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Studentenfragebogen:

Studienfach(richtung):

Universität / FH / Berufsakademie:

Aktuelles Semester:

Geplanter Studienabschluss:

Name:

Alter:
Geoinformatik

Hochschule Bochum (FH)

8

Diplom

Anke Müller

25 Jahre
Welches Studienfach studierst du und in welchem Semester befindest du dich?
Ich studiere Geoinformatik und bin gerade im 8. Semester.

Welchen Schulabschluss hast du bzw. welche beruflichen Vorkenntnisse?
Nach meinem Abitur habe ich zunächst eine Ausbildung als Vermessungstechnikerin gemacht.

Welches war für dich bisher das herausragende Seminar / Ereignis / Projekt an deiner Hochschule?
Die Studienfahrt nach München, wo wir viele Unternehmen aus dem Bereich der Geoinformatik besucht haben und dort einige interessante Einblicke gewinnen konnten.

Wie weit ist dein Studienort von deinem Heimatort entfernt?
Circa 20 km.

Was war der Grund, die Hochschule auszuwählen an der du heute studierst?
Zum einen die Nähe zu meinem Wohnort und zum anderen wollte ich auch lieber an eine Fachhochschule, um den Praxisbezug nicht zu verlieren.

Bist du mit der Entscheidung für deine Hochschule zufrieden/unzufrieden?
Ich bin sehr zufrieden! Die vielen Praktika lockern den Studienalltag gut auf. Außerdem muss man sich hier nicht um die Zusammenstellung seines Stundenplans zu kümmern (wie es an der Uni der Fall ist). Man braucht somit auch keine „Angst“ haben, dass man in irgendwelche Kurse nicht mehr hineinkommt und sich das Studium unnötig verlängert.

Was könnte sich an deiner Hochschule noch zum Vorteil verändern? Was müssten die Dozenten deiner Ansicht nach noch besser machen?
Zum Teil könnte die Stundenverteilung in den Semestern besser sein (in einem Semester hat man zwei Tage frei, in einem anderen ist der Stundenplan rappelvoll). Aber eventuell wurde dies ja in dem neuen Bachelor-Studiengang schon umgesetzt. Außerdem ließe sich noch anmerken, dass ein paar Professoren etwas motivierter sein könnten und noch mehr auf die Studenten eingehen. Aber man muss auch zugeben, dass der Großteil der Professoren wirklich sehr engagiert ist.

Welche Note gibst du deiner Hochschule und deinen Dozenten insgesamt?
2,0

Welche Unterrichtsfächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht bzw. – falls du Abitur hast – welche Leistungskurse hattest du seinerzeit?
Mathe, Kunst und Erdkunde haben mir immer gut gefallen und waren auch später meine Leistungskurse bzw. Abiturfächer.

Wann stand für dich fest, dass du Ingenieur/in werden willst?
Nachdem ich nach meiner Ausbildung aufgrund eines Einstellungsstopps nicht übernommen werden konnte und danach nicht den richtigen Job gefunden habe.

Was war ausschlaggebend, dass du dich für ein Ingenieurstudium dieser speziellen Fachrichtung entschieden hast?
Meine vorherige Ausbildung als Vermessungstechnikerin. Mir hat diese Arbeit Spaß gemacht und somit wollte ich in diesem Fachgebiet bleiben. Ich habe dann Geoinformatik statt Geodäsie (Studienrichtung Vermessungswesen) gewählt, da Geoinformatik doch zukunftsweisender und vielfältiger in seinen Einsatzbereichen ist.

Wie viel Prozent (Summe = 100%) deiner Zeit verbringst du …
a) an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Bibliothek): 55 %
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 10 %
c) mit Studentenjobs: 15 %
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 20 %

Beschreibe in Prozent (Summe = 100%) welche Art von Wissen und Vorkenntnissen deiner persönlichen Meinung nach besonders wichtig für dein Studium sind oder waren …
a) in der schulischen Laufbahn erworbenes Wissen: 30 %
b) durch Fachliteratur / Internet im Selbststudium erworbenes Wissen: 55 %
c) durch Hobbys / Freizeitaktivitäten und spezielle Interessen erworbenes Wissen: 5 %
d) in bestimmten Vorkursen an der Uni oder FH erworbenes Wissen: 10 %

Welches Medium nutzt du überwiegend für deine Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
a) Uni-Bibliothek: 10 %
b) Seminar-Literatur und kopierte Hand Outs: 50 %
c) E-Mail und Internet: 30 %
d) Fachzeitschriften: 5 %
e) selbst gekaufte Fachbücher: 5 %

Wo lagen/liegen die größten Schwierigkeiten zu Beginn deines Studiums?
Zum einen sich überhaupt wieder an das intensive Lernen zu gewöhnen und zum anderen wieder mit der höheren Mathematik klarzukommen.

Wie und wodurch hast du diese Probleme gemeistert?
Ich habe zu Beginn die Vorkurse und danach regelmäßig die Tutorien besucht.

Für welche ingenieurwissenschaftliche Vertiefungsrichtung wirst/hast du dich in den weiterführenden Semestern entscheiden/entschieden?
Für den Studiengang Geoinformatik gibt es keine Vertiefungsrichtung. Wir müssen während des Hauptstudiums (4. bis 6. Semester) pro Semester sogenannte GI-Projekte belegen. Dabei können wir zum Beispiel zwischen programmiertechnischen Aufgaben im Bezug auf Geoinformationssystemen (GIS), kartographischen Projekten, Laserscanning (3D-Punktwolkenaufnahme von Gebäuden) oder Auswertung von Satellitenbildern auswählen.

Studiert man eher gemeinsam mit anderen Kommilitonen oder kocht letztlich doch jeder sein eigenes Süppchen?
Mir hat das Lernen in der Gruppe vor Klausuren immer viel gebracht. Lernen muss natürlich jeder selber, aber um Fragen zu klären oder Ergebnisse zu vergleichen, war das schon sehr hilfreich.
Allein schon durch die Praktika, für die in den meisten Fällen Ausarbeitungen anzufertigen sind, ist man mindestens schon zu Zweit dafür verantwortlich. Es ist also Gruppenarbeit angesagt.

Wie wichtig sind in deinem Studienfach Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Praktika?
Ein bisschen Englischverständnis sollte man schon haben, da viele Begriffe in der Geoinformatik Englisch besetzt sind.
Am Ende des Studiums (7. Semester) steht ein Praxissemester an, dass auch im Ausland absolviert werden kann.

Was wäre dein absoluter Traumjob nach dem Studium?
Administrative oder analysetechnische Aufgaben mit dem Smallworld GIS durchführen.

Und was glaubst du, machst du in 20 Jahren?
Mein Wunsch wäre es, kleine Projekte im GIS-Bereich zu leiten. Das Ganze am besten mit einer Halbtagsstelle, um noch genügend Zeit für meine zukünftigen Kinder zu haben.

Wie sieht das Studentenleben heute aus? „Lange schlafen“, Party-Programm und Freiheit zu jeder Zeit? Oder ist das ein Klischee von gestern?
Also mit lange schlafen ist da eher nichts, … die meisten Vorlesungen fangen schließlich schon um 08.00 Uhr an und wenn man dann noch Pendeln muss, heißt es früh aufstehen.
So viel Freizeit und Party stand bei mir eigentlich auch nicht auf dem Programm, da ich durch meinen Nebenjob den Praxisbezug behalten wollte. Bei den jetzigen Studiengebühren ist es eh fast unmöglich nicht nebenher ein bisschen Geld zu verdienen.
Natürlich war man bei der Semesterstartparty dabei, ist mal Bowlen gegangen oder hat Spieleabende einberufen, aber natürlich nicht jedes Wochenende.

Was machst du in den Semesterferien?
Freunde treffen, das Chaos, das während der Klausurphase entstanden ist, beseitigen, arbeiten, ein bisschen Urlaub (wenn das Geld nach Abbuchung der Studiengebühren noch reicht …) und für die nächsten Klausuren lernen.

Auf welche Ingenieurleistung der modernen Technik möchtest du keinesfalls verzichten?
Den Computer (auch wenn er einen - zum Beispiel beim Programmieren - manchmal zur Verzweiflung bringen kann) und natürlich das Internet.

Denke mal ganz fiktional! Welche nicht für möglich gehaltene Technik- oder Ingenieurleistung wird uns die Zukunft wohl noch bringen?
Vielleicht eine automatisierte Vermessung der Welt anhand von Satellitenbildern, die nach der Aufnahme sofort objektbezogen koordiniert und kartographisch umgesetzt werden.

Zum Abschluss: Welchen Rat gibst du anderen Schulabsolventen, die ein Ingenieurstudium aufnehmen wollen?
Ein gutes mathematisches Verständnis sollte vorhanden sein, dann sollte es auch möglich sein den Rest des Studiums zu schaffen. Und wenn was nicht klar ist, bleibt nicht alleine, sondern fragt eure Kommilitonen oder die Professoren. Irgendeiner weiß immer weiter.

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

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