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Ingenieurfragebogen:

Berufsbezeichnung:
Position:

Name:
Alter:


Unternehmen:
Branche:
Mitarbeiterzahl:
Arbeitsort:
Dipl.-Ing. für Geotechnik
Projektleiterin / Projektingenieurin

Doreen Wolf
30 Jahre


Crystal Geotechnik GmbH
Beratende Ingenieure im Bauwesen
25
Utting am Ammersee
In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Geotechnische Beratung und Planung im Bereich der Geotechnik, im Erd- und Grundbau, Deponiebau und Spezialtiefbau – zum Beispiel:
- Baugrunderkundung und Begutachtung / Gründungsvorschläge für Brücken, Gebäude, Kanäle etc.
- Standsicherheitsuntersuchungen (erdstatische Berechnungen) für Bauwerksgründungen, für Dämme, für Verbauten etc.
- Bauüberwachung, wie zum Beispiel Deponieabdichtungsmaßnahmen

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
Jeder Tagesablauf ist anders, aber im Anschluss mal ein einzelnes Beispiel:
Früh am Morgen / Vormittags: E-Mails checken, ein neues Projekt koordinieren (Subunternehmer beauftragen, erforderliche Unterlagen prüfen, die Projektwünsche des Auftraggebers in Erfahrung bringen, mit Behörden reden), eventuell auf die Baustelle fahren, Korrekturlesen eines anderen Projektgutachtens, Zeichner und Laborarbeiten für ein drittes Projekt anweisen, mit Kollegen über ein Projekt fachsimpeln.
Nachmittags: beispielsweise Standsicherheitsberechnungen bei einem vierten Projekt durchführen (Fachliteratur lesen um ein spezielles Problem zu lösen, System zeichnerisch aufbereiten, EDV-Berechnungen und händische Berechnungen durchführen) und möglicherweise bereits mit dem Schreiben des dazugehörenden Berichts beginnen.
… und natürlich einige Unterbrechungen in Form von Telefonaten; das können neue Projektanfragen und Nachfragen zu anderen Projekten sein, aber auch die Notwendigkeit, dass ich sofort auf eine Baustelle beordert werde.

Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Da könnte ich einige Projekte nennen, zum Beispiel die Überprüfung der Tiefgründungskonzeption einer neuen Werkshalle in China (deutscher Auftraggeber) mit geotechnischer Beratung und Durchführung von Tragfähigkeitsberechnungen. Interessant hierbei waren die fremden Untergrundverhältnisse und die Baugrunderkundung in Chinesisch. Leider habe ich diese Arbeiten alle vom Schreibtisch aus gemacht, also kein Ausflug per Flugzeug …

Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Studien zu naturheilkundlichen Therapiemethoden durchführen, Messinstrumente hierzu entwickeln und messbar beweisen, dass diese Therapien wirken.

Wie viel Prozent (Summe = 100%) Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 15 %
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 15 %
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 50 %
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 20 %

Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Eine ausländische Firma habe ich noch nicht beraten. Wir sind hauptsächlich regional tätig, weshalb in unserem Ingenieurbüro Fremdsprachenkenntnisse eher untergeordnet erforderlich sind (beispielsweise zum Lesen von fachspezifischen Veröffentlichungen in Englisch). Es kommt vor, dass ich deutsche Firmen geotechnisch berate, die im Ausland bauen wollen. Aber auch hier wende ich das gesprochene Englisch selten an.

Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Das Gütesiegel „Made in Germany“ wird auch weiterhin einen sehr guten Ruf haben, da unsere Mentalität und die „typisch deutschen“ Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Genauigkeit, Qualität und Zuverlässigkeit ein wichtiger Bestandteil des Ingenieurberufes sind. Zudem haben wir durch unsere Vorschriften, Technischen Anleitungen und Normen einen großen Vorsprung (selbst europäisch betrachtet), wenn es um die erfolgreiche Wiederholbarkeit von Ingenieurleistungen geht. Ich sehe aber auch die Gefahr, dass die deutsche Ingenieurstradition ihre Identität verliert, bei dem Versuch sich der Welt anzupassen.

Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
a) Telefon / Handy: 20 %
b) Fax: 5 %
c) E-Mail: 10 %
d) Internet: 10 %
e) Intranet: 5 %
f) Zeitschriften / Kataloge: 10 %
g) Fachbücher: 40 %

Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an (Angaben bitte in Prozent):
a) Basiswissen aus dem Studium: 30 %
b) privat angeeignetes Wissen: 10 %
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 30 %
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 30 %

An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
TU Bergakademie Freiberg, Sachsen

Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Mathematik, Biologie, Sport

Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
Ehrlich gesagt, ich habe mich am Anfang nicht aktiv dazu entschieden. Ich wusste nicht was ich studieren sollte, da ich sehr viele verschiedene Hobbys habe. Zudem hatte ich die eher naturwissenschaftlichen Fächer (Chemie und Physik) im Abitur abgewählt. Eine Klassenkameradin wollte Markscheidewesen und Geodäsie (einfach ausgedrückt: Vermessungswesen unter und über der Erde) studieren, da bin ich einfach mit hin (vor Beginn des Studiums hatte ich hierzu auch ein Praktikum gemacht). Im dritten Semester gefiel es mir dann nicht mehr und ich wechselte zur Geotechnik.

Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Mein Beruf ist sehr fachspezifisch. Ich habe zwar alle Grundlagen, die ich dafür brauche im Studium gelernt, aber die Einarbeitungsphase war schon sehr anstrengend, da als beratender Ingenieur und Baugrundgutachter die spezifische Berufserfahrung maßgeblich ist.
Auf Grund meiner verschiedenen, interdisziplinär ausgerichteten Projekte, muss ich mich immer wieder in neue Materie und auch neue Fachgebiete einarbeiten. Das gelingt natürlich mit einiger Berufserfahrung auch immer leichter. Dabei hilft es Ingenieur zu sein, da man hier gelernt hat, die Lösung eines Problems auf ein anderes Problem zu übertragen.

Was sind Ihre Hobbys?
Lesen, im Internet recherchieren, EDV, Naturheilkunde …

Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Nach Essen und Trinken suchen, die Insel erkunden, das Gefährdungspotential für mich abschätzen, meine Rettung planen (also verschiedene Rettungsmöglichkeiten überlegen und was dazu erforderlich wäre) und ausführen …

Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Der Flug zum Mond und wieder zurück, Satellitennavigation, Energie aus Wasserkraft und Sonne zu gewinnen, die großen Bauwerke der Geschichte …

Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Immer offen sein für Neues.
Schon mal trainieren seinen Kopf zu gebrauchen.
Ingenieur zu sein heißt, lebenslang fachspezifisch zu lernen.
Lernen, sich Zahlen, Formen und Pläne auch räumlich vorzustellen.
Und wenn man noch unsicher ist, ob es einem gefällt (woher soll man das denn auch wissen) … einfach ausprobieren.

17.06.2013 | 11:46:07

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Thema: Irland Praktikum- Stellen

Text: Hallo liebe Irland-Freunde, ich schreibe jetzt das erste Mal in ein Forum und hoffe, dass ihr mir helfen könnt :). Ich möchte gerne dieses Jahr im...

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