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Studentenfragebogen:
Student Schiffbau - Christian Schnabel
Christian Schnabel (25) studiert Schiffbau an der TU Hamburg-Harburg mit den Vertiefungsrichtungen Schiffsentwurf und Schiffsmaschinenbau. Er befindet sich im 10. Semester und plant seinen Abschluss in diesem Jahr. Danach will er reichlich Berufserfahrung sammeln.
Komplettes Interview
Welches Studienfach studierst du und in welchem Semester befindest du dich?
Schiffbau im 10. Fachsemester.
Welchen Schulabschluss hast du bzw. welche beruflichen Vorkenntnisse?
Abitur.
Welches war für dich bisher das herausragende Seminar/Ereignis/Projekt an deiner Hochschule?
Ein jährliches Highlight sind die Exkursionen und Besichtigungen und das durch die Schiffbaustudierenden auf den Campus gebrachte Leben.
Wie weit ist dein Studienort von deinem Heimatort entfernt?
Ziemlich genau 400 Kilometer.
Was war der Grund, die Hochschule auszuwählen, an der du heute studierst?
Es gibt nicht viele Möglichkeiten, Schiffbau in Deutschland zu studieren. Hamburg hatte für mich zwei Vorteile: Es war ein grundständiges Studium, d.h. man hatte ab dem ersten Semester schon Vorlesungen zum Schiffbau, und Hamburg hat daneben die meisten Vertiefungsrichtungen, Professoren, etc. Außerdem liegt es sehr zentral, viele maritime Firmen sind in der Umgehung oder treffen sich in Hamburg.
Bist du mit der Entscheidung für deine Hochschule zufrieden/unzufrieden?
Ja, definitiv. Den Entschluss hab ich bislang nie bereut und mittlerweile in Deutschland auch alle Alternativen kennlernen dürfen.
Was könnte sich an deiner Hochschule noch zum Vorteil verändern? Was müssten die Dozenten deiner Ansicht nach noch besser machen?
Bei den Dozenten in der Vertiefungsrichtungen gibt es wenig zu ändern. Und wenn, sind die Ohren offen genug, um Wünsche direkt anzugehen. Trotzdem dürfte die TUHH sich deutlich selbstbewusster nach außen präsentieren und die benötigten Räumlichkeiten und Ausstattung einfordern. Auch wenn die Ausbildung äußerst fundiert ist und der Campus eher modern: Es gibt auch im Vergleich mit anderen Hochschulen noch genug zu tun. Die Raum- und Lernplatzkapazitäten sind an anderen Standorten traumhaft besser.
Außerdem gibt es jede Menge Kleinigkeiten, z.B. in der Verwaltung, die man deutlich reibungsloser machen könnte und als angehender Ingenieur mit gesunden Menschenverstand und Lösungsideen einfach nicht akzeptieren mag. Auch Hamburgs Politik täte gut daran, eine studierendenfreudlichere Haltung an den Tag zu legen.
Welche Note gibst du deiner Hochschule und deinen Dozenten insgesamt?
Den Schiffbauprofessoren würde ich eigentlich mit einer 1,3 auszeichnen, nimmt man das Grundstudium hinzu, würde das eher in Richtung "gut" ausfallen.
Welche Unterrichtsfächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht bzw. – falls du Abitur hast – welche Leistungskurse hattest du seinerzeit?
Wann stand für dich fest, dass du Ingenieur/in werden willst?
Besonders viel Spaß hat mir sicherlich Physik gemacht, der Rest war auf relativ gleichem Niveau und ich hatte daher auch deutlich mehr Fächer als nötig ins Abitur eingebracht. Weiterhin waren die "außerschulischen Aktivitäten" extrem wichtig: Dort hat man einfach Projekte und Veranstaltungen begleitet und auch entsprechend viel frei, aber vielleicht mehr gelernt… Das war aber für das eigenständige Arbeiten im Studium sehr viel wert.
Meine Leistungskurse waren fast ´klassisch`: Physik und Mathematik. Der Berufswunsch taucht schriftlich das erste Mal in der 5. Klasse auf …
Was war ausschlaggebend, dass du dich für ein Ingenieurstudium dieser speziellen Fachrichtung entschieden hast?
Sicherlich eine gewisse Affinität zu Schiffen und den besonderen dahinterstehenden technischen Herausforderungen. Nach der Auseinandersetzung mit den Studieninhalten und Berufsbild war die Entscheidung dann endgültig klar.
Wie viel Prozent (Summe = 100 %) deiner Zeit verbringst du …
Das war zwischen Grundstudium und Hauptstudium sehr unterschiedlich und variierte auch semesterweise deutlich.
100 % = durchschnittlich wache Zeit pro Woche während des Semesters
a) an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Bibliothek): 35
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 30
c) mit Studentenjobs: 20
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 15
Allerdings sehr unterschiedlich verteilt: vorlesungsfreie Zeit = Klausurzeitraum. Dann wird fast nur gelernt, während des Semesters gibt es deutlich mehr Freizeit.
Beschreibe in Prozent (Summe = 100 %), welche Art von Wissen und Vorkenntnissen deiner persönlichen Meinung nach besonders wichtig für dein Studium sind oder waren …
In Bezug auf Wissen & Vorkenntnisse am ersten Tag des Studiums:
a) in der schulischen Laufbahn erworbenes Wissen: 30
b) durch Fachliteratur / Internet im Selbststudium erworbenes Wissen: 30
c) durch Hobbys / Freizeitaktivitäten und spezielle Interessen erworbenes Wissen: 35
d) in bestimmten Vorkursen an der Uni oder FH erworbenes Wissen: 5
Welches Medium nutzt du überwiegend für deine Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
Es hängt vom Zeitpunkt im Laufe der Recherche ab, beginnend mit Internet und abschließend mit Fachliteratur.
a) Uni-Bibliothek: 5
b) Seminar-Literatur und kopierte Hand Outs: 35
c) E-Mail und Internet: 25
d) Fachzeitschriften: 20
e) selbst gekaufte Fachbücher: 15
Wo lagen/liegen die größten Schwierigkeiten zu Beginn deines Studiums?
Am Anfang muss man sich dem Tempo direkt anpassen und konsequent lernen, sonst staut sich nach kurzer Zeit eine zu große Bugwelle an und man kommt mit dem Lücken schließen nicht hinterher.
Wie und wodurch hast du diese Probleme gemeistert?
Der Kontakt und die Erfahrung der höheren Semester waren sicherlich der Grund, mit dem man die anfänglichen Hürden gut meistern konnte. Die Einschätzung, wie man Fächer angeht, wie man für welche Prüfung wie lange lernt oder wie man Klausuren kombinieren, schieben oder vorziehen kann, haben sich sehr gut bewahrheitet. So wurde man gut durch das anfängliche schwierige Fahrwasser gelotst.
Für welche ingenieurwissenschaftliche Vertiefungsrichtung wirst/hast du dich in den weiterführenden Semestern entscheiden/entschieden?
Vertieft habe ich Schiffsentwurf und Schiffsmaschinenbau, daneben habe ich noch einige Vorlesungen aus dem Bereich Hydrodynamik und der Meerestechnik gehört.
Studiert man eher gemeinsam mit anderen Kommilitonen oder kocht letztlich doch jeder sein eigenes Süppchen?
Man muss definitiv gemeinsam studieren, anders funktioniert es gar nicht am Anfang. Die gemeinsame Prüfungsvorbereitung ist für viele Fächer äußerst hilfreich. Außerdem gibt es viele zusätzliche Veranstaltungen der Fachschaft Schiffbau, ohne die das Studium nicht halb so gut wäre.
Wie wichtig sind in deinem Studienfach Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Praktika?
Englisch ist ohne Frage ein Muss, Praktika sind bei uns im Diplomstudiengang noch vergleichsweise umfangreich enthalten und auf jeden Fall hilfreich. Ein Auslandsaufenthalt ist sicherlich nicht so entscheidend wie in anderen Studiengängen oder ein gutes ingenieurwissenschaftliches Grundlagenwissen. Für Spezialgebiete wie z.B. Offshore-Technik lohnt es sich aber auch mal fremde Landesluft zu schnuppern.
Was wäre dein absoluter Traumjob nach dem Studium?
Zumindest im Moment sicherlich im Projektmanagement oder Bauleitung im Neubau oder Reparaturbereich, danach im Bereich Entwurf; allerdings verlangt dies alles eher nach Berufserfahrung. Direkt nach dem Studium würde der Traumjob daher einige erfahrene Kollegen aufweisen, von denen man lernen kann und darf.
Und was glaubst du, machst du in 20 Jahren?
Vermutlich als Ingenieur arbeiten und dem Schiffbau bzw. Meerestechnik treu geblieben sein. ;-)
Wie sieht das Studentenleben heute aus? „Lange schlafen“, Party-Programm und Freiheit zu jeder Zeit? Oder ist das ein Klischee von gestern?
Ein Ingenieurstudium ist einfach ein Vollzeitstudium, d.h. mindestens 8 Stunden täglich Arbeit. Die Freiheit hat man zwar immer, aber man muss halt auch mit umgehen können … Nach dem Grundstudium wird es aber etwas angenehmer. Das Party-Programm braucht man zum Ausgleich aber auch ein wenig, nur studieren funktioniert eben auch nicht.
Was machst du in den Semesterferien?
Einfache Antwort: Prüfungen absolvieren und dafür lernen. Semesterferien gibt es nicht in der vorlesungsfreien Zeit, stattdessen ist Prüfungszeit: sieben Tage die Woche.
Du strandest auf einer einsamen Insel. Welche drei Dinge hättest du gerne dabei?
Eine Bootsbauerin und je nach Insel etwas Material, Werkzeug oder Nahrung. Falls es dann kein Traumaufenthalt sein sollte, dürfte man sich zu helfen wissen … ;-) Alternativ ein dafür entworfenes Schiff ,…
Auf welche Ingenieurleistung der modernen Technik möchtest du keinesfalls verzichten?
Auf das archimedische Prinzip! Im Ernst: So lange es nur einzelne sind, ließe es sich überleben. Am folgenreichsten wäre ein Verzicht auf Kraft-Wärme-Maschinen, sowie Elektrizität und ihrer Anwendungen.
Denke mal ganz fiktional! Welche nicht für möglich gehaltene Technik- oder Ingenieurleistung wird uns die Zukunft wohl noch bringen?
All die, die heute belächelt werden und nicht gegen die Gesetze der Physik verstoßen.
Zum Abschluss: Welchen Rat gibst du anderen Schulabsolventen, die ein Ingenieurstudium aufnehmen wollen?
Zuerst informieren, was damit verbunden ist und so früh wie möglich überlegen, was dafür hilfreich sein kann. Wenn der Abschluss noch bevor steht, ist es nicht dumm vorher ein wenig Augenmerk auf die wichtigen Fächer zu legen: Das erleichtert den Einstieg ungemein. Und ganz wichtig: Es gibt mehr als Lernen und trockenes Wissen. Viele fürs Studium wichtige Dinge lernt man gerade dann, wenn man sich selber Aufgaben sucht und auch mal Dinge jenseits des Lernplanes einer Schule gemacht hat.
Den Anfang des Studiums nicht unterschätzen und nicht zu locker angehen und keinesfalls alleine sondern im Austausch mit Kommilitonen. Selbst wer kein Gruppenlerner ist, sollte sich nicht auf eigene Faust durchschlagen. Und immer dran denken: Andere haben’s auch geschafft und es gibt ein Leben außerhalb der Uni!
Schiffbau im 10. Fachsemester.
Welchen Schulabschluss hast du bzw. welche beruflichen Vorkenntnisse?
Abitur.
Welches war für dich bisher das herausragende Seminar/Ereignis/Projekt an deiner Hochschule?
Ein jährliches Highlight sind die Exkursionen und Besichtigungen und das durch die Schiffbaustudierenden auf den Campus gebrachte Leben.
Wie weit ist dein Studienort von deinem Heimatort entfernt?
Ziemlich genau 400 Kilometer.
Was war der Grund, die Hochschule auszuwählen, an der du heute studierst?
Es gibt nicht viele Möglichkeiten, Schiffbau in Deutschland zu studieren. Hamburg hatte für mich zwei Vorteile: Es war ein grundständiges Studium, d.h. man hatte ab dem ersten Semester schon Vorlesungen zum Schiffbau, und Hamburg hat daneben die meisten Vertiefungsrichtungen, Professoren, etc. Außerdem liegt es sehr zentral, viele maritime Firmen sind in der Umgehung oder treffen sich in Hamburg.
Bist du mit der Entscheidung für deine Hochschule zufrieden/unzufrieden?
Ja, definitiv. Den Entschluss hab ich bislang nie bereut und mittlerweile in Deutschland auch alle Alternativen kennlernen dürfen.
Was könnte sich an deiner Hochschule noch zum Vorteil verändern? Was müssten die Dozenten deiner Ansicht nach noch besser machen?
Bei den Dozenten in der Vertiefungsrichtungen gibt es wenig zu ändern. Und wenn, sind die Ohren offen genug, um Wünsche direkt anzugehen. Trotzdem dürfte die TUHH sich deutlich selbstbewusster nach außen präsentieren und die benötigten Räumlichkeiten und Ausstattung einfordern. Auch wenn die Ausbildung äußerst fundiert ist und der Campus eher modern: Es gibt auch im Vergleich mit anderen Hochschulen noch genug zu tun. Die Raum- und Lernplatzkapazitäten sind an anderen Standorten traumhaft besser.
Außerdem gibt es jede Menge Kleinigkeiten, z.B. in der Verwaltung, die man deutlich reibungsloser machen könnte und als angehender Ingenieur mit gesunden Menschenverstand und Lösungsideen einfach nicht akzeptieren mag. Auch Hamburgs Politik täte gut daran, eine studierendenfreudlichere Haltung an den Tag zu legen.
Welche Note gibst du deiner Hochschule und deinen Dozenten insgesamt?
Den Schiffbauprofessoren würde ich eigentlich mit einer 1,3 auszeichnen, nimmt man das Grundstudium hinzu, würde das eher in Richtung "gut" ausfallen.
Welche Unterrichtsfächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht bzw. – falls du Abitur hast – welche Leistungskurse hattest du seinerzeit?
Wann stand für dich fest, dass du Ingenieur/in werden willst?
Besonders viel Spaß hat mir sicherlich Physik gemacht, der Rest war auf relativ gleichem Niveau und ich hatte daher auch deutlich mehr Fächer als nötig ins Abitur eingebracht. Weiterhin waren die "außerschulischen Aktivitäten" extrem wichtig: Dort hat man einfach Projekte und Veranstaltungen begleitet und auch entsprechend viel frei, aber vielleicht mehr gelernt… Das war aber für das eigenständige Arbeiten im Studium sehr viel wert.
Meine Leistungskurse waren fast ´klassisch`: Physik und Mathematik. Der Berufswunsch taucht schriftlich das erste Mal in der 5. Klasse auf …
Was war ausschlaggebend, dass du dich für ein Ingenieurstudium dieser speziellen Fachrichtung entschieden hast?
Sicherlich eine gewisse Affinität zu Schiffen und den besonderen dahinterstehenden technischen Herausforderungen. Nach der Auseinandersetzung mit den Studieninhalten und Berufsbild war die Entscheidung dann endgültig klar.
Wie viel Prozent (Summe = 100 %) deiner Zeit verbringst du …
Das war zwischen Grundstudium und Hauptstudium sehr unterschiedlich und variierte auch semesterweise deutlich.
100 % = durchschnittlich wache Zeit pro Woche während des Semesters
a) an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Bibliothek): 35
b) mit dem eigenständigen Lernen zuhause: 30
c) mit Studentenjobs: 20
d) mit Freizeitaktivitäten, außerhalb von Ingenieurwissenschaft und Uni: 15
Allerdings sehr unterschiedlich verteilt: vorlesungsfreie Zeit = Klausurzeitraum. Dann wird fast nur gelernt, während des Semesters gibt es deutlich mehr Freizeit.
Beschreibe in Prozent (Summe = 100 %), welche Art von Wissen und Vorkenntnissen deiner persönlichen Meinung nach besonders wichtig für dein Studium sind oder waren …
In Bezug auf Wissen & Vorkenntnisse am ersten Tag des Studiums:
a) in der schulischen Laufbahn erworbenes Wissen: 30
b) durch Fachliteratur / Internet im Selbststudium erworbenes Wissen: 30
c) durch Hobbys / Freizeitaktivitäten und spezielle Interessen erworbenes Wissen: 35
d) in bestimmten Vorkursen an der Uni oder FH erworbenes Wissen: 5
Welches Medium nutzt du überwiegend für deine Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
Es hängt vom Zeitpunkt im Laufe der Recherche ab, beginnend mit Internet und abschließend mit Fachliteratur.
a) Uni-Bibliothek: 5
b) Seminar-Literatur und kopierte Hand Outs: 35
c) E-Mail und Internet: 25
d) Fachzeitschriften: 20
e) selbst gekaufte Fachbücher: 15
Wo lagen/liegen die größten Schwierigkeiten zu Beginn deines Studiums?
Am Anfang muss man sich dem Tempo direkt anpassen und konsequent lernen, sonst staut sich nach kurzer Zeit eine zu große Bugwelle an und man kommt mit dem Lücken schließen nicht hinterher.
Wie und wodurch hast du diese Probleme gemeistert?
Der Kontakt und die Erfahrung der höheren Semester waren sicherlich der Grund, mit dem man die anfänglichen Hürden gut meistern konnte. Die Einschätzung, wie man Fächer angeht, wie man für welche Prüfung wie lange lernt oder wie man Klausuren kombinieren, schieben oder vorziehen kann, haben sich sehr gut bewahrheitet. So wurde man gut durch das anfängliche schwierige Fahrwasser gelotst.
Für welche ingenieurwissenschaftliche Vertiefungsrichtung wirst/hast du dich in den weiterführenden Semestern entscheiden/entschieden?
Vertieft habe ich Schiffsentwurf und Schiffsmaschinenbau, daneben habe ich noch einige Vorlesungen aus dem Bereich Hydrodynamik und der Meerestechnik gehört.
Studiert man eher gemeinsam mit anderen Kommilitonen oder kocht letztlich doch jeder sein eigenes Süppchen?
Man muss definitiv gemeinsam studieren, anders funktioniert es gar nicht am Anfang. Die gemeinsame Prüfungsvorbereitung ist für viele Fächer äußerst hilfreich. Außerdem gibt es viele zusätzliche Veranstaltungen der Fachschaft Schiffbau, ohne die das Studium nicht halb so gut wäre.
Wie wichtig sind in deinem Studienfach Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Praktika?
Englisch ist ohne Frage ein Muss, Praktika sind bei uns im Diplomstudiengang noch vergleichsweise umfangreich enthalten und auf jeden Fall hilfreich. Ein Auslandsaufenthalt ist sicherlich nicht so entscheidend wie in anderen Studiengängen oder ein gutes ingenieurwissenschaftliches Grundlagenwissen. Für Spezialgebiete wie z.B. Offshore-Technik lohnt es sich aber auch mal fremde Landesluft zu schnuppern.
Was wäre dein absoluter Traumjob nach dem Studium?
Zumindest im Moment sicherlich im Projektmanagement oder Bauleitung im Neubau oder Reparaturbereich, danach im Bereich Entwurf; allerdings verlangt dies alles eher nach Berufserfahrung. Direkt nach dem Studium würde der Traumjob daher einige erfahrene Kollegen aufweisen, von denen man lernen kann und darf.
Und was glaubst du, machst du in 20 Jahren?
Vermutlich als Ingenieur arbeiten und dem Schiffbau bzw. Meerestechnik treu geblieben sein. ;-)
Wie sieht das Studentenleben heute aus? „Lange schlafen“, Party-Programm und Freiheit zu jeder Zeit? Oder ist das ein Klischee von gestern?
Ein Ingenieurstudium ist einfach ein Vollzeitstudium, d.h. mindestens 8 Stunden täglich Arbeit. Die Freiheit hat man zwar immer, aber man muss halt auch mit umgehen können … Nach dem Grundstudium wird es aber etwas angenehmer. Das Party-Programm braucht man zum Ausgleich aber auch ein wenig, nur studieren funktioniert eben auch nicht.
Was machst du in den Semesterferien?
Einfache Antwort: Prüfungen absolvieren und dafür lernen. Semesterferien gibt es nicht in der vorlesungsfreien Zeit, stattdessen ist Prüfungszeit: sieben Tage die Woche.
Du strandest auf einer einsamen Insel. Welche drei Dinge hättest du gerne dabei?
Eine Bootsbauerin und je nach Insel etwas Material, Werkzeug oder Nahrung. Falls es dann kein Traumaufenthalt sein sollte, dürfte man sich zu helfen wissen … ;-) Alternativ ein dafür entworfenes Schiff ,…
Auf welche Ingenieurleistung der modernen Technik möchtest du keinesfalls verzichten?
Auf das archimedische Prinzip! Im Ernst: So lange es nur einzelne sind, ließe es sich überleben. Am folgenreichsten wäre ein Verzicht auf Kraft-Wärme-Maschinen, sowie Elektrizität und ihrer Anwendungen.
Denke mal ganz fiktional! Welche nicht für möglich gehaltene Technik- oder Ingenieurleistung wird uns die Zukunft wohl noch bringen?
All die, die heute belächelt werden und nicht gegen die Gesetze der Physik verstoßen.
Zum Abschluss: Welchen Rat gibst du anderen Schulabsolventen, die ein Ingenieurstudium aufnehmen wollen?
Zuerst informieren, was damit verbunden ist und so früh wie möglich überlegen, was dafür hilfreich sein kann. Wenn der Abschluss noch bevor steht, ist es nicht dumm vorher ein wenig Augenmerk auf die wichtigen Fächer zu legen: Das erleichtert den Einstieg ungemein. Und ganz wichtig: Es gibt mehr als Lernen und trockenes Wissen. Viele fürs Studium wichtige Dinge lernt man gerade dann, wenn man sich selber Aufgaben sucht und auch mal Dinge jenseits des Lernplanes einer Schule gemacht hat.
Den Anfang des Studiums nicht unterschätzen und nicht zu locker angehen und keinesfalls alleine sondern im Austausch mit Kommilitonen. Selbst wer kein Gruppenlerner ist, sollte sich nicht auf eigene Faust durchschlagen. Und immer dran denken: Andere haben’s auch geschafft und es gibt ein Leben außerhalb der Uni!

