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Ingenieurfragebogen:

Berufsbezeichnung:
Position:

Name:
Alter:

Unternehmen:
Branche:
Mitarbeiterzahl:
Arbeitsort:
Dipl.-Ingenieurin Elektrotechnik/Medientechnik
Projektleiterin

Ute Schmidt
33 Jahre

Westdeutscher Rundfunk
Medien / Rundfunkunternehmen
4100
Köln
In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Projektleitung bei der Planung und beim Bau von Hörfunkstudios. Begleitung der Projekte mit Einbeziehung der Kollegen aus allen beteiligten Bereichen (Produktion, Gebäudemanagement, Einkauf, Redaktion ...) von der Idee bis zum fertigen Studio. Berücksichtigung von technischen und wirtschaftlichen Aspekten. Die fristgerechte Umsetzung des Projekts spielt dabei eine große Rolle.

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
Das ist sehr abhängig davon, in welcher Phase sich mein aktuelles Projekt befindet. Hier ein Übersicht, die durchaus in Teilen an einem bestimmten Tagesablauf entspricht:
- Vorbereitung, Leitung und spätere Protokollierung von Projektsitzungen mit unterschiedlichem Teilnehmerkreis
- Erstellung und kontinuierliche Aktualisierung von Kalkulationen, Terminplänen und technischen Plänen für Projekte
- Erstellung von Angebotsanfragen oder Ausschreibungsunterlagen und spätere technische Prüfung der Angebote
- Erstellung von Präsentationen und Berichten über das aktuelle Projekt für Entscheidungsgremien
- Recherche in Internet, Fachzeitschriften und auf Messen über neu technologische Entwicklungen

Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Planung eines großen Hörfunkproduktionskomplexes in Zusammenarbeit mit Kollegen der Produktion und mit Architekten. Die Aufgabe war, die Neuerungen und Umbauten ganz in ein bestehendes Gebäude mit sehr vielen unterschiedlichen Rahmenbedingungen einzufügen. Eine echte Herausforderung, die wir alle zusammen sehr gut gemeistert haben. Leider liegt das Projekt jetzt auf Eis, da momentan die finanziellen Mittel nicht ausreichen. Vielleicht habe ich ja noch die Möglichkeit das Ganze in naher Zukunft zu realisieren.
Es hätte dann durchaus Potential für ein „Traumprojekt“ (siehe nächste Frage).

Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Ein Projekt, in dem keine persönlichen Befindlichkeiten oder politischen Erwägungen eine Rolle spielen. Ein Projekt, bei dem alle Projektbeteiligten an einem Strang ziehen und sich gemeinsam für das gleiche Ziel einsetzen, da alle voll hinter dem angestrebten Ziel stehen, auch wenn es auf den ersten Blick ein komplizierter Weg dorthin ist.
Eigentlich ist mir das Ziel gar nicht so wichtig, aber wenn es sich hierbei doch um etwas handelt, mit dem ich mich persönlich identifizieren kann, wäre das ein echtes Traumprojekt.

Wie viel Prozent (Summe = 100%) Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 50 %
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 25 %
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 20 %
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 5 %

Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Wenn dann indirekt. Es gibt ausländische Hersteller, mit denen ich aber meist über deutsche Systemhäuser oder Ingenieurbüros in Kontakt stehen. Hier ist es natürlich - z.B. bei Planungsgesprächen - notwendig in Englisch kommunizieren zu können.

Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Ich sehe darin die Chance, sich mit einem guten Ruf gegenüber anderen Ländern abzuheben und im positiven Sinne Flagge zu zeigen.

Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
a) Telefon / Handy: 10 %
b) Fax: 0 %
c) E-Mail: 15 %
d) Internet: 35 %
e) Intranet: 20 %
f) Zeitschriften / Kataloge: 15 %
g) Fachbücher: 5 %

Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an (Angaben bitte in Prozent):
a) Basiswissen aus dem Studium: 15 %
b) privat angeeignetes Wissen: 10 %
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 50 %
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 25 %

An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Technische Universität Ilmenau

Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Chemie, Technik, Gemeinschaftskunde, Musik

Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
Eher zufällig: Eigentlich wollte ich eine Ausbildung zur Tontechnikerin an der Schule für Rundfunktechnik in Nürnberg (inzwischen ADR/ZDF Medienakademie) machen. Leider wurde zu dem Zeitpunkt diese schulische Ausbildung zugunsten eines beruflichen Ausbildungsberufs (Mediengestalter) umgestellt und genau in dem Jahr, in dem ich diese Ausbildung machen wollte, gab es die schulische Ausbildung nicht mehr und die berufliche noch nirgendwo angeboten.
Dann las ich in einem Magazin davon, dass es im Osten noch viele freie Studienplätze gibt (inzwischen war es schon September), und dass man in Ilmenau den Studiengang Elektrotechnik mit Vertiefungsrichtung Medientechnik studieren kann. Als dann meine Bewerbung um einen Studienplatz prompt angenommen wurde, stand die Entscheidung Ingenieurin zu werden fest und ich packte von heute auf morgen meine Sachen und zog nach Thüringen.
Allerdings war ich schon durch meine letzten Schuljahre auf einem Technischen Gymnasium ein wenig „technisch“ vorbelastet …

Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Im Studium war es vor allem im ersten Semester die Erkenntnis, dass man mit dem Lernaufwand, mit dem man der in der Schule lange Jahre erfolgreich war, an der Uni durch die meisten Prüfungen durchfällt. Aber auf der anderen Seite muss man sich selbst organisieren und kann zudem viel selbstständiger lernen.
Im Job waren es dann eher manche männlichen Kollegen, die mit der Tatsache überfordert waren, dass es auf einmal eine Frau gibt, die genau die gleiche Arbeit macht wie sie und nicht „nur“ Sekretärin ist.

Was sind Ihre Hobbys?
Fotografieren und wenn die Möglichkeit besteht Schwarz/Weiß-Fotos selber entwickeln; Klarinette spielen; ins Theater, Kino, Konzert gehen; Kochen; Hörspiele hören; Inlinern, Skifahren und Schwimmen

Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
- Nahrung + Trinkwasser suchen
- An einem von außen (und oben) gut einsehbaren Platz riesig und möglichst farbig auffällig SOS schreiben (z.B. mit Steinen oder Treibgut)
- Einen trockenen, regenfesten Schlafplatz bauen
- In der restlichen Zeit Ausschau nach Rettungsmöglichkeiten halten (Schiff, Flugzeug, Hubschrauber etc., die in Sichtweite auftauchen) und darauf achten, dass mein SOS immer gut erkennbar bleibt
- Die Stille genießen

Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Die Erfindung der Waschmaschine, der Eisenbahn und des Fahrrads.

Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Wenn Du Dich für Technik interessiert, dann lass Dich nicht vom vermeintlich schweren Studium abschrecken. Alles was einen interessiert, geht leicht von der Hand. Und mach Dir immer wieder klar, wie viele Menschen es vor Dir auch schon geschafft haben. Dann wirst Du es auch schaffen!
Und nach dem Studium stehen Dir alle Türen in einem oft sehr kreativen Beruf offen.

18.05.2013 | 15:10:57

Maschinenbauingenieur/in • Maschinenbau

Thema: Tragvorrichtung für große Lasten/kleine Aufnahmepunkte

Text: Hallo zusammen, Zuerst ein paar Fakten: Wir (4 Maschinenbaustudenten) müssen im Rahmen einer konstruktiven Projektarbeit eine Vorrichtung bauen, bei...

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