// think ING. // Das Ingenieurstudium // Studiprofile // Maschinenbau // Maschinenbau - Christine Blesinger - Diplom
Studentenfragebogen:
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Studienfach(richtung):
Universität / FH / Berufsakademie:
Aktuelles Semester:
Geplanter Studienabschluss:
Name:
Alter:
Universität / FH / Berufsakademie:
Aktuelles Semester:
Geplanter Studienabschluss:
Name:
Alter:
Maschinenbau, Vertiefungsrichtung
Verfahrenstechnik
RWTH Aachen
10
Diplom, Sommer 2011
Christine Blesinger
24
Verfahrenstechnik
RWTH Aachen
10
Diplom, Sommer 2011
Christine Blesinger
24
Welches Studienfach studierst du und in welchem Semester befindest du dich?
Ich studiere zurzeit im zehnten Semester Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung mechanische Verfahrenstechnik an der RWTH Aachen.
Welchen Schulabschluss hast du bzw. welche beruflichen Vorkenntnisse?
Ich habe 2005 in Nordrhein-Westfalen mein Abitur gemacht und anschließend sechs Wochen Grundpraktikum sowie acht Wochen Fachpraktikum absolviert. Berufliche Vorkenntnisse habe ich keine.
Welches war für dich bisher das herausragende Seminar/Ereignis/Projekt an deiner Hochschule?
Aus fachlicher Sicht würde ich sagen „Chemical Product Design“ oder „Ausgewählte Gebiete der Mechanischen Verfahrenstechnik“. (...) Ein halbes Jahr konsequent an einem Projekt zu arbeiten und es zu dokumentieren, und dabei Gelerntes anzuwenden war sehr spannend und noch mal ganz anders als beispielsweise eine Studienarbeit.
Aus persönlicher Sicht war das herausragende Projekt an meiner Hochschule der Wettbewerb „Exzellente Hochschullehre“. (...) Der krönende Erfolg war, dass unser Konzept vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Kultusministerkonferenz ausgezeichnet wurde.
Wie weit ist dein Studienort von deinem Heimatort entfernt?
Die RWTH Aachen ist ungefähr 100 km von meinem Heimatort Bonn entfernt.
Was war der Grund, die Hochschule auszuwählen, an der du heute studierst?
Neben der RWTH Aachen habe ich mich für die TU München, die TU Darmstadt und die TU Karlsruhe interessiert, die alle einen hervorragenden Ruf im Maschinenbau genießen. Der ausschlaggebende Grund für die RWTH Aachen war, dass sie 2005 noch Maschinenbau als Diplomstudiengang angeboten hat und keine Auswahlverfahren und keinen NC auf Maschinenbau hatte, sondern ich mich mit Praktikum einfach einschreiben konnte. Leider hat der Maschinenbau in Aachen heute einen Orts-NC.
Bist du mit der Entscheidung für deine Hochschule zufrieden/unzufrieden?
Mit der Entscheidung für die RWTH bin ich bis heute sehr zufrieden, auch wenn die Noten, insbesondere im Vordiplom, nicht mehr so gut sind wie im Abi. Aber mein Studium macht mir sehr viel Spaß, ich habe viele nette und interessante Leute kennengelernt und die RWTH bietet viele Chancen, sich selbst weiterzuentwickeln und seinen Interessen nachzugehen.
Was könnte sich an deiner Hochschule noch zum Vorteil verändern? Was müssten die Dozenten deiner Ansicht nach noch besser machen?
Die meisten Studierenden lernen heute nicht mehr zu Hause, sondern in der Bibliothek und den verschiedenen Lernräumen. Im Lesesaal unserer Hauptbibliohek ist daher manchmal so viel los, das man mit den Büchern aus dem Präsenzbestand keinen Platz mehr an einem der Tische bekommen kann. Viele weichen dann auf Institutsbibilotheken aus, wodurch sich das Problem nur verlagert. Zur Ehrenrettung ist zu sagen, dass ein Erweiterungsbau geplant ist und auch in den nächsten Jahren umgesetzt wird. Denn auch die vielen Lernräume können bei so vielen Studierenden nicht unmittelbar Linderung verschaffen.
Die RWTH ist, gerade im Maschinenbau, als Massenuniversität bekannt. Daher kennen einen gerade in den ersten Semestern die Professoren nicht und Sprechstunden gibt es nur an bestimmten Tagen bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern. Dass so ein großer Laden sonst gar nicht laufen würde ist zwar klar, aber sowohl Studierende als auch Professorinnen und Professoren könnten noch etwas zum Abbau der Distanz tun. Über niedrigere Durchfallquoten würde sich natürlich auch keiner beschweren…
Welche Note gibst du deiner Hochschule und deinen Dozenten insgesamt?
Im Vordiplom würde ich der RWTH Aachen ein gerade noch gut (2,3) geben, da sowohl in der Organisation als auch bei den Dozenten zwischen 1,3 und 3,7 alles vertreten war. Ein Ausreißer nach unten war zum Beispiel die katastrophale Anmeldung zum Programmierkurs, ein Ausreißer nach oben die Vorlesung Werkstoffkunde der Metalle.
Im Hauptstudium gebe ich der RWTH die Note 1,3. Die Teilnehmerzahlen in Vorlesungen und Übungen sind kleiner geworden, die Themen spannender und die Dozenten sind daher auch engagierter und es findet ein Dialog zwischen Lehrenden und Lernenden statt.
Welche Unterrichtsfächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht bzw. – falls du Abitur hast – welche Leistungskurse hattest du seinerzeit?
Als Leistungskurse hatte ich Mathematik und Chemie. (...) In der Oberstufe haben mir die Fächer Physik, Chemie, Mathematik, Philosophie und Englisch den meisten Spaß gemacht.
Wann stand für dich fest, dass du Ingenieurin werden willst?
Nach meinem Schülerpraktikum in der 11. Klasse, als ich unbedingt Physikerin werden wollte, aber die Abteilung im Forschungsinstitut, wo ich das Schülerpraktikum absolviert habe, geschlossen wurde. Ich habe gedacht, wenn ich mit Physik irgendwo in der Industrie lande, kann ich auch gleich mit dem Studium beeinflussen, wohin die Reise geht. Und dann stand ganz schnell fest, dass mich nach Physik Maschinenbau mit Abstand am meisten interessiert. Dass ich jetzt Maschinenbau und nicht Physik studiere, bedaure ich nicht.
Was war ausschlaggebend, dass du dich für ein Ingenieurstudium dieser speziellen Fachrichtung entschieden hast?
Am Maschinenbau in Aachen hat mich die Vielseitigkeit fasziniert. Es gibt hier Luft- und Raumfahrttechnik, wovon bestimmt jeder schon Mal geträumt hat, Verkehrstechnik, Verfahrenstechnik, Produktionstechnik, Kunststoff- und Textiltechnik und noch viel mehr. Das eigene Auto bauen zu können oder die Raffinerie, aus der hinterher Benzin kommt, das hat doch was!
Wie viel Prozent deiner Zeit verbringst du …
a) an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Bibliothek): 30 %
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 35 %
c) mit Studentenjobs: 15 %
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 20 %
Beschreibe in Prozent, welche Art von Wissen und Vorkenntnissen deiner persönlichen Meinung nach besonders wichtig für dein Studium sind oder waren …
a) in der schulischen Laufbahn erworbenes Wissen: 30 %
b) durch Fachliteratur / Internet im Selbststudium erworbenes Wissen: 25 %
c) durch Hobbys / Freizeitaktivitäten und spezielle Interessen erworbenes Wissen: 20%
d) in bestimmten Vorkursen an der Uni oder FH erworbenes Wissen: 25 %
Welches Medium nutzt du überwiegend für deine Informationsbeschaffung?
a) Uni-Bibliothek: 20 %
b) Seminar-Literatur und kopierte Hand Outs: 30 %
c) E-Mail und Internet: 20 %
d) Fachzeitschriften: 0 %
e) selbst gekaufte Fachbücher: 30 %
Wo lagen die größten Schwierigkeiten zu Beginn deines Studiums?
Große Schwierigkeiten hatte ich damit, Übungen zu machen, obwohl keiner kontrolliert, ob sie gemacht sind oder nicht. (...) Dann kommt dazu, dass man keine festen Termine hat und der Tagesrythmus etwas durcheinander gerät. Der Spruch, ein Student in Aachen steht um 19.30 Uhr auf, weil um 20 Uhr der Supermarkt zu macht, kommt nicht von ungefähr.
Wie und wodurch hast du diese Probleme gemeistert?
Ich habe zusammen mit Freunden in Lerngruppen gelernt und abends sind wir zusammen weggegangen. (...)
Für welche ingenieurwissenschaftliche Vertiefungsrichtung hast du dich in den weiterführenden Semestern entschieden?
Ich vertiefe Verfahrenstechnik.
Studiert man eher gemeinsam mit anderen Kommilitonen oder kocht letztlich doch jeder sein eigenes Süppchen?
Ich glaube, das ist eine Besonderheit der Ingenieure. (...) Die meisten Leute, die erfolgreich durch das Studium kommen, haben sich in mehr oder weniger stark organisierten Lerngruppen organisiert. Die Lerngruppe kann auch von Fach zu Fach schon mal wechseln, hilft aber auf jeden Fall. (...)
Wie wichtig sind in deinem Studienfach Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Praktika?
Fremdsprachenkenntnisse, in meinem Fall Englisch, habe ich während des Studiums nur in zwei Fächern gebraucht. Ich glaube aber, dass sie aus dem Maschinenbau als Berufsbild nicht wegzudenken sind. (...)
Was wäre dein absoluter Traumjob nach dem Studium?
Über meinen absoluten Traumjob habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, aber nach dem Studium würde ich gerne promovieren.
Und was glaubst du, machst du in 20 Jahren?
In 20 Jahren wäre ich gerne immer noch im Maschinenbau tätig, am liebsten in einer Position mit Personalverantwortung und Möglichkeiten neue Projekte zu gestalten.
Wie sieht das Studentenleben heute aus? „Lange schlafen“, Party-Programm und Freiheit zu jeder Zeit? Oder ist das ein Klischee von gestern?
Das kommt drauf an. Nach einer Klausur oder guten Klausurergebnissen gehen wir auf jeden Fall feiern. (...) Das Klischee vom Studentenleben als großer Party stimmt im Maschinebau wie ich ihn kenne nicht. Aber zu sagen, dass wir keinen Spaß hätten, ist auch falsch. Ein Geburtstag im Freundeskreis ist beispielsweise ein guter Grund, abends auch Mal um 18 Uhr mit dem Lernen aufzuhören und am nächsten Tag etwas später aufzustehen.
Was machst du in den Semesterferien?
In Aachen gibt es keine Semesterferien im Sinne des Wortes Schulferien. Wir haben vorlesungsfreie Zeit. In dieser Zeit finden unsere Klausuren statt und wenn man es mit dem Studium etwas eiliger hat, macht man in dieser Zeit auch Praktika etc., da die Klausuren stochastisch über die vorlesungsfreie Zeit verteilt sind, hat man höchstens Mal zwei Wochen am Stück Ruhe. (...)
Du strandest auf einer einsamen Insel. Welche drei Gegenstände hättest du gerne dabei?
Ich hätte gerne ein gutes Buch, mein Notebook, natürlich mit Internetverbindung, und etwas zur Positionsbestimmung dabei.
Auf welche Ingenieurleistung der modernen Technik möchtest du keinesfalls verzichten?
Da gibt’s ziemlich viel, auf das ich nicht verzichten möchte. Zum Beispiel meinen Kühlschrank, (Verbrennungsmotoren in) Autos, ÖPNV, Züge (ICE), Turbinen in Kraftwerken, Strom aus den verschiedensten Kraftwerken, Glühbirnen, Heizungstherme…
Denke mal ganz fiktional! Welche nicht für möglich gehaltene Technik- oder Ingenieurleistung wird uns die Zukunft wohl noch bringen?
Irgendwann kommt bestimmt Benzin aus CO2 als Speicher für Lichtenergie. Brennstoffzellen, E-Motoren und Stromspeicher sowie regenerative Energien sind ja heute schon auf dem Vormarsch.
Zum Abschluss: Welchen Rat gibst du anderen Schulabsolventen, die ein Ingenieurstudium aufnehmen wollen?
Auf jeden Fall von niemandem abschrecken lassen! Aber du solltest wissen, dass es nicht mehr so leicht wie im Abi ist, aber auch eine nichtbestandene Klausur kein Beinbruch ist. Aber dann musst du dich hinsetzen und was tun. Es liegt an dir, es wird kein anderer für dich machen.
Ich studiere zurzeit im zehnten Semester Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung mechanische Verfahrenstechnik an der RWTH Aachen.
Welchen Schulabschluss hast du bzw. welche beruflichen Vorkenntnisse?
Ich habe 2005 in Nordrhein-Westfalen mein Abitur gemacht und anschließend sechs Wochen Grundpraktikum sowie acht Wochen Fachpraktikum absolviert. Berufliche Vorkenntnisse habe ich keine.
Welches war für dich bisher das herausragende Seminar/Ereignis/Projekt an deiner Hochschule?
Aus fachlicher Sicht würde ich sagen „Chemical Product Design“ oder „Ausgewählte Gebiete der Mechanischen Verfahrenstechnik“. (...) Ein halbes Jahr konsequent an einem Projekt zu arbeiten und es zu dokumentieren, und dabei Gelerntes anzuwenden war sehr spannend und noch mal ganz anders als beispielsweise eine Studienarbeit.
Aus persönlicher Sicht war das herausragende Projekt an meiner Hochschule der Wettbewerb „Exzellente Hochschullehre“. (...) Der krönende Erfolg war, dass unser Konzept vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Kultusministerkonferenz ausgezeichnet wurde.
Wie weit ist dein Studienort von deinem Heimatort entfernt?
Die RWTH Aachen ist ungefähr 100 km von meinem Heimatort Bonn entfernt.
Was war der Grund, die Hochschule auszuwählen, an der du heute studierst?
Neben der RWTH Aachen habe ich mich für die TU München, die TU Darmstadt und die TU Karlsruhe interessiert, die alle einen hervorragenden Ruf im Maschinenbau genießen. Der ausschlaggebende Grund für die RWTH Aachen war, dass sie 2005 noch Maschinenbau als Diplomstudiengang angeboten hat und keine Auswahlverfahren und keinen NC auf Maschinenbau hatte, sondern ich mich mit Praktikum einfach einschreiben konnte. Leider hat der Maschinenbau in Aachen heute einen Orts-NC.
Bist du mit der Entscheidung für deine Hochschule zufrieden/unzufrieden?
Mit der Entscheidung für die RWTH bin ich bis heute sehr zufrieden, auch wenn die Noten, insbesondere im Vordiplom, nicht mehr so gut sind wie im Abi. Aber mein Studium macht mir sehr viel Spaß, ich habe viele nette und interessante Leute kennengelernt und die RWTH bietet viele Chancen, sich selbst weiterzuentwickeln und seinen Interessen nachzugehen.
Was könnte sich an deiner Hochschule noch zum Vorteil verändern? Was müssten die Dozenten deiner Ansicht nach noch besser machen?
Die meisten Studierenden lernen heute nicht mehr zu Hause, sondern in der Bibliothek und den verschiedenen Lernräumen. Im Lesesaal unserer Hauptbibliohek ist daher manchmal so viel los, das man mit den Büchern aus dem Präsenzbestand keinen Platz mehr an einem der Tische bekommen kann. Viele weichen dann auf Institutsbibilotheken aus, wodurch sich das Problem nur verlagert. Zur Ehrenrettung ist zu sagen, dass ein Erweiterungsbau geplant ist und auch in den nächsten Jahren umgesetzt wird. Denn auch die vielen Lernräume können bei so vielen Studierenden nicht unmittelbar Linderung verschaffen.
Die RWTH ist, gerade im Maschinenbau, als Massenuniversität bekannt. Daher kennen einen gerade in den ersten Semestern die Professoren nicht und Sprechstunden gibt es nur an bestimmten Tagen bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern. Dass so ein großer Laden sonst gar nicht laufen würde ist zwar klar, aber sowohl Studierende als auch Professorinnen und Professoren könnten noch etwas zum Abbau der Distanz tun. Über niedrigere Durchfallquoten würde sich natürlich auch keiner beschweren…
Welche Note gibst du deiner Hochschule und deinen Dozenten insgesamt?
Im Vordiplom würde ich der RWTH Aachen ein gerade noch gut (2,3) geben, da sowohl in der Organisation als auch bei den Dozenten zwischen 1,3 und 3,7 alles vertreten war. Ein Ausreißer nach unten war zum Beispiel die katastrophale Anmeldung zum Programmierkurs, ein Ausreißer nach oben die Vorlesung Werkstoffkunde der Metalle.
Im Hauptstudium gebe ich der RWTH die Note 1,3. Die Teilnehmerzahlen in Vorlesungen und Übungen sind kleiner geworden, die Themen spannender und die Dozenten sind daher auch engagierter und es findet ein Dialog zwischen Lehrenden und Lernenden statt.
Welche Unterrichtsfächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht bzw. – falls du Abitur hast – welche Leistungskurse hattest du seinerzeit?
Als Leistungskurse hatte ich Mathematik und Chemie. (...) In der Oberstufe haben mir die Fächer Physik, Chemie, Mathematik, Philosophie und Englisch den meisten Spaß gemacht.
Wann stand für dich fest, dass du Ingenieurin werden willst?
Nach meinem Schülerpraktikum in der 11. Klasse, als ich unbedingt Physikerin werden wollte, aber die Abteilung im Forschungsinstitut, wo ich das Schülerpraktikum absolviert habe, geschlossen wurde. Ich habe gedacht, wenn ich mit Physik irgendwo in der Industrie lande, kann ich auch gleich mit dem Studium beeinflussen, wohin die Reise geht. Und dann stand ganz schnell fest, dass mich nach Physik Maschinenbau mit Abstand am meisten interessiert. Dass ich jetzt Maschinenbau und nicht Physik studiere, bedaure ich nicht.
Was war ausschlaggebend, dass du dich für ein Ingenieurstudium dieser speziellen Fachrichtung entschieden hast?
Am Maschinenbau in Aachen hat mich die Vielseitigkeit fasziniert. Es gibt hier Luft- und Raumfahrttechnik, wovon bestimmt jeder schon Mal geträumt hat, Verkehrstechnik, Verfahrenstechnik, Produktionstechnik, Kunststoff- und Textiltechnik und noch viel mehr. Das eigene Auto bauen zu können oder die Raffinerie, aus der hinterher Benzin kommt, das hat doch was!
Wie viel Prozent deiner Zeit verbringst du …
a) an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Bibliothek): 30 %
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 35 %
c) mit Studentenjobs: 15 %
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 20 %
Beschreibe in Prozent, welche Art von Wissen und Vorkenntnissen deiner persönlichen Meinung nach besonders wichtig für dein Studium sind oder waren …
a) in der schulischen Laufbahn erworbenes Wissen: 30 %
b) durch Fachliteratur / Internet im Selbststudium erworbenes Wissen: 25 %
c) durch Hobbys / Freizeitaktivitäten und spezielle Interessen erworbenes Wissen: 20%
d) in bestimmten Vorkursen an der Uni oder FH erworbenes Wissen: 25 %
Welches Medium nutzt du überwiegend für deine Informationsbeschaffung?
a) Uni-Bibliothek: 20 %
b) Seminar-Literatur und kopierte Hand Outs: 30 %
c) E-Mail und Internet: 20 %
d) Fachzeitschriften: 0 %
e) selbst gekaufte Fachbücher: 30 %
Wo lagen die größten Schwierigkeiten zu Beginn deines Studiums?
Große Schwierigkeiten hatte ich damit, Übungen zu machen, obwohl keiner kontrolliert, ob sie gemacht sind oder nicht. (...) Dann kommt dazu, dass man keine festen Termine hat und der Tagesrythmus etwas durcheinander gerät. Der Spruch, ein Student in Aachen steht um 19.30 Uhr auf, weil um 20 Uhr der Supermarkt zu macht, kommt nicht von ungefähr.
Wie und wodurch hast du diese Probleme gemeistert?
Ich habe zusammen mit Freunden in Lerngruppen gelernt und abends sind wir zusammen weggegangen. (...)
Für welche ingenieurwissenschaftliche Vertiefungsrichtung hast du dich in den weiterführenden Semestern entschieden?
Ich vertiefe Verfahrenstechnik.
Studiert man eher gemeinsam mit anderen Kommilitonen oder kocht letztlich doch jeder sein eigenes Süppchen?
Ich glaube, das ist eine Besonderheit der Ingenieure. (...) Die meisten Leute, die erfolgreich durch das Studium kommen, haben sich in mehr oder weniger stark organisierten Lerngruppen organisiert. Die Lerngruppe kann auch von Fach zu Fach schon mal wechseln, hilft aber auf jeden Fall. (...)
Wie wichtig sind in deinem Studienfach Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Praktika?
Fremdsprachenkenntnisse, in meinem Fall Englisch, habe ich während des Studiums nur in zwei Fächern gebraucht. Ich glaube aber, dass sie aus dem Maschinenbau als Berufsbild nicht wegzudenken sind. (...)
Was wäre dein absoluter Traumjob nach dem Studium?
Über meinen absoluten Traumjob habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, aber nach dem Studium würde ich gerne promovieren.
Und was glaubst du, machst du in 20 Jahren?
In 20 Jahren wäre ich gerne immer noch im Maschinenbau tätig, am liebsten in einer Position mit Personalverantwortung und Möglichkeiten neue Projekte zu gestalten.
Wie sieht das Studentenleben heute aus? „Lange schlafen“, Party-Programm und Freiheit zu jeder Zeit? Oder ist das ein Klischee von gestern?
Das kommt drauf an. Nach einer Klausur oder guten Klausurergebnissen gehen wir auf jeden Fall feiern. (...) Das Klischee vom Studentenleben als großer Party stimmt im Maschinebau wie ich ihn kenne nicht. Aber zu sagen, dass wir keinen Spaß hätten, ist auch falsch. Ein Geburtstag im Freundeskreis ist beispielsweise ein guter Grund, abends auch Mal um 18 Uhr mit dem Lernen aufzuhören und am nächsten Tag etwas später aufzustehen.
Was machst du in den Semesterferien?
In Aachen gibt es keine Semesterferien im Sinne des Wortes Schulferien. Wir haben vorlesungsfreie Zeit. In dieser Zeit finden unsere Klausuren statt und wenn man es mit dem Studium etwas eiliger hat, macht man in dieser Zeit auch Praktika etc., da die Klausuren stochastisch über die vorlesungsfreie Zeit verteilt sind, hat man höchstens Mal zwei Wochen am Stück Ruhe. (...)
Du strandest auf einer einsamen Insel. Welche drei Gegenstände hättest du gerne dabei?
Ich hätte gerne ein gutes Buch, mein Notebook, natürlich mit Internetverbindung, und etwas zur Positionsbestimmung dabei.
Auf welche Ingenieurleistung der modernen Technik möchtest du keinesfalls verzichten?
Da gibt’s ziemlich viel, auf das ich nicht verzichten möchte. Zum Beispiel meinen Kühlschrank, (Verbrennungsmotoren in) Autos, ÖPNV, Züge (ICE), Turbinen in Kraftwerken, Strom aus den verschiedensten Kraftwerken, Glühbirnen, Heizungstherme…
Denke mal ganz fiktional! Welche nicht für möglich gehaltene Technik- oder Ingenieurleistung wird uns die Zukunft wohl noch bringen?
Irgendwann kommt bestimmt Benzin aus CO2 als Speicher für Lichtenergie. Brennstoffzellen, E-Motoren und Stromspeicher sowie regenerative Energien sind ja heute schon auf dem Vormarsch.
Zum Abschluss: Welchen Rat gibst du anderen Schulabsolventen, die ein Ingenieurstudium aufnehmen wollen?
Auf jeden Fall von niemandem abschrecken lassen! Aber du solltest wissen, dass es nicht mehr so leicht wie im Abi ist, aber auch eine nichtbestandene Klausur kein Beinbruch ist. Aber dann musst du dich hinsetzen und was tun. Es liegt an dir, es wird kein anderer für dich machen.

