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INGenius: Dipl. Wi-Ing. Ellen Goel, Green-House-Gas-Auditorin

Stationen auf dem Weg zur Wirtschaftsingenieurin

Schule/Elternhaus:
Der Physikunterricht gab Ellen Goel den ersten Anstoß, sich in Richtung Ingenieurwesen zu orientieren. In den USA, wo sie an der High School die 11. Klasse absolvierte, hatten im Physiksaal praktische Versuche oberste Priorität. Das machte der Schülerin viel mehr Spaß als das Lernen von Formeln. Womöglich wurde aber bereits in der Familie der Grundstein für den späteren Beruf gelegt. Ellen Goels Vater ist Ingenieur. Während ihre drei Geschwister keinerlei Neigung zum Ingenieurberuf zeigten, war es an der Jüngsten, die Familientradition weiterzuführen. Als der Physiklehrer sie für ein Stipendium, speziell für Frauen in Ingenieurberufen, empfahl, informierte sich die Schülerin und entschied sich für das Wirtschaftingenieurwesen. Diese Entscheidung hat sie bisher nicht bereut. Sie hält die Kombination aus Wirtschaft und Technik für essenziell, weil man dadurch für Unternehmen sehr attraktiv ist.

Studium/Praktikum:
Während des Studiums an der Uni Karlsruhe bot ihr Professor ihr die Leitung eines Projekts in Indien an. Eine deutsche Firma hatte dort in Kooperation mit einer indischen Universität eine dezentrale Abwasseranlage installiert, die über eine Solaranlage betrieben wurde. Die Solaranlage war zu gering ausgelegt und das Projekt musste auch organisatorisch optimiert werden.
Ellen Goel in China

Stipendium/Diplomarbeit:
Um ihre Diplomarbeit zu schreiben, ging Ellen Goel nach China. Sie wollte schon seit Längerem mit einer Nichtregierungsorganisation (Non-Governmental Organization, NGO) zusammenarbeiten und bewarb sich bei der Non-Profit-Organisation ´Borda` um ein Praktikum. Die Borda-Mitarbeiter wiesen sie auf ein Stipendien-Programm hin, das ihr ihre China-Pläne ermöglichte. In Zusammenarbeit mit einem großen Zuckerproduzenten ergab sich die Möglichkeit, Wirtschaft, Umweltschutz und Technik in einem Projekt zusammenzubringen. Dabei galt es, drei Gesichtspunkte zu vereinen: das Interesse des chinesischen Zuckerproduzenten an einer Optimierung seiner Produktionsanlagen, das Interesse des Braunschweiger Unternehmens BMA (Braunschweigische Maschinenbau Anstalt), Maschinen zu exportieren, sowie das Interesse der NGO, über den Zertifikatehandel eine umweltfreundliche Lösung zu generieren.

Einstieg in den Job:
Zurück aus China, bot die BMA Ellen Goel einen Job an. Ihr indischer Freund und heutiger Ehemann hatte allerdings als Bauingenieur in der arabischen Gas- und Ölbranche viel attraktivere Aussichten als in Deutschland. So brach Ellen Goel im November 2009 nach Dubai auf. Trotz Wirtschaftskrise und noch geringer Berufserfahrung ergriff die Absolventin hier ihre Chance. Auf der World Future Energy Summit, einer Messe für erneuerbare Energien in Abu Dhabi, lernte sie den TÜV Middle East, der zur TÜV Nord-Gruppe gehört, kennen. Dort suchte man jemanden, der in Abu Dhabi die Klimaschutzabteilung aufbaute. Der Einstieg war gelungen und bald gehörte Ellen Goel fest zum Team des TÜV Nord.

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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