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INGenius: Dr. Ing. Christan Will, Projektleiter bei der Otto Bock HealthCare GmbH

Kurzinterview zu seinem Werdegang und ein paar Tipps für angehende Ingenieure

Christian Will
Christian Will vor seiner Universität

Als Junge wollte Christian Will Astronaut werden. Und tatsächlich ging es für ihn wenige Jahre später steil aufwärts, aber nicht zu den Sternen, sondern in die bodenständigeren Gefilde der medizinischen Prothetik. Im Interview berichtet er von seinem beruflichen Werdegang und seiner Arbeit als Medizintechnik-Ingenieur

Können Sie sich noch an den Berufswunsch Ihrer Kindheit erinnern? Was wollten Sie werden, als Sie 10 Jahre alt waren?

Ich wollte Astronaut werden. Diese neuen Gebiete zu erforschen, das fand ich sehr spannend. Mein Vater ist Ingenieur. Der hat mich früh an technische Dinge herangeführt. So habe ich ziemlich frühzeitig mit Fischer-Technik und Elektrobaukästen angefangen und mich dafür interessiert, wie man Stromkreise aufbaut und ähnliches.

Wie haben Sie sich dann während Ihrer Schulzeit und Ihres Studiums orientiert? Zu welchem Zeitpunkt haben Sie die Weichen in Richtung Ingenieurberuf gestellt?

Als ich meine Fächer selbst wählen konnte, habe ich mich immer für die naturwissenschaftlichen Fächer entschieden: Mathematik, Physik, auch Technik gab es bei uns. Mein Berufswunsch war mir noch nicht klar, aber die naturwissenschaftliche Ausrichtung war mir schon bewusst.

Welches Studium bereitet optimal auf Ihren Beruf vor?

Wie man sich auf den Beruf des Medizintechnik-Ingenieurs vorbereitet, das ist nicht unmittelbar zu beantworten. Es werden ganz unterschiedliche Fähigkeiten im Unternehmen gebraucht, und wir arbeiten da oft interdisziplinär zusammen. Ein Studium der Biomedizintechnik oder Mechatronik ist aber unter meinen Kollegen weit verbreitet. Technische Informatik, Elektrotechnik oder Maschinenbau können ebenfalls nützlich sein – je nachdem wo man eingesetzt wird.

Welche persönlichen Eigenschaften und Interessen sollte man für einen solch anspruchsvollen Beruf mitbringen?

Ganz wichtig sind Neugier, Begeisterungsfähigkeit für verschiedene Technologien und Spaß daran, immer wieder dazuzulernen. Teamfähigkeit ist nicht nur ein Schlagwort, denn man muss im konstruktiven Austausch bleiben und sich in allen wichtigen Fragen mit den Kollegen klar abstimmen. Wichtig ist auch das Interesse an wechselnden Aufgabenstellungen und die Fähigkeit, Zusammenhänge gut erfassen zu können. Dabei helfen fundierte Grundlagenkenntnisse in diesen Bereichen.

Sie haben eine Studienarbeit in England geschrieben, ein Berufspraktikum in Südafrika absolviert und waren Gastwissenschaftler in Mexiko. Haben diese Auslandsaufenthalte Ihnen beruflich genutzt?

Ja, sprachlich auf jeden Fall. Die Englischkenntnisse haben sich dadurch rapide verbessert. Unser Unternehmen ist weltweit aufgestellt. Da ist es schon wichtig, dass man auch mal auf Englisch spricht. Mein Spanisch ist bisher weniger zum Tragen gekommen. Ich sehe einen Auslandsaufenthalt aber auch als persönliche Weiterentwicklung. Er sorgt für kulturelle Sensibilisierung. Man lernt andere Kulturen kennen und entwickelt ein Gespür dafür, wie andere Menschen ticken. Da nimmt man eine Menge mit, und das hilft, wenn man später mit diesen Ländern zu tun hat.

Vita

1977 in Karlsruhe geboren, besuchte Christian Will die Grundschule und das Gymnasium im westfälischen Witten. 1997 begann er an der Universität Hannover das Studium der Elektrotechnik mit der Fachrichtung Mechatronik. Er arbeitete als wissenschaftliche Hilfskraft an den Instituten für Mechanik und Mechatronik. Während des Studiums packte ihn das Fernweh. Zunächst zog es ihn ins englische Lancaster, wo er für den Eiscremehersteller Frederick Dairies eine Maschine baute und programmierte. Von dort ging es weiter zum Fachpraktikum bei Lancia Services ins südafrikanische Kapstadt. Hier arbeitete er an der Entwicklung von Datenbankprozessen. 2007 schloss Christian Will sein Studium als Diplom-Ingenieur ab und promovierte anschließend am Maschinenbauinstitut (IFW) in Hannover. Anschließend ging er als Gastwissenschaftler an das „Centro Nacional De Metrologia (CENAM)“ in Mexiko. Im April 2008 begann seine Karriere bei der Otto Bock HealthCare GmbH.

18.05.2013 | 15:10:57

Maschinenbauingenieur/in • Maschinenbau

Thema: Tragvorrichtung für große Lasten/kleine Aufnahmepunkte

Text: Hallo zusammen, Zuerst ein paar Fakten: Wir (4 Maschinenbaustudenten) müssen im Rahmen einer konstruktiven Projektarbeit eine Vorrichtung bauen, bei...

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