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Ingenieurfragebogen:
Berufsbezeichnung:
Position:

Name:
Alter:
Wohnort:

Unternehmen:
Branche:
Mitarbeiterzahl:
Arbeitsort:
Dipl.-Bergingenieur
Geschäftsführer

Dr. Ralf Willnauer
43 Jahre


RW Mineralstoffe GmbH
Rohstoffmanagement, Consulting, Produktion
4-18, je nach Auftragslage
Roitzsch, Sachsen/Anhalt + weltweit
In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Erfassung, Bewertung von Lagerstätten, Grundkonzeption für die Erschließung, Generalplanung, Umbaukonzeptionen, wirtschaftliche Bewertung der o.g. Maßnahmen. Umbau von Unternehmen und deren Neuausrichtung, Sanierung von Unternehmen und Marktpositionierung

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
05.30 Uhr: Aufstehen, Kaffee, Zigarette, E-Mails, Internet (Teil der Produktion wird übers Internet verkauft)
ab 08.00 Uhr: Arbeiten im Unternehmen. Telefondienst, Akquise, Organisationsfragen, Normung von Arbeitsprozessen, Kalkulation von Produkten, Kontrollen
ab 14.00 Uhr: Dienstreisen zu Kunden. Oder stilles Kämmerlein zum Projektieren/Forschen. Oder leider: Buchhaltung/Finanzamt/Bilanzen/Bürokratismus.
Ende:?
Bei Dienstreisen ins Ausland natürlich alles etwas ungeregelter.


Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Bewertung und Erschließung einer Gold-Antimon-Lagerstätte im Kaukasus.
Bewertung und Aufbau einer Ölförderung auf einer Lagerstätte im Kaukasus.
Umbau eines Kalksteintagebaus in South Carolina, USA nach deutscher Technologie.
Sanierung eines Metallbaubetriebes mit gleichzeitigem Umbau der Produktionsstrecke in Brandenburg.


Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Ein paar Sachen (Maschinen, Baustoffe), die meinen Namen tragen und sich nicht zu verstecken brauchen. Ach so, und die natürlich von mir sind!


Wie viel Prozent (Summe = 100%) Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 30%
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 25%
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 25%
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 20%


Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Werde in unregelmäßigen Abständen von Investoren, Banken, Maschinenbauern, Energiekonzernen oder Rohstoffkonzernen als Troubleshooter geordert, d.h. wenn deren Arbeitsstäbe mit ihrer Fachkenntnis und Routine nicht mehr weiter kommen bzw. Angst vor bestimmten Aufgaben oder Regionen haben, dann bin ich am Zug.

Auftraggeber:
MIRAMONTE Mining AG / Zürich, INVENTUS Capital AG / Zürich, Weltbank, ABB, Akademie der Wissenschaften / Russische Föderation, Case New Holland / Frankreich.

Der Regelfall ist: Die Landessprache meines Auftraggebers muss dann für die Zeit meiner Arbeit auch meine sein.


Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Je weiter, desto wichtiger. Die deutsche Wirtschaft hat kein zukunftsträchtigeres und besseres Produkt für den Export als ihre Ingenieure!


Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
a) Telefon / Handy 20%
b) Fax 10%
c) E-Mail 25%
d) Internet 30%
e) Intranet 0%
f) Zeitschriften / Kataloge 5%
g) Fachbücher 10%


Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an (Angaben bitte in Prozent):
a) Basiswissen aus dem Studium 20%
b) privat angeeignetes Wissen 30%
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen 30%
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen 20%


An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Universität für Bergbau Moskau (Dipl.-Berging.)
Universität für Bergbau Moskau (Dipl.-Ing. geol.)
Universität für Bergbau Moskau (Dr. oec.)


Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Chemie, Physik, Geschichte


Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
Ich habe im Bergbau einen Beruf gelernt und wollte mit der Technik verbunden bleiben.


Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Studium: Was uns nicht tötet, macht uns hart. 5 Jahre Auslandserfahrung.
Beruf: schnelle Entwicklung auf dem Weltmarkt, Globalisierung, man muss einfach Schritt halten.


Was sind Ihre Hobbys?
Tauchen, Schießen (Bundeswehr-Reserve), Freunde treffen


Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Erkundung der Insel, Ausloten und Planen der Möglichkeiten, die diese bietet. Sortieren der Ideen, auch wenn sie erst Mal verrückt erscheinen. Ab der zweiten Woche: Umsetzung!


Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Das Rad.


Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Man muß es lieben. Aber es liebt zurück.
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02.09.2010 | 15:01:30

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