» M+E

Das Herz der Wirtschaft

Wofür steht eigentlich M+E? Die Metall- und Elektroindustrie bildet den Kern der deutschen Wirtschaft. Ein Überblick.

» THINK ING. Shop

Technikmuseen-Buch

Technikmuseen-Buch

Exklusiv im THINK ING. Shop: Wo Technik Spaß macht! Science Center und Technikmuseen in Deutschland 2012

» THINK ING. kompakt

Jeden Monat neue Infos

Jeden Monat neue Infos

kompakt informiert über Ingenieur- studium und -beruf. Stöbern Sie in der neuen Ausgabe oder im Archiv ...

» Materialbestellung

Informationsbroschüren

Informationsbroschüren

Ingenieur- Studiengänge eröffnen viele Perspektiven. Wie? THINK ING. Info-Material zeigt den Weg ...

» THINK ING. Shop

Werk über Felix Wankel

Werk über Felix Wankel

Das einzige Werk von Felix Wankel, dem Erfinder des Wankel-Motors, wurde als Faksimile mit Begleitband neu aufgelegt.

» Elektrotechnik-Quiz

Ein weites Feld

Ein weites Feld

Von der Glühbirne zur LED. Von Gesetzen und hellen Köpfen der Elektrotechnik. Von galvanischen Zellen und elektrischen Feldern. Das Gebiet der Elektrotechnik ist weit, die elf Fragen vielfältig.

Zum Think-Ing. Forum

RSS-Feed abonnieren

Diese Seite drucken

Ingenieurfragebogen:

Systemintegratorin - Mandy Vogel (45)

Mandy Vogel arbeitet bei einem Softwareunternehmen in Dresden, der Systema Systementwicklung GmbH. Sie ist Systemintegratorin und Projekt-Mitarbeiterin. Im Video-Porträt stellt er sich kurz persönlich vor.

Komplettes Interview

In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
- Beratung und Unterstützung unserer Kunden bei der Planung und Umsetzung komplexer
IT-Projekte
- Anforderungsanalyse über Design, Entwicklung, Test, Dokumentation, Inbetriebnahme sowie dem Training der Endanwender
- Unterstützung bei der Durchführung und Genehmigung der Projekte
- Test von modellierten Software-Lösungen + Fehlerszenarien und deren Dokumentation in
Testprotokollen
- Anwenderbezogene Dokumentation von individuellen Software-Lösungen
- Übernahme von Verantwortung für Termine und Budget in den Projekten, teilweise auch vor Ort bei Kunden

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
1. Organisation zu Beginn des Arbeitstages:
- Übersicht verschaffen anhand des firmeneigenen ERPs über die geplanten Besprechungen, E-Mails, etc. und deren Klärung
- Sortieren der offenen Aufgaben und Projekte nach Dringlichkeit über den Arbeitstag + folgende Tage
2. Fachliche Tätigkeit:
- Erstellung von Spezifikationen basierend auf Kundenanforderungen
- Analyse von Szenarien, die unsere Kunden melden, und deren anschließende Umsetzung und Dokumentation in Testplänen
- Dokumentation von Aufgaben in To Do-Listen
- Koordinierung von Aufgaben mit den involvierten IT-Bereichen (Entwicklerteams, Hotline)
- Testen von Software (SW) (neue Versionen der Basis-SW bzw. neue kundenspezifische SW-Lösungen)
- Dokumentation der SW-Lösungen in Präsentationen und Manuals für die Kunden
- Telefonate, E-Mails bzw. Besprechungen mit Kollegen
- Telefonkonferenzen mit Kunden und Firmen
3. Organisation Mitte & Ende des Arbeitstages:
- Beantworten von eingegangenen E-Mails und Planung von Besprechungen zur Klärung von Fragen
und zur Koordination neuer Aufgaben
- Erneutes Priorisieren von Aufgaben, wenn notwendig

Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Die Erstellung von SW-Spezifikationen in der Solarindustrie, in der ich neue Erfahrungen sammeln konnte. Meine langjährige Berufserfahrung in der Automatisierungstechnik von Halbleiterwerken ermöglichte mir einen sehr raschen Einstieg in die Abläufe der Fertigung.

Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Zusammenarbeit bei der Inbetriebnahme und Einführung von SW-Lösungen in einer Fertigung mit Kunden direkt vor Ort im Ausland über einen längeren Zeitraum.

Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 5%
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 10%
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 80%
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 5%

Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja, wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Die Systema GmbH ist weltweit tätig, im Ausland (nichtdeutschsprachiger Raum) auf Basis englischsprachiger Kommunikation. Ich arbeite aktuell mit französischen Kunden und einer kanadischen Firma zusammen.

Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Es findet eine beschleunigte Entwicklung in der Industrie in Deutschland statt, so "gründlich wie möglich" wechselt zu "so gründlich wie nötig". Innovationen müssen zeit- und kostenoptimiert auf den Weltmarkt gebracht werden, um konkurrenzfähig zu sein. Dafür sind hochqualifizierte Ingenieurleistungen notwendig, deren Basis schon im Gymnasium geschaffen wird. Kleinere Klassen (~20 Schüler) und ein späterer Wechsel zum Gymnasium (nach der 8. Klasse für die besten Schüler der Klassen) würden meiner Meinung nach mehr Sinn machen, um zukünftig eine erfolgreiche Ingenieurstradition fortführen zu können.

Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung?
a) Telefon / Handy: 10%
b) Fax: 0%
c) E-Mail: 10%
d) Internet: 6%
e) Intranet / Dokumentationssystem / ERP: 30%
f) Zeitschriften / Kataloge: 2%
g) Fachbücher: 2%
h) Besprechungen: 40%

Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an:
a) Basiswissen aus dem Studium: 10%
b) privat angeeignetes Wissen: 5%
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 35%
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 50%

An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Diplom-Ingenieur für Automatisierungstechnik an der Technischen Universität Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), Schwerpunkt Steuerungs- und Regelungstechnik.
Projektingenieur für Automatisierungstechnik bei ELOP Dresden, Schwerpunkt Steuerungstechnik (SPS, CNC, Roboter).

Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Mathematik, Physik, Fremdsprachen.

Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung, Ingenieur zu werden?
In der 11. Klasse. Ausschlaggebende Gründe waren:
1. In der Technik (Mathematik, Physik) gibt es eindeutige Ergebnisse ohne subjektiven Einfluss der Bewertung.
2. Viele Lösungswege können hergeleitet werden und müssen nicht auswendig gelernt werden.
3. Firmen der Automatisierungsindustrie sind an zahlreichen Standorten des Landes vorhanden, man kann nahezu überall leben und arbeiten.
4. Die Physikerin und Forscherin Marie Curie wurde mein Vorbild.

Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Es gab keine Schwierigkeiten im Studium. Die Herausforderung im Beruf war, die Rollen von Berufstätigkeit und Mutti eines Kindes zeitoptimiert unter einen Hut zu bringen.

Was sind Ihre Hobbys?
Reisen, Radfahren, Lesen von deutsch- und englischsprachigen Romanen

Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Ich schaue auf mein Handy, ob Empfang da ist, lasse meine Position herausfinden und bestelle einen "Abholservice", bevor der Akku entladen ist. Anschließend mache ich mich auf die Suche nach Trinkwasser und essbaren Früchten. Und danach genieße ich die Natur, natürlich mit einem wachen Auge, dass ich nicht in die Nahrungskette eines Raubtieres aufgenommen werde.

Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Die vielfältige Nutzung von Elektrizität

Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Besonderes Interesse für Mathematik und Physik entwickeln und den Ehrgeiz, Fachwissen zu begreifen statt auswendig zu lernen. Für alle Schultheorien Praxisbeispiele suchen im Alltag, um die Spannung am Wissenserwerb zu erhöhen nach dem Motto "Ich habe das Ganze durchschaut". Besuch von Museen, wo Schüler experimentieren können. Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften, technischen Wettbewerben, am "offenen Tag" von Universitäten, um direkten Kontakt mit der faszinierenden technischen Welt zu bekommen. Perfektion in der englischen Sprache entwickeln, möglichst mit Auslandsaufenthalten während der Schulzeit. Das ist eine notwendige Voraussetzung für die internationale Zusammenarbeit in den Firmen.

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

THINK ING. auf Facebook
»THINK ING.-Shop

Gewinner des Deutschen Computerspielpreises: ExperiMINTe

Video
» Internes

Datenschutz

Datenschutz

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise zur Benutzung dieser Webseite

» Grafik des Monats

Hoher Ingenieurbedarf

Hoher Ingenieurbedarf

Der Gesamtbedarf an Ingenieuren steigt in den nächsten Jahren weiter an. Für immer mehr Positionen ist technisches Know-how erforderlich.