zu Hause bin/war. Aber ansonsten, kein Problem.

Welche Unterrichtsfächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht bzw. – falls du Abitur hast – welche Leistungskurse hattest du seinerzeit?
Meine Leistungskurse waren Mathematik und Physik.

Wann stand für dich fest, dass du Ingenieur/in werden willst?
Der Entschluss hat sich, soweit ich mich erinnere, während meiner Bundeswehrzeit, also nach dem Abitur, festgesetzt.

Was war ausschlaggebend, dass du dich für ein Ingenieurstudium dieser speziellen Fachrichtung entschieden hast?
Die Elektrotechnik war von vornherein mein Favorit bei der Studiengangswahl. Der Studiengang Ingenieurinformatik bietet zusätzlich einen Bezug zur Informatik, die auch eine große Rolle bei vielen elektrotechnischen Problemen in der Realität spielt. Außerdem genießt die Informatik in Paderborn einen guten Ruf, so dass dieser integrierte Studiengang eine gute Lösung für mich war.

Wie viel Prozent (Summe = 100%) deiner Zeit verbringst du ...
(Ich möchte das unterteilen, da ich im Moment meine Diplomarbeit schreibe und sich die Verhältnisse zum vorigen studium etwas verschoben haben.)
„Normale Studienzeit“:
a) an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Bibliothek): 35 %
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 15 %
c) mit Studentenjobs: 10 %
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 40 %

„Diplomandenzeit“:
a) an der Hochschule (Diplomarbeit): 70 %
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 0 %
c) mit Studentenjobs: 10 %
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 20 %

Beschreibe in Prozent (Summe = 100%) welche Art von Wissen und Vorkenntnissen deiner persönlichen Meinung nach besonders wichtig für dein Studium sind oder waren ...
a) in der schulischen Laufbahn erworbenes Wissen: 65 %
b) durch Fachliteratur / Internet im Selbststudium erworbenes Wissen: 30 %
c) durch Hobbys / Freizeitaktivitäten und spezielle Interessen erworbenes Wissen: 5 %
d) in bestimmten Vorkursen an der Uni oder FH erworbenes Wissen: 0 %

Welches Medium nutzt du überwiegend für deine Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
a) Uni-Bibliothek: 25 %
b) Seminar-Literatur und kopierte Hand Outs: 30 %
c) E-Mail und Internet: 35 %
d) Fachzeitschriften: 0 %
e) selbst gekaufte Fachbücher: 10 %

Wo lagen/liegen die größten Schwierigkeiten zu Beginn deines Studiums?
Um ehrlich zu sein in der eigenen Einstellung. Die ersten Vorlesungen sind doch ein gewaltiger Unterschied zum Schulalltag, da einem der Stoff quasi nur vorgebetet wird und anfangs noch schwer zugänglich ist. Man lässt sich dann leicht und gerne ablenken oder schwänzt die Vorlesungen einfach.

Wie und wodurch hast du diese Probleme gemeistert?
Durch intensives Lernen in der Klausurenphase. Nach einigen Semestern ist man dann in die Materie eingetaucht und sieht auch zwischen den Veranstaltungen Zusammenhänge und sinnvolle Beziehungen, welche einem vorher nicht aufgefallen sind und die Motivation zum Lernen erheblich steigern.

Für welche ingenieurwissenschaftliche Vertiefungsrichtung wirst/hast du dich in den weiterführenden Semestern entscheiden/entschieden?
Explizite Vertiefungsrichtungen gibt es bei uns nicht, aber aufgrund meiner gewählten Vorlesungen und meiner praktischen Arbeiten sehe ich meine Schwerpunkte in den Bereichen der Kommunikationsnetze und der eingebetteten Systeme.

Studiert man eher gemeinsam mit anderen Kommilitonen oder kocht letztlich doch jeder sein eigenes Süppchen?
Das kommt ganz auf die Einstellung an, denke ich. Besonders im Grundstudium ist man meistens in einer größeren Gruppe unterwegs, da alle Kommilitonen die gleichen Veranstaltungen besuchen. Sobald die Fächer wählbar werden, trennen sich natürlich die Interessengebiete. Besonders für die Klausurvorbereitung ist es allerdings sinnvoll, sich kleine Gruppen zu suchen, da meiner Meinung nach das Lernen in einer Gruppe oftmals effektiver ist als alleine zu pauken.
Auf jeden Fall kann man sagen, dass es interessanter ist gemeinsam mit einigen Kommilitonen in eine Vorlesung zu gehen.

Wie wichtig sind in deinem Studienfach Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Praktika?
Ein Industrie-Praktikum ist ein Pflichtbestandteil des Studiums. Manche der Vorlesungen des späteren Studienverlaufs werden auf Englisch gehalten und ein Großteil der Fachlektüre ist auch auf Englisch, so dass Englischkenntnisse auf jeden Fall ein Muss sind.
Auslandsaufenthalte sind nicht so wichtig für das Studium an sich, aber ich halte sie für sehr nützlich für einen selbst. Im Ausland kann man Erfahrungen sammeln, die man so im Studium nicht vermittelt bekommt.

Was wäre dein absoluter Traumjob nach dem Studium?
Es wäre mein Traum als Entwicklungsingenieur an Raumfahrtprojekten mitzuarbeiten. Am besten noch so weit, dass ich selbst mal ins Weltall fliegen kann ...

Und was glaubst du, machst du in 20 Jahren?
Ich hoffe, dass ich in 20 Jahren auf eine erfolgreiche Berufskarriere zurückblicken kann und einen guten Job als Projektleiter habe. Eventuell bin ich dann auch schon einige Jahre im Ausland gewesen und habe schon viel gesehen.

Wie sieht das Studentenleben heute aus? „Lange schlafen“, Party-Programm und Freiheit zu jeder Zeit? Oder ist das ein Klischee von gestern?
Das variiert meiner Meinung nach mit dem Studienabschnitt. Generell gilt allerdings, dass man jederzeit die Freiheit hat zu sagen „Ich hab heute keine Lust, ich mache mal nix.“ Ansonsten würde ich sagen, dass man während des Grundstudiums und am Anfang des Hauptstudiums sehr viele Partys mitnimmt und etwas mehr Zeit zur Entspannung hat. Für die praktischen Arbeiten muss man allerdings schon einiges tun, aber wenn die Arbeit stimmt, hat man natürlich auch jederzeit die Möglichkeit, auf eine Party zu gehen und den nächsten Tag dann auszukurieren.

Was machst du in den Semesterferien?
Während meiner Studien- und Diplomarbeitsphase habe ich keine Ferien, da wird normal weitergearbeitet. Ansonsten standen in den Ferien immer die Klausuren auf dem Programm, die durchaus auch in einem Zwei-Wochen-Abstand die ganzen Ferien beschlagnahmen konnten. Eigentlich war die Vorlesungszeit immer entspannter als die vorlesungsfreie Zeit, zumindest bei uns E-Technikern und Informatikern.

Du strandest auf einer einsamen Insel. Welche drei Gegenstände hättest du gerne dabei?
Ein Satellitentelefon, ein Solar-Ladegerät für die Akkus und genug zu trinken, so dass ich bis zur Rettung aushalten kann.

Auf welche Ingenieurleistung der modernen Technik möchtest du keinesfalls verzichten?
Da gibt es viele. Auf ein Auto würde ich nur sehr ungern verzichten und auf den Computer kann ich gar nicht verzichten.

Denke mal ganz fiktional! Welche nicht für möglich gehaltene Technik- oder Ingenieurleistung wird uns die Zukunft wohl noch bringen?
Die kommerzielle Nutzung der Kernfusion zur Energiegewinnung wird wohl irgendwann möglich sein. Vielleicht wird es auch in Zukunft eine Möglichkeit geben ein künstliches Gravitationsfeld zu erzeugen, das es ermöglicht in Raumschiffen und -Stationen völlig normal umherzulaufen.

Zum Abschluss: Welchen Rat gibst du anderen Schulabsolventen, die ein Ingenieurstudium aufnehmen wollen?
Trotz der hohen Studienabbruchquote kann ich das Studium nur empfehlen. Ein gewisses Interesse für die Elektrotechnik muss man natürlich haben, sonst wird man sich nicht überwinden können für die etwas langweiligeren Fächer zu lernen.
Es ist gut, möglichst viele Leute aus verschiedenen Fakultäten und Fachgebieten zu kennen, dann kann man auf fast jeder Party mit ein, zwei Freigetränken rechnen ;-)

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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