INGenius: Dipl.-Ing. Maryna Mashoshyna
Sales & Product Manager bei der Hartmann Elektronik GmbH
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© Maryna Mashoshyna / Hartmann Elektronik GmbH
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Fachwissen, mathematisches und technisches Verständnis, möglichst Erfahrung, eine gehörige Prise Kreativität und oft auch Hartnäckigkeit, Geduld und Ausdauer – diese Eigenschaften werden oft als Voraussetzungen genannt, die ein Ingenieur mitbringen sollte. Gerne übersehen wird eine weitere Fähigkeit, die ebenfalls dazugehört: Kommunikations- und Verkaufstalent. Denn was wären die ganzen Ideen, Erfindungen und Produkte wert, wenn keiner von ihnen erfährt, wenn sie nicht auf den Markt kommen und keinen Käufer finden?
Im industriellen Bereich ist das Verkaufen jedoch nicht so einfach wie bei einem Schokoriegel. Erklärungsbedürftige Investitionsgüter lassen sich nicht mit einer Anzeige oder einem Fernsehspot an Frau oder Mann bringen. „Gefragt sind Kommunikationsstärke und Überzeugungskraft,“ sagt Maryna Mashoshyna, die als Vertriebsingenieurin bei der Stuttgarter Hartmann Elektronik GmbH arbeitet. Das Unternehmen entwickelt und produziert sogenannte Backplanes für Industrie-PCs. Das sind Platinen, die als Basis für Steckkarten dienen und diese mit Strom und Datensignalen versorgen. Die Produkte kommen unter anderem in der Telekommunikation, im Bahn- und Schiffbau, beim Militär und sogar in der Raumfahrt zum Einsatz.
Im industriellen Bereich ist das Verkaufen jedoch nicht so einfach wie bei einem Schokoriegel. Erklärungsbedürftige Investitionsgüter lassen sich nicht mit einer Anzeige oder einem Fernsehspot an Frau oder Mann bringen. „Gefragt sind Kommunikationsstärke und Überzeugungskraft,“ sagt Maryna Mashoshyna, die als Vertriebsingenieurin bei der Stuttgarter Hartmann Elektronik GmbH arbeitet. Das Unternehmen entwickelt und produziert sogenannte Backplanes für Industrie-PCs. Das sind Platinen, die als Basis für Steckkarten dienen und diese mit Strom und Datensignalen versorgen. Die Produkte kommen unter anderem in der Telekommunikation, im Bahn- und Schiffbau, beim Militär und sogar in der Raumfahrt zum Einsatz.
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© Maryna Mashoshyna
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„Ich arbeite in der Schnittstelle zwischen Technologie und Vertrieb, dabei würde ich meinen Job durchaus als kreativ bezeichnen,“ berichtet die junge Ingenieurin. Sie bearbeitet nicht nur Anfragen, erstellt Angebote und koordiniert Projekte, sondern ist auch für den Aufbau neuer Märkte und die Kundenkontakte vor Ort zuständig. Dazu gehören auch die Vorbereitung und der Besuch von Messen im In- und Ausland.
Da Mashoshyna aus der Ukraine stammt und fließend russisch spricht, bearbeitet sie für Ihren Arbeitgeber vor allem den boomenden Markt in den ehemaligen Sowjetrepubliken. Dabei betritt sie durchaus Neuland und trifft auf ungeahnte Herausforderungen. Mashoshyna erzählt: „Neulich war ich in Kiew und habe den Kontakt zu einem Systemintegrator hergestellt, der veraltete Multimedia- und Satellitensysteme durch moderne Technologien für Breitband-Internet ersetzen will. Wir kamen schnell ins Geschäft und haben zunächst einige Backplanes für ein Pilotprojekt geliefert.“ Doch dann stellte sich heraus, dass die von anderen Herstellern zugekauften Komponenten nicht zu den für den Telekommunikationsbereich entwickelten Backplanes passen. Jetzt schlug die Stunde von Maryna Mashoshyna. „Dank meiner Sprachkenntnisse und der Findigkeit unserer Entwicklungsingenieure, mit denen ich das Problem angegangen bin, konnten wir schnell eine passende Lösung finden,“ so die Vertriebsexpertin. „Der Kunde kann jetzt mit dem Projekt fortfahren und wird demnächst mit unseren Systemplattformen in Serie gehen."
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© Maryna Mashoshyna
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Für Mashoshyna gehören Teamarbeit mit Kunden und Kollegen und das clevere Bewältigen von größeren und kleineren Problemen zum Alltag. Sie schmunzelt: „Probleme gibt es für Ingenieure nicht, nur Herausforderungen! Je schwieriger die Aufgabe, desto interessanter die Arbeit – und desto besser für die persönliche Entwicklung.“
Auch ihre eigene Entwicklung, ihr Berufsweg weist einige ungewöhnliche Herausforderungen auf. Geboren in der Ukraine, interessierte sie sich schon in der Schule für technische Fächer und wusste mit 16 Jahren, dass sie Ingenieurin werden will. So studierte sie Agrartechnik an der Tavriya State Agrotechnical Academy in Melitopol, einer Stadt im Süden der Ukraine am Asowschen Meer, und befasste sich mit Traktoren, Mähmaschinen und Melktechnik. „Nach dem erfolgreichen Abschluss habe ich zunächst in einem Molkereibetrieb gearbeitet. Doch ich wollte noch ein Auslandsstudium dranhängen. Ich hatte in der Schule Deutsch gelernt und mich deshalb an der Uni Kassel eingeschrieben,“ erinnert sich Maryna Mashoshyna. „Leider musste ich aus privaten Gründen nach zwei Semestern umziehen und das Studium aufgeben.“
Jobs beim TÜV und als Fahrlehrerin
Mashoshyna machte kurz entschlossen ein Praktikum beim TÜV in Heilbronn, bei dem sie auf ihre Landmaschinenkenntnisse zurückgreifen konnte. „Ich habe nicht nur PKW untersucht und die theoretischen Führerscheinprüfungen abgenommen, sondern bin auch über die Dörfer gefahren und habe Traktoren auf Verkehrssicherheit überprüft,“ berichtet Mashoshyna. „Die Landwirte haben zwar ganz schön geguckt, mich aber letztlich akzeptiert – eine positive Erfahrung.“ Es folgten eine Ausbildung zur Fahrlehrerin, bei der sie den LKW-Führerschein machte, und die Tätigkeit als Fahrlehrerin in einer Fahrschule.
Mashoshyna machte kurz entschlossen ein Praktikum beim TÜV in Heilbronn, bei dem sie auf ihre Landmaschinenkenntnisse zurückgreifen konnte. „Ich habe nicht nur PKW untersucht und die theoretischen Führerscheinprüfungen abgenommen, sondern bin auch über die Dörfer gefahren und habe Traktoren auf Verkehrssicherheit überprüft,“ berichtet Mashoshyna. „Die Landwirte haben zwar ganz schön geguckt, mich aber letztlich akzeptiert – eine positive Erfahrung.“ Es folgten eine Ausbildung zur Fahrlehrerin, bei der sie den LKW-Führerschein machte, und die Tätigkeit als Fahrlehrerin in einer Fahrschule.
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© Maryna Mashoshyna
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Schließlich zog es Mashoshyna wieder in den erlernten Beruf der Maschinenbauingenieurin. Sie absolvierte ein Traineeprogramm bei der Kern Liebers GmbH in Schramberg im Schwarzwald, die als Zulieferer für die Automobil- und Textilindustrie und Maschinenhersteller weltweit tätig ist. Dort sammelte sie Erfahrungen im Bereich Mikrotechnik und bearbeitete eines ihrer bislang interessantesten Projekte: „Wir haben mit Lasern winzige Löcher mit Durchmessern von weniger als einem Zehntel Millimeter in Filter für Einspritzanlagen gebohrt.“
Seit über einem Jahr ist Maryna Mashoshyna nun bei ihrem jetzigen Arbeitgeber beschäftigt. Derzeit bereitet sie die Auftritte des Unternehmens auf Fachmessen in Moskau und Kiew vor. Weitere Herausforderungen sind bereits geplant: „Ich möchte meinen Horizont erweitern und berufsbegleitend den Masterstudiengang in Kommunikationswissenschaften an der Universität Stuttgart machen,“ berichtet Mashoshyna. „Davon erhoffe ich mir bessere Karrierechancen und noch anspruchsvollere berufliche Aufgaben.“ Die wird sie sicher bekommen und bestehen – schließlich kommt es auch bei Ingenieuren auf gelungene Kommunikation an.
Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG
Hartmann Elektronik GmbH
Bauingenieurin - Facility ManagementDipl.-Ing. ChemieingenieurwesenChristian Nickel - Projektingenieur ProduktionssteuerungIngenieurin Papier- und KunststoffverarbeitungVermessungsingenieurDr.-Ing. Ingo Dahm - Head of Academic Relations TeamWeinbau- und Oenologie-IngenieurMedizintechnik-IngenieurinProfessor AutomatisierungstechnikDr.-Ing. Oliver Buchholz - Projektleiter Hochwasservorhersage

